Fabrik, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Fabrik · Nominativ Plural: Fabriken
Aussprache 
Worttrennung Fa-brik · Fab-rik
Herkunft Französisch
Wortbildung  mit ›Fabrik‹ als Erstglied: ↗Fabrikanlage · ↗Fabrikanwesen · ↗Fabrikarbeit · ↗Fabrikarbeiter · ↗Fabrikarbeiterin · ↗Fabrikbesitzer · ↗Fabrikdirektor · ↗Fabrikeigentümer · ↗Fabrikerzeugnis · ↗Fabriketage · ↗Fabrikgebäude · ↗Fabrikgeheimnis · ↗Fabrikgelände · ↗Fabrikgrundstück · ↗Fabrikhalle · ↗Fabrikherr · ↗Fabrikhof · ↗Fabrikleitung · ↗Fabrikmarke · ↗Fabrikmauer · ↗Fabrikmädchen · ↗Fabrikmädel · ↗Fabrikpfeife · ↗Fabrikpreis · ↗Fabrikraum · ↗Fabrikriese · ↗Fabriksaal · ↗Fabrikschiff · ↗Fabrikschlot · ↗Fabrikschornstein · ↗Fabriksetage · ↗Fabriksherr · ↗Fabriksiedlung · ↗Fabriksirene · ↗Fabriktor · ↗Fabriktrawler · ↗Fabrikware · ↗Fabrikwesen · ↗fabrikmäßig · ↗fabrikneu
 ·  mit ›Fabrik‹ als Letztglied: ↗Agrarfabrik · ↗Atomfabrik · ↗Aufbereitungsfabrik · ↗Autofabrik · ↗Automobilfabrik · ↗Bonbonfabrik · ↗Brikettfabrik · ↗Brotfabrik · ↗Bunafabrik · ↗Chemiefabrik · ↗Chipfabrik · ↗Düngemittelfabrik · ↗Eisfabrik · ↗Essenzfabrik · ↗Essigfabrik · ↗Farbenfabrik · ↗Fischfabrik · ↗Fleischfabrik · ↗Gewehrfabrik · ↗Glasfabrik · ↗Instrumentenfabrik · ↗Kartonagenfabrik · ↗Konservenfabrik · ↗Lackfabrik · ↗Likörfabrik · ↗Margarinefabrik · ↗Marmeladenfabrik · ↗Maschinenfabrik · ↗Metallfabrik · ↗Montagefabrik · ↗Munitionsfabrik · ↗Möbelfabrik · ↗Nährmittelfabrik · ↗Papierfabrik · ↗Porzellanfabrik · ↗Rüstungsfabrik · ↗Schirmfabrik · ↗Schnapsfabrik · ↗Schokoladenfabrik · ↗Schuhfabrik · ↗Seifenfabrik · ↗Solarfabrik · ↗Spezialfabrik · ↗Strumpffabrik · ↗Stärkefabrik · ↗Süßwarenfabrik · ↗Tabakfabrik · ↗Teppichfabrik · ↗Textilfabrik · ↗Tuchfabrik · ↗Uhrenfabrik · ↗Versuchsfabrik · ↗Waagenfabrik · ↗Waffenfabrik · ↗Werkzeugmaschinenfabrik · ↗Wäschefabrik · ↗Zellstofffabrik · ↗Zementfabrik · ↗Ziegelfabrik · ↗Zigarettenfabrik · ↗Zuckerfabrik
 ·  mit ›Fabrik‹ als Grundform: ↗-fabrik
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
(kleinere) einheitlich geleitete Produktionsstätte, wo durch Zusammenarbeit zahlreicher Arbeitskräfte und mit Einsatz von Maschinen in großen Mengen Stoffe bearbeitet oder zubereitet, Waren hergestellt werden
Beispiele:
eine große, (voll)automatische Fabrik
chemische Fabriken
eine Fabrik pharmazeutischer Präparate
eine Fabrik gründen, stilllegen, verlagern
die Fabrik arbeitet mit Gewinn, Verlust
die Fabrik beschäftigt viele Arbeiter, stellt Massenbedarfsgüter her
jmd. arbeitet in einer Fabrik
umgangssprachlichjmd. geht in die Fabrik (= arbeitet in der Fabrik)
Übernehmen wir jetzt selber die Fabriken [ BrechtGedichte274]
übertragen
Beispiel:
abwertendvon ihm erscheinen laufend Kurzgeschichten in der Zeitung, er ist die reinste Fabrik
2.
Gebäude von 1, Fabrikgebäude
Beispiele:
auf dem Gelände wurde eine Fabrik gebaut, errichtet
nach Feierabend verließen die Arbeiter die Fabrik
3.
umgangssprachlich alle Arbeiter von 1
Grammatik: nur im Singular
Beispiel:
die ganze Fabrik war auf den Beinen, war in Aufruhr
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fabrik · fabrizieren · Fabrikant · Fabrikat · Fabrikation
Fabrik f. ‘Industriebetrieb’. Im 17. Jh. wird frz. fabrique ‘Herstellung(sart), Herstellungsgebäude’ (aus lat. fabrica ‘Kunst, Kunstfertigkeit, Werkstatt’, zu lat. faber ‘Künstler, Schmied, Handwerker’) ins Dt. entlehnt. Fabrik, anfangs noch mit Beibehaltung der frz. Orthographie Fabrique, bedeutet bis ins 19. Jh. hinein ‘Herstellung(sart), Fabrikation’, begegnet daneben im 18./19. Jh. auch für ‘Werkstatt, Herstellungsgebäude’ und entwickelt im 19. Jh. mit der industriellen Revolution die moderne Bedeutung (s. oben). Unabhängig davon finden sich vereinzelte Frühentlehnungen des 16. Jhs. aus lat. fabrica im Sinne von ‘Werkstatt’. fabrizieren Vb. ‘herstellen, verfertigen’ (16. Jh.), lat. fabricāre ‘verfertigen, zimmern, bauen’. Fabrikant m. ‘Hersteller, Fabrikbesitzer’ (17. Jh.), frz. fabricant. Fabrikat n. ‘das Hergestellte, Erzeugnis’ (18. Jh.), lat. fabricātum, Neutrum des Part. Perf. von lat. fabricāre. Fabrikation f. ‘Herstellung’ (16. Jh.), frz. fabrication (lat. fabricātio).

Thesaurus

Synonymgruppe
Betrieb · ↗Fertigungsanlage · ↗Werk  ●  Fabrik  Hauptform
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Fabrik‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fabrik‹.

Verwendungsbeispiele für ›Fabrik‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Arbeiter in der indonesischen Fabrik bekommt davon etwa 50 Cent.
Die Zeit, 19.06.2013, Nr. 25
Ebenso beabsichtigte er, in nächster Zeit die eigene Fabrik wesentlich zu erweitern.
Hasler, Ulrich E.: Eubiotik, Heidelberg: Haug 1967, S. 10
Nein, es gab noch eine andere Fabrik für Buna, aber da ich dort nicht gearbeitet habe, weiß ich nicht, was dort hergestellt wurde.
o. A.: Vierundvierzigster Tag. Montag, den 28. Januar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 21161
In der Fabrik gab es für mich in den letzten Tagen dramatische Stunden.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1944. In: Nowojski, Walter (Hg.), Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1944], S. 25
Der Gärtner arbeitete jetzt halbtags in der Fabrik, ebenso die Putztrauen.
Krausser, Helmut: Eros, Köln: DuMont 2006, S. 46
Zitationshilfe
„Fabrik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fabrik>, abgerufen am 22.09.2020.

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