Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Farbenhören, das

Grammatik Substantiv (Neutrum)
Worttrennung Far-ben-hö-ren
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

Medizin Mitempfinden von Farbeindrücken beim Hören bestimmter Töne

Verwendungsbeispiele für ›Farbenhören‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Phänomen des »Farbenhörens« und »Tönesehens« ist denn auch zuerst an Blinden beobachtet worden. [Wellek, Albert: Blinde in der Musik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 3301]
Es besteht also eine besondere Neigung des Absoluthörers zum Farbenhören; doch sind auch Nichtabsoluthörer gar nicht selten mit »Photismen« verschiedenster Art begabt. [Wellek, Albert: Gehörpsychologie. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1955], S. 10821]
Bes. häufig ist das meist gegenstandsbezogene und emotionalgetönte Farbenhören bei Musikern (u.a. Rimskij‑Korsakov) und bild. Künstlern. [o. A.: Lexikon der Kunst – S. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 34509]
Zitationshilfe
„Farbenhören“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Farbenh%C3%B6ren>.

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