Fürstentum, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Fürstentums · Nominativ Plural: Fürstentümer
Aussprache
WorttrennungFürs-ten-tum
WortzerlegungFürst-tum
Wortbildung mit ›Fürstentum‹ als Letztglied: ↗Duodezfürstentum · ↗Großfürstentum · ↗Kurfürstentum
eWDG, 1967

Bedeutung

Land, Territorium, das von einem Fürsten regiert wird
Beispiel:
das Fürstentum Liechtenstein
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fürst · fürstlich · Fürstentum
Fürst m. ‘dem Hochadel angehörender Herrscher, Monarch, hoher Würdenträger’, ahd. furisto ‘der erste, vorzüglichste’ (um 800), Superlativ zu ahd. furi Adv. ‘voraus’ (s. ↗für), mhd. vürste, asächs. furisto bezeichnet substantiviert den ‘Anführer, Herrscher’, eine Bedeutung, die die Entsprechungen der übrigen germ. Sprachen nicht aufweisen (nl. vorst stammt aus dem Nd.), vgl. aengl. fyr(e)st, engl. first, anord. fyrstr ‘der erste’. Zugrunde liegt ie. *per, *pṛ ‘das Hinausführen über’ (s. ↗für, ↗vor, ↗ver-). fürstlich Adj. ‘einem Fürsten entsprechend, vornehm, reich’, mhd. vürste(n)lich. Fürstentum n. ‘einem Fürsten unterstehendes Territorium, Fürstenwürde’, mhd. vürst(t)uom; vgl. ahd. furisttuom ‘Erstes, Vorderstes, erste Stelle, Vorrang, Herrschaftsgewalt’ (10. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Grafschaft Großherzogtum Herzogtum Kleinstaat Königreich Königreiche Königtum Mittelmeer Mittelmeerküste Nationentag Regentschaft Reichsstadt Stadtkurs Steuerparadies Säkularisation Wirtschaftsraum erblich fränkisch geistlich langobardisch monegassisch reichsunmittelbar rumänisch schlesisch selbständig südfranzösisch thüringisch weltlich winzig zersplittern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fürstentum‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann will sie eines Tages mit Würde über das kleine Fürstentum herrschen.
Bild, 17.04.2002
Die Operation sei gut verlaufen, gaben seine Ärzte im Fürstentum bekannt.
Der Tagesspiegel, 16.12.1999
Das war fast nur auf Kosten der geistlichen Fürstentümer möglich.
Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 6885
Vielfältige Erfahrung lehre, daß dabei keine Ordnung möglich sei, schon wegen der geistlichen Fürstentümer.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 216
Er scheint - leider wissen wir nur sehr wenig von der Geschichte dieses Reiches - nur nominell über mehr oder minder unterworfene Fürstentümer geherrscht zu haben.
Bertaux, Pierre: Afrika bis zum Kommen der Europäer. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 17540
Zitationshilfe
„Fürstentum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fürstentum>, abgerufen am 21.07.2019.

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