Fahrzeug, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Fahrzeug(e)s · Nominativ Plural: Fahrzeuge
Aussprache
WorttrennungFahr-zeug
WortzerlegungfahrenZeug
Wortbildung mit ›Fahrzeug‹ als Erstglied: ↗Fahrzeugbau · ↗Fahrzeugbrief · ↗Fahrzeugdaten · ↗Fahrzeugdepot · ↗Fahrzeugdichte · ↗Fahrzeugflotte · ↗Fahrzeugführer · ↗Fahrzeughalter · ↗Fahrzeughaltung · ↗Fahrzeughersteller · ↗Fahrzeuginsasse · ↗Fahrzeugkatalysator · ↗Fahrzeugklasse · ↗Fahrzeugkonvoi · ↗Fahrzeuglenker · ↗Fahrzeugmarkt · ↗Fahrzeugnummer · ↗Fahrzeugortung · ↗Fahrzeugpark · ↗Fahrzeugschlange · ↗Fahrzeugstrom · ↗Fahrzeugtechnik · ↗Fahrzeugteil · ↗Fahrzeugverkehr
 ·  mit ›Fahrzeug‹ als Letztglied: ↗Amphibienfahrzeug · ↗Baufahrzeug · ↗Behälterfahrzeug · ↗Bereitschaftsfahrzeug · ↗Brennstoffzellenfahrzeug · ↗Dienstfahrzeug · ↗Dieselfahrzeug · ↗Diplomatenfahrzeug · ↗Einsatzfahrzeug · ↗Einspurfahrzeug · ↗Fischereifahrzeug · ↗Fluchtfahrzeug · ↗Gebrauchtfahrzeug · ↗Gelenkfahrzeug · ↗Gleisfahrzeug · ↗Gleitfahrzeug · ↗Hybridfahrzeug · ↗KFZ · ↗Kettenfahrzeug · ↗Kfz. · ↗Kraftfahrzeug · ↗Krankentransportfahrzeug · ↗Kriegsfahrzeug · ↗Landefahrzeug · ↗Lastfahrzeug · ↗Leihfahrzeug · ↗Luftfahrzeug · ↗Luftkissenfahrzeug · ↗Löschfahrzeug · ↗Mannschaftstransportfahrzeug · ↗Militärfahrzeug · ↗Motorfahrzeug · ↗Müllfahrzeug · ↗Neufahrzeug · ↗Nutzfahrzeug · ↗Panzerfahrzeug · ↗Polizeifahrzeug · ↗Raumfahrzeug · ↗Raupenfahrzeug · ↗Rennfahrzeug · ↗Räderfahrzeug · ↗Räumfahrzeug · ↗Schienenfahrzeug · ↗Schleppfahrzeug · ↗Schleuserfahrzeug · ↗Schrottfahrzeug · ↗Spezialfahrzeug · ↗Sportfahrzeug · ↗Sprühfahrzeug · ↗Straßenfahrzeug · ↗Tankfahrzeug · ↗Testfahrzeug · ↗Tiefladefahrzeug · ↗Transportfahrzeug · ↗Triebfahrzeug · ↗Unterwasserfahrzeug · ↗Wasserfahrzeug · ↗Wassersportfahrzeug · ↗Weltraumfahrzeug · ↗Zweiradfahrzeug · ↗Zweispurfahrzeug
eWDG, 1967

Bedeutung

jedes vom Menschen konstruierte Mittel, das zum Fahren dient
Beispiele:
moderne, schwere, leichte Fahrzeuge
ein primitives Fahrzeug
ein gepanzertes Fahrzeug
ein Fahrzeug fahren, führen
mit einem Fahrzeug fahren
Fahrzeuge bauen, herstellen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

fahren · zerfahren1 · zerfahren2 · Fahrer · fahrend · fahrig · fahrlässig · Fahrlässigkeit · Vorfahr · Nachfahr · Fahrgast · Fahrkarte · Fahrschein · Fahrplan · Fahrrad · Fahrstuhl · Fahrzeug
fahren Vb. ‘sich mit einem Fahrzeug fortbewegen, es lenken, steuern’. Ahd. faran (8. Jh.), mhd. varn, varen, asächs. aengl. faran (engl. to fare ‘ergehen, leben’), mnd. mnl. vāren, nl. varen, anord. fara, schwed. fara, got. faran ist ursprünglich die allgemeinste Bezeichnung für jede Art der Fortbewegung (‘gehen, reiten, fahren, schwimmen, fliegen’ in sich einschließend) und wird erst allmählich auf die Fortbewegung mit Wagen, Schiffen, Fahrzeugen aller Art eingeschränkt; doch vgl. noch fahrendes (‘umherziehendes’) Volk, den Abschiedsgruß fahr wohl sowie Schlittschuh, Ballon fahren. Das gemeingerm. Verb gehört mit griech. perā́n (περᾶν) ‘hinüberbringen, durchdringen, hindurchkommen’, póros (πόρος) ‘Durch-, Zu-, Übergang’, poré͞uesthai (πορεύεσθαι) ‘reisen’, lat. portāre ‘tragen, bringen’, aslaw. pьrati ‘emporfliegen, sich erheben’, russ. (derb) perét’ (переть) ‘gehen’ zur Wurzel ie. *per(ə)- ‘hinüberführen, -bringen, -kommen, übersetzen, durchdringen, fliegen’; s. auch ↗Fähre, ↗Fahrt, ↗Fjord, ↗Furt, ↗führen. zerfahren1 Vb. ‘zerfallen, vergehen, durch Fahren beschädigen’, ahd. zirfaran ‘zergehen’ (Hs. 12. Jh.), mhd. zervarn ‘auseinander, in Stücke gehen’. zerfahren2 Part.adj. ‘ausgefahren, durch Fahren beschädigt’, meist übertragen ‘auseinander gefallen, nicht festen Sinnes, unkonzentriert, unbeständig, gedankenlos’ (19. Jh.). Fahrer m. ‘Lenker eines Fuhrwerks’ (18. Jh.), Nomen agentis zu fahren, in der Bedeutung ‘Lenker eines Kraftwagens, Chauffeur’ um 1900 wohl aus Kraftwagenfahrer verkürzt. Früher bezeugt als Grundwort von Komposita, vgl. mhd. lantvarære, nhd. Landfahrer ‘Reisender, Pilger, Landstreicher’, See-, Wallfahrer (17. Jh.). fahrend Part.adj. ‘ohne festen Aufenthaltsort’, ahd. faranti substantiviert ‘Reisender’ (8./9. Jh.), adjektivisch in der Wendung (10. Jh.) farantēr scaz, mhd. varndeʒ guot, nhd. fahrende Habe ‘beweglicher Besitz’; mhd. varnde ‘wandernd, umherziehend’ (von Spielleuten u. dgl., varndiu diet ‘umherziehendes, nicht seßhaftes Volk’). fahrig Adj. ‘unruhig, hastig, unkonzentriert’, spätmhd. verec, veric ‘zur Ausfahrt bereit’, nhd. ferig ‘behende, rasch’ (16. Jh.), danach erst wieder in der heutigen Bedeutung seit dem 18. Jh. durchgehend gebräuchlich. fahrlässig Adj. ‘unachtsam, nachlässig’ (15. Jh.), aus der verbalen Wendung mhd. varn lāʒen ‘geschehen lassen, nachlässig sein, ungestraft lassen’ weitergebildet (nicht zu ↗lässig Adj., s. d.); häufig in der Rechtssprache; Fahrlässigkeit f. ‘(strafbare) Unachtsamkeit’ (15. Jh.). Vorfahr m. ‘Ahne’, mhd. vorvar(e), mnd. vorvāre, eigentlich ‘Vorangehender’. Nachfahr m. ‘Nachkomme’, mhd. nāchvar. Fahrgast m. (2. Hälfte 19. Jh.), Verdeutschung für ↗Passagier (s. d.), Fahrkarte f. auch Fahrschein m. (Ende 19. Jh.), Verdeutschung für ↗Billett (s. d.), und Fahrplan m. ‘Verzeichnis der Fahrzeiten öffentlicher Verkehrsmittel’ (2. Hälfte 19. Jh.) sind mit der Entwicklung des Eisenbahnwesens entstanden. Fahrrad n. ‘einspuriges zweirädriges Tretfahrzeug’ (Ende 19. Jh.), Verdeutschung für Veloziped (von frz. vélocipède, zu lat. vēlōx ‘schnell’ und pēs ‘Fuß’ gebildet), modern meist verkürzt zu ↗Rad (s. d.). Fahrstuhl m. ‘Lift’ (17. Jh.), daneben anfangs auch Fahrsessel m., zuerst in mittelalterlichen Bergwerken und in der Kriegsbaukunst verwendet und Aufzug (vgl. spätmhd. ūfzuc ‘Vorrichtung zum Aufziehen’, s. ↗ziehen) genannt; seit der 2. Hälfte des 19. Jhs. für den elektrischen ↗Lift (s. d.). Fahrzeug n. ‘fahrbare Einrichtung zur Beförderung von Personen und Gütern’; zum zweiten Kompositionsglied s. ↗Zeug. Mnd. vārtǖch ‘Fahrzeug, Wagen’, nl. vaartuig ‘Schiff, Boot, Wagen’ (17. Jh.), seit dem 17. Jh. in hd. Texten (zuerst z. B. in Reisebeschreibungen) als Bezeichnung für ‘Schiff’ belegt (so bis zum Anfang des 20. Jhs.), erst im 19. Jh. wird die Verwendung ‘Wagen’ häufiger, modern vielfach für Auto.

Thesaurus

Synonymgruppe
Fahrgerät · ↗Fahrmaschine · Fahrzeug · ↗Gefährt · ↗Vehikel
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Fahrzeugbrief · Kfz-Brief  ●  Fahrzeugausweis  schweiz. · Typenschein  österr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Absatz Fahrer Insasse Kennzeichen Kontrolle Marke Panzer Typ abgestellt abkommen absetzen abstellen ausliefern beladen beschädigen entgegenkommend gebraucht gepanzert geparkt gestohlen parkend prallen produzieren rammen rollen schleudern verkaufen verkauft zugelassen zurückrufen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fahrzeug‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es erlaubt nur den Transport von Personen in Fahrzeugen mit vier Rädern.
Die Zeit, 21.02.2011, Nr. 08
Er hatte sich nur durch einen Sprung von dem mit erhöhter Geschwindigkeit weiterfahrenden Fahrzeug retten können.
Hannover, Heinrich: Die Republik vor Gericht 1954 - 1974, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1998], S. 276
Normalerweise muß man mehr als zehn Jahre auf einbestelltes Fahrzeug warten.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1990]
Auf dem Papier war das motorgetriebene Fahrzeug fix und fertig.
Benz, Carl Friedrich: Lebensfahrt eines deutschen Erfinders, Die Erfindung des Automobils, Erinnerungen eines Achtzigjährigen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1925], S. 8208
Mit ernstem Ausdruck schob ein im Boot stehender Mann das Fahrzeug weiter.
Bischoff, Charitas: Bilder aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 6873
Zitationshilfe
„Fahrzeug“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fahrzeug>, abgerufen am 26.03.2019.

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