Falke, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Falken · Nominativ Plural: Falken
Aussprache 
Worttrennung Fal-ke (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Falke‹ als Erstglied: ↗Falkenauge · ↗Falkenbeize · ↗Falkenblick · ↗Falkenhaube · ↗Falkenhorst · ↗Falkenjagd
 ·  mit ›Falke‹ als Letztglied: ↗Beizfalke · ↗Edelfalke · ↗Jagdfalke
eWDG

Bedeutung

kleinerer Tagraubvogel mit scharfen Augen und hakenförmig gebogenem Schnabel, mit starken Fängen und langen, spitzen Flügeln, der meist in schnellem, gewandtem Stoßflug seine Beute schlägt und deshalb zur Beizjagd verwendet wird
Beispiele:
ein edler, wilder, schneller Falke
der Falke stößt auf seine Beute herab, packt das Beutetier mit seinen Fängen, schlägt die Wildente
einen Falken fangen, zähmen, zum Beizvogel abrichten
Jägersprache
Beispiele:
einen Falken abtragen
die Falken blocken auf dem Felsen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Falke · Falkner
Falke m. graubrauner Greifvogel, oft für die Beizjagd abgerichtet. Die Etymologie ist nicht geklärt. Ahd. falko, falk ‘Falke’ (9. Jh.), mhd. mnd. mnl. valke, asächs. falko, nl. valk, anord. falki (erst 12. Jh.), schwed. falk (möglicherweise sind die nord. Formen aus dem Mnl. bzw. Mnd. entlehnt) kann germ. Herkunft sein und als Bildung mit dem in Tiernamen mehrfach auftretenden Suffix -k- (s. ↗Habicht, ↗Kranich) im Sinne von ‘der Graubraune’ zu der unter ↗fahl (s. d.) genannten Wurzel gehören. Jedoch macht die späte Bezeugung im Anord. und das Fehlen des Namens im Aengl. (engl. falcon ist aus afrz. faucon, falcon entlehnt; andererseits ist der aengl. Personenname Falca schon früh bezeugt) die Annahme einer Entlehnung aus spätlat. falco (Genitiv falcōnis) ‘Falke’, zu lat. falx (Genitiv falcis) ‘Sichel, Sense’, wahrscheinlich. Das Benennungsmotiv hätten dann die gekrümmten Klauen, vielleicht auch der spitze gebogene Schnabel abgegeben. Falkner m. ‘wer Falken für die Jagd abrichtet und mit ihnen jagt’, mhd. valkenære; vgl. mlat. falconarius.

Thesaurus

Synonymgruppe
Falke [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Hardliner · Vertreter eines harten Kurses  ●  Falke  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Falke‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

AdlerBeispielsätze anzeigen Bush-AdministrationBeispielsätze anzeigen Bush-KabinettBeispielsätze anzeigen BussardBeispielsätze anzeigen EZB-RatBeispielsätze anzeigen EuleBeispielsätze anzeigen FalkeBeispielsätze anzeigen FischadlerBeispielsätze anzeigen GeierBeispielsätze anzeigen GreifvogelBeispielsätze anzeigen HabichtBeispielsätze anzeigen HardlinerBeispielsätze anzeigen KremlBeispielsätze anzeigen MilanBeispielsätze anzeigen MosaikBeispielsätze anzeigen NeokonservativerBeispielsätze anzeigen PentagonBeispielsätze anzeigen ReiherBeispielsätze anzeigen Sperber SteinadlerBeispielsätze anzeigen TaubeBeispielsätze anzeigen UhuBeispielsätze anzeigen abgerichtetBeispielsätze anzeigen ausgestopftBeispielsätze anzeigen geldpolitischBeispielsätze anzeigen kreisendBeispielsätze anzeigen mausernBeispielsätze anzeigen neokonservativBeispielsätze anzeigen scharfäugigBeispielsätze anzeigen zähmenBeispielsätze anzeigen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Falke‹.

Verwendungsbeispiele für ›Falke‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Falke verwaltete das Militär in einer Ära der mehr.
Der Tagesspiegel, 25.07.2000
Genau das aber haben die Falken unter den Konservativen vor.
Die Zeit, 18.09.1981, Nr. 39
Augen haben wie ein Falke, er sieht wie ein Falke.
Röhrich, Lutz: Falke. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 28558
Die Zuschreibung stilverwandter Arbeiten geht bis heute auf die von O. v. Falke (1902) vorgenommene Einteilung zurück.
o. A.: Lexikon der Kunst - E. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 7248
Der Prinz zeigt sich in jeder Weise großzügig und lässt Falke freie Hand.
Fath, Rolf: Rollen - P. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 16817
Zitationshilfe
„Falke“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Falke>, abgerufen am 23.01.2021.

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