Füllung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Füllung · Nominativ Plural: Füllungen
Aussprache 
Worttrennung Fül-lung (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Füllung‹ als Letztglied: ↗Amalgamfüllung · ↗Ballonfüllung · ↗Bleifüllung · ↗Cremefüllung · ↗Crèmefüllung · ↗Federfüllung · ↗Fleischfüllung · ↗Gasfüllung · ↗Glasfüllung · ↗Goldfüllung · ↗Holzfüllung · ↗Krautfüllung · ↗Mohnfüllung · ↗Nussfüllung · ↗Porzellanfüllung · ↗Quarkfüllung · ↗Rosshaarfüllung · ↗Schokoladenfüllung · ↗Taktfüllung · ↗Tortenfüllung · ↗Türfüllung · ↗Zahnfüllung · ↗Zementfüllung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
das, womit etwas gefüllt ist, wird
a)
Masse, die in bestimmte Lebensmittel, Genussmittel gefüllt wird und ihnen einen besonderen Geschmack verleiht
Beispiele:
die Füllung der Schokolade, Waffel, des Bonbons
die Torte hat eine Füllung von Pudding, Buttercreme
für die Gans, Ente eine Füllung aus Backpflaumen, Äpfeln zubereiten
Paprikaschoten mit Füllung (aus Fleisch)
b)
Material, mit dem Matratzen, Betten gefüllt sind
Beispiele:
die Füllung der Matratze besteht aus Seegras, Rosshaar, Werg
3 Pfund Federn sind als Füllung für ein Kopfkissen erforderlich
c)
Zahnmedizin Material, das als Ersatz für zerstörte Zahnsubstanz dient, Plombe
Beispiele:
eine Füllung aus Amalgam, Gold, Silber, Porzellan
der Zahnarzt macht dem Patienten eine Füllung
die Füllung ist aus dem Zahn herausgefallen
d)
Handwerk Material, das den Rahmen des Türblattes ausfüllt
Beispiel:
der Türrahmen hat eine Sperrholzplatte, Glas als Füllung
e)
Literaturwissenschaft Silben, die die Takte eines Verses füllen
Beispiel:
die freie, strenge Füllung eines Taktes
2.
das Füllen, Vollmachen
Grammatik: meist im Singular
Beispiele:
das Material, das zur Füllung von Matratzen verwendet wird
papierdeutschdie Füllung des Bassins dauert mehrere Stunden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fülle · füllig · Füllhorn · füllen · Füller · Füllfederhalter · Füllsel · Füllung
Fülle f. ‘Zustand des Vollseins, Menge, Umfang’, ahd. fullī, follī ‘Fülle, Sattheit, Sättigung’ (8. Jh.), mhd. mnd. vülle, aengl. fyllu, engl. fill, anord. fylli, got. (in der Zusammensetzung) ufarfullei ‘Überfülle’ ist Abstraktbildung (germ. *fullin-) zu dem unter ↗voll (s. d.) abgehandelten Adjektiv. füllig Adj. ‘beleibt, dick’, im 16. Jh. Übersetzung von lat. farsilis ‘gefüllt’. Füllhorn n. (Günther 1723), älter (17. Jh.) Horn der Fülle für lat. cornū cōpiae, ursprünglich ‘das Horn überreichen Segens’, bereits in antiker Darstellung ein mit Früchten und Blumen übervoll gefülltes Horn als Sinnbild des Überflusses und Reichtums. füllen Vb. ‘vollmachen’, ahd. fullen (8. Jh.), mhd. mnd. vüllen, asächs. fullian, mnl. nl. vullen, aengl. fyllan, engl. to fill, anord. schwed. fylla, got. fulljan ist eine faktitive Ableitung von dem unter ↗voll (s. d.) behandelten Adjektiv. Füller m. ‘wer etw. füllt, vollmacht’, spätmhd. vüller ‘Fresser und Säufer, wer Mörtel einfüllt und den Maurern zuträgt, Schankwirt’; Kurzform (20. Jh.) für Füllfederhalter m. nach voraufgehenden Füllfeder, Füllhalter. Füllsel n. ‘zum Füllen Dienendes ohne besonderen Wert’ (15. Jh.), s. das Suffix ↗-sal, ↗-sel. Füllung f. ‘das Füllen, ausfüllender Inhalt’, spätmhd. vüllunge ‘Anfüllung, Völlerei’; heute auch Kurzwort für Zahnfüllung (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bestückung · Füllung · ↗Ladung

Typische Verbindungen zu ›Füllung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Füllung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Füllung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn die Gans zerlegt serviert wird, kann man die Füllung getrennt servieren.
Die Welt, 23.11.2002
Der Laser tötet gleichzeitig alle Keime, Füllungen halten deutlich besser.
Bild, 17.05.1997
Verschwinden des Nichts im sozialistischen Bewußtsein ist Füllung dieses Nichts mit neuen humanen Inhalten.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 3, Berlin: Aufbau-Verl. 1956, S. 260
Man stieß an, man trank aus, man legte den Krug auf den Tisch, man wartete auf die zweite Füllung.
Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1951], S. 177
Beim Erwärmen dehnt sich die Füllung stärker aus als das Glas, sie steigt also, beim Erkalten sinkt sie.
o. A.: T. In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 1229
Zitationshilfe
„Füllung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/F%C3%BCllung>, abgerufen am 24.10.2020.

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