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Fanfare, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Fanfare · Nominativ Plural: Fanfaren
Aussprache  [fanˈfaːʀə]
Worttrennung Fan-fa-re
Wortbildung  mit ›Fanfare‹ als Erstglied: Fanfarenbläser · Fanfareneinband · Fanfarengetön · Fanfarengetöne · Fanfarenklang · Fanfarensignal · Fanfarenstoß · Fanfarenton · Fanfarenzug
 ·  mit ›Fanfare‹ als Letztglied: Festfanfare · Kriegsfanfare · Siegesfanfare · Tuschfanfare
Herkunft aus fanfarefinn ‘Trompetensignal, Musik für Blechblasinstrumente, Militärmusik’
eWDG

Bedeutungen

1.
helltönende, ventillose Dreiklangtrompete
Beispiele:
schmetternde Fanfaren
den Turm, auf dem … jede Stunde ein Herold Fanfare bläst [ KischRasender Reporter60]
2.
Klang, Signal von 1
Beispiele:
Fanfaren ertönen weit über das Land
die Fanfare verklang
Fanfaren eröffneten das Festival
die Ankunft der ersten Fahrer im Stadion wurde durch Fanfaren angekündigt
Musik kurzes, freudiges Motiv in der Kunst- und Militärmusik
Beispiel:
die Fanfaren in Beethovens Leonorenouvertüre
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fanfare f. ‘kurzes Musikstück für Blechblasinstrumente, Trompetenstoß als Angriffs- oder Jagdsignal’, jetzt auch ‘ventillose Trompete’. Im 18. Jh. wird frz. fanfare ‘Trompetensignal, Musik für Blechblasinstrumente, Militärmusik’ (ferner vom 19. Jh. an ‘Bläserkorps’) ins Dt. entlehnt, wo es seit den 30er Jahren des 20. Jhs. außerdem die als Signalinstrument verwendete gerade Trompete ohne Ventile (zuvor Fanfarentrompete) bezeichnen kann. In dem frz. Substantiv ist (ebenso wie in wohl hiervon unabhängig entstandenem span. fanfarrón ‘Prahler’ und aus diesem übernommenem gleichbed. frz. fanfaron) eine lautmalende Bildung zu sehen, die einen onomatopoetischen Stamm roman. *fanfa- voraussetzt.

Typische Verbindungen zu ›Fanfare‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fanfare‹.

Verwendungsbeispiele für ›Fanfare‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das gibt den Fanfaren, wenn sie geblasen werden, einen anderen Klang. [Die Zeit, 08.12.1978, Nr. 50]
Es seien „Fanfaren für die Menschenrechte“, und davor sei zu warnen. [Die Zeit, 18.11.1977, Nr. 47]
Der erste Satz des Romans verkündet es wie eine Fanfare. [Süddeutsche Zeitung, 29.07.2000]
Das gelingt der Fanfare vor allem dann, wenn sie nicht unbedingt beweisen muß, die schnellste Band der Welt zu sein. [Süddeutsche Zeitung, 13.07.1999]
Der andere tippte kurz auf seine Fanfare und winkte dankend. [Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 251]
Zitationshilfe
„Fanfare“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fanfare>.

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