Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Fahrhabe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Fahrhabe · wird nur im Singular verwendet
Aussprache  [ˈfaːɐ̯haːbə]
Worttrennung Fahr-ha-be
Wortzerlegung fahren Habe
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

CH , sonst veraltet Gesamtheit aller beweglichen Gegenstände, die einer Person oder Firma gehören; Gesamtheit aller beweglichen Güter² (1) als Teil des Vermögens² einer Person oder Firma
Synonym zu Fahrnis, in gegensätzlicher Bedeutung zu Immobilie, siehe auch Eigentum
Kollokationen:
als Akkusativobjekt: jmds. Fahrhabe beschädigen, entwenden, pfänden, versichern, versteigern
Beispiele:
Um die Abwicklung des bankrotten Betriebs kümmert sich das Thurgauer Konkursamt. Bis heute läuft die Frist für Gläubiger, ihre Guthaben anzumelden. Danach plant das Konkursamt, die Fahrhabe zu versteigern. [Thurgauer Zeitung, 20.02.2020]
Die Fahrhabe beziehungsweise die mobile Einrichtung des Hafenrestaurants ist so langsam ins Alter gekommen und sollte mittelfristig ersetzt werden. [Luzerner Zeitung, 04.06.2018]
Jede Person, die eine Feuerversicherung für ihre Fahrhabe abschliesst, wird automatisch auch gegen Elementarschäden versichert, und dies zum gleichen, bescheidenen Prämientarif, der in der ganzen Schweiz gilt und vom Bund festgelegt wird. [Der Bund, 11.08.2007]
Zweifellos ist es noch viel zu früh, um [nach dem Unwetter] die Schäden an Fahrhabe (Hausrat, Einrichtungen und Waren) einigermassen richtig einschätzen zu wollen, zumal mehrere Gemeinden zurzeit nicht zugänglich sind. [Neue Zürcher Zeitung, 24.08.2005]
Nach dem Scheitern des Sanierungsplans wollen die Geschäftsführer der einzelnen Firmen neue Gesellschaften gründen. Diese würden einen Teil der Fahrhabe sowie eine Mehrheit der […]Angestellten übernehmen. [Basler Zeitung, 27.10.2004]
Der Gesetzgeber gibt dem Vermieter zur Sicherung des Mietzinses ein Pfandrecht an der gesamten vom Mieter in die Mietwohnung eingebrachten Fahrhabe, soweit sie nicht der Exekution entzogen ist. [Salzburger Nachrichten, 22.05.1999]
Ein Dieb ist, wer wissentlich die Fahrhabe eines andern mit der rechtswidrigen Absicht sich aneignet, das entwendete Gut fortan als seine Sache zu besitzen. [Wander, Karl Friedrich Wilhelm (Hg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon. Bd. 5. Leipzig 1880]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Fahrhabe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fahrhabe>.

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