Fabrikherr, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Nebenform Fabriksherr · Substantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungFa-brik-herr · Fab-rik-herr · Fa-briks-herr · Fab-riks-herr
WortzerlegungFabrikHerr
eWDG, 1967

Bedeutung

veraltend, abwertend Besitzer einer Fabrik
Beispiel:
beschlagnahmtes Volk, zu Kriegsdiensten gepreßt von den herrschenden Klassen, den Fürsten, Fabrikherren, Beamten [A. ZweigEinsetzung9]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So ist das frühkapitalistische Bild vom raffgierigen Fabrikherren weit verbreitet.
Süddeutsche Zeitung, 14.12.1998
Die Fabrikherren machten vor dem „Tag des Herrn“ nicht halt.
Die Zeit, 29.02.1988, Nr. 09
Die Werkmeister waren höflich gegen mich, weil sie wußten, daß der alte Fabrikherr mit meinem Vater befreundet war.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18444
Dann hatte auch die vom Gericht festgestellte antimonarchische Gesinnung des Fabrikherrn nichts dabei zu gewinnen!
Mann, Heinrich: Der Untertan, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1918], S. 218
Wie aber der Hausherr auf dem Lande mehr und mehr dem agrarischen Unternehmer weicht, ist der städtische »Fabrikherr« vollends eine Übergangserscheinung.
Jantke, C.: Patriarchalismus. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 18331
Zitationshilfe
„Fabrikherr“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fabrikherr>, abgerufen am 17.02.2019.

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