Fanfare, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Fanfare · Nominativ Plural: Fanfaren
Aussprache
WorttrennungFan-fa-re
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Fanfare‹ als Erstglied: ↗Fanfarenbläser · ↗Fanfarenklang · ↗Fanfarensignal · ↗Fanfarenstoß · ↗Fanfarenton · ↗Fanfarenzug
 ·  mit ›Fanfare‹ als Letztglied: ↗Festfanfare · ↗Kriegsfanfare · ↗Siegesfanfare · ↗Tuschfanfare
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
helltönende, ventillose Dreiklangtrompete
Beispiele:
schmetternde Fanfaren
den Turm, auf dem ... jede Stunde ein Herold Fanfare bläst [KischRasender Reporter60]
2.
Klang, Signal von 1
Beispiele:
Fanfaren ertönen weit über das Land
die Fanfare verklang
Fanfaren eröffneten das Festival
die Ankunft der ersten Fahrer im Stadion wurde durch Fanfaren angekündigt
Musik kurzes, freudiges Motiv in der Kunst- und Militärmusik
Beispiel:
die Fanfaren in Beethovens Leonorenouvertüre
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fanfare f. ‘kurzes Musikstück für Blechblasinstrumente, Trompetenstoß als Angriffs- oder Jagdsignal’, jetzt auch ‘ventillose Trompete’. Im 18. Jh. wird frz. fanfare ‘Trompetensignal, Musik für Blechblasinstrumente, Militärmusik’ (ferner vom 19. Jh. an ‘Bläserkorps’) ins Dt. entlehnt, wo es seit den 30er Jahren des 20. Jhs. außerdem die als Signalinstrument verwendete gerade Trompete ohne Ventile (zuvor Fanfarentrompete) bezeichnen kann. In dem frz. Substantiv ist (ebenso wie in wohl hiervon unabhängig entstandenem span. fanfarrón ‘Prahler’ und aus diesem übernommenem gleichbed. frz. fanfaron) eine lautmalende Bildung zu sehen, die einen onomatopoetischen Stamm roman. *fanfa- voraussetzt.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blech Böllerschüsse Fackeln Herolde Hupen Hörner Pauken Paukenschläge Trara Trommeln Trommelwirbel Trompeten Trompeters Tusch blasen dröhnt erklingen erschallen ertönen eröffnende festliche grelle komponierte künden schallt schmettern schmetternde schrillen tönen übertönt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fanfare‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es gab keine Fanfaren, doch sonst fehlte es an nichts.
Die Welt, 01.12.2005
Das gibt den Fanfaren, wenn sie geblasen werden, einen anderen Klang.
Die Zeit, 08.12.1978, Nr. 50
Der andere tippte kurz auf seine Fanfare und winkte dankend.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 251
Die Fanfaren halfen mir, die Haustür unbemerkt zu öffnen und zu schließen.
Lenz, Siegfried: Deutschstunde, Hamburg: Hoffmann u. Campe 1997 [1968], S. 199
Auch hier schmetterten wieder die Fanfaren und die Trommeln der Jungen Pioniere.
Marchwitza, Hans: Roheisen, Berlin: Verlag Tribüne Berlin 1955, S. 38
Zitationshilfe
„Fanfare“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fanfare>, abgerufen am 28.05.2018.

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