Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Fabrik, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Fabrik · Nominativ Plural: Fabriken
Aussprache  [faˈbʀiːk] · [faˈbʀɪk]
Worttrennung Fa-brik · Fab-rik
Wortbildung  mit ›Fabrik‹ als Erstglied: Fabrikanlage · Fabrikanwesen · Fabrikarbeit · Fabrikarbeiter · Fabrikarbeiterin · Fabrikbau · Fabrikbesitzer · Fabrikbetrieb · Fabrikbiene · Fabrikdirektion · Fabrikdirektor · Fabrikeigentümer · Fabrikerzeugnis · Fabriketage · Fabrikfahrer · Fabrikgarantie · Fabrikgebäude · Fabrikgeheimnis · Fabrikgelände · Fabrikgrundstück · Fabrikhalle · Fabrikherr · Fabrikhof · Fabrikinhaber · Fabrikkartoffel · Fabrikkomplex · Fabrikleitung · Fabrikmarke · Fabrikmauer · Fabrikmädchen · Fabrikmädel · Fabrikpfeife · Fabrikpreis · Fabrikraum · Fabrikriese · Fabriksaal · Fabriksbau · Fabrikschiff · Fabrikschlot · Fabrikschornstein · Fabriksetage · Fabriksgebäude · Fabriksherr · Fabriksiedlung · Fabriksirene · Fabrikstadt · Fabriktor · Fabriktrawler · Fabrikware · Fabrikwesen · fabrikmäßig · fabrikneu
 ·  mit ›Fabrik‹ als Letztglied: Agrarfabrik · Atomfabrik · Aufbereitungsfabrik · Autofabrik · Automobilfabrik · Bonbonfabrik · Brikettfabrik · Brotfabrik · Bunafabrik · Chemiefabrik · Chipfabrik · Düngemittelfabrik · Eierfabrik · Eisfabrik · Essenzfabrik · Essigfabrik · Farbenfabrik · Filmfabrik · Fischfabrik · Fleischfabrik · Gewehrfabrik · Glasfabrik · Instrumentenfabrik · Kartonagenfabrik · Konservenfabrik · Lackfabrik · Likörfabrik · Margarinefabrik · Marmeladenfabrik · Maschinenfabrik · Metallfabrik · Montagefabrik · Munitionsfabrik · Möbelfabrik · Nährmittelfabrik · Papierfabrik · Porzellanfabrik · Rüstungsfabrik · Schirmfabrik · Schnapsfabrik · Schokoladenfabrik · Schuhfabrik · Seifenfabrik · Solarfabrik · Spezialfabrik · Strumpffabrik · Stärkefabrik · Süßwarenfabrik · Tabakfabrik · Teppichfabrik · Textilfabrik · Tuchfabrik · Uhrenfabrik · Versuchsfabrik · Waagenfabrik · Waffenfabrik · Werkzeugmaschinenfabrik · Wäschefabrik · Zellstofffabrik · Zementfabrik · Ziegelfabrik · Zigarettenfabrik · Zuckerfabrik
 ·  mit ›Fabrik‹ als Grundform: -fabrik
Herkunft aus fabriquefrz ‘Herstellung(sart), Herstellungsgebäude’
eWDG

Bedeutungen

1.
(kleinere) einheitlich geleitete Produktionsstätte, wo durch Zusammenarbeit zahlreicher Arbeitskräfte und mit Einsatz von Maschinen in großen Mengen Stoffe bearbeitet oder zubereitet, Waren hergestellt werden
Beispiele:
eine große, (voll)automatische Fabrik
chemische Fabriken
eine Fabrik pharmazeutischer Präparate
eine Fabrik gründen, stilllegen, verlagern
die Fabrik arbeitet mit Gewinn, Verlust
die Fabrik beschäftigt viele Arbeiter, stellt Massenbedarfsgüter her
jmd. arbeitet in einer Fabrik
umgangssprachlichjmd. geht in die Fabrik (= arbeitet in der Fabrik)
Übernehmen wir jetzt selber die Fabriken [ BrechtGedichte274]
übertragen
Beispiel:
abwertendvon ihm erscheinen laufend Kurzgeschichten in der Zeitung, er ist die reinste Fabrik
2.
Gebäude von 1, Fabrikgebäude
Beispiele:
auf dem Gelände wurde eine Fabrik gebaut, errichtet
nach Feierabend verließen die Arbeiter die Fabrik
3.
umgangssprachlich alle Arbeiter von 1
Grammatik: nur im Singular
Beispiel:
die ganze Fabrik war auf den Beinen, war in Aufruhr
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fabrik · fabrizieren · Fabrikant · Fabrikat · Fabrikation
Fabrik f. ‘Industriebetrieb’. Im 17. Jh. wird frz. fabrique ‘Herstellung(sart), Herstellungsgebäude’ (aus lat. fabrica ‘Kunst, Kunstfertigkeit, Werkstatt’, zu lat. faber ‘Künstler, Schmied, Handwerker’) ins Dt. entlehnt. Fabrik, anfangs noch mit Beibehaltung der frz. Orthographie Fabrique, bedeutet bis ins 19. Jh. hinein ‘Herstellung(sart), Fabrikation’, begegnet daneben im 18./19. Jh. auch für ‘Werkstatt, Herstellungsgebäude’ und entwickelt im 19. Jh. mit der industriellen Revolution die moderne Bedeutung (s. oben). Unabhängig davon finden sich vereinzelte Frühentlehnungen des 16. Jhs. aus lat. fabrica im Sinne von ‘Werkstatt’. – fabrizieren Vb. ‘herstellen, verfertigen’ (16. Jh.), lat. fabricāre ‘verfertigen, zimmern, bauen’. Fabrikant m. ‘Hersteller, Fabrikbesitzer’ (17. Jh.), frz. fabricant. Fabrikat n. ‘das Hergestellte, Erzeugnis’ (18. Jh.), lat. fabricātum, Neutrum des Part. Perf. von lat. fabricāre. Fabrikation f. ‘Herstellung’ (16. Jh.), frz. fabrication (lat. fabricātio).

Thesaurus

Synonymgruppe
Fertigungsbetrieb · Industrieanlage · Werk  ●  Fabrik  Hauptform
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Fabrik‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fabrik‹.

Verwendungsbeispiele für ›Fabrik‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ebenso beabsichtigte er, in nächster Zeit die eigene Fabrik wesentlich zu erweitern. [Hasler, Ulrich E.: Eubiotik, Heidelberg: Haug 1967, S. 10]
Zu Zeiten unserer Väter ließen die Fabriken die Motoren auf dem Stand einlaufen. [Spoerl, Alexander: Mit dem Auto auf Du, Berlin u. a.: Dt. Buchgemeinschaft 1961 [1953], S. 41]
Gegen 1690 gab es nicht mehr als zehn bis zwanzig Fabriken im ganzen Lande. [Tapié, Victor-Lucien: Das Zeitalter Ludwigs XIV. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 2085]
Seit Jahrzehnten spucken die Fabriken immer mehr Güter aus, seit Jahrzehnten sinkt die Zahl der Arbeiter, die dafür gebraucht werden. [Die Zeit, 23.09.1999, Nr. 39]
Inzwischen produziert die Fabrik wieder rund 3000 Autos im Monat. [Die Zeit, 05.09.1997, Nr. 37]
Zitationshilfe
„Fabrik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fabrik>.

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