Farm, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Farm · Nominativ Plural: Farmen
Aussprache 
Herkunft Englisch
Wortbildung  mit ›Farm‹ als Letztglied: ↗Alligatorenfarm · ↗Aquafarm · ↗Beauty-Farm · ↗Beautyfarm · ↗Biberfarm · ↗Biofarm · ↗Fischfarm · ↗Fuchsfarm · ↗Geflügelfarm · ↗Großfarm · ↗Hühnerfarm · ↗Nerzfarm · ↗Nutriafarm · ↗Pelztierfarm · ↗Rinderfarm · ↗Schlangenfarm · ↗Schönheitsfarm · ↗Serverfarm · ↗Sonnenfarm · ↗Straußenfarm · ↗Windfarm
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Landgut, besonders in den englisch sprechenden Ländern
Beispiele:
eine riesige, kleinere Farm
Farmen mit großen Nutzflächen, Plantagen
eine Farm pachten, bewirtschaften
Vielleicht machen wir eine Farm auf, eine Zuckerrohrplantage oder auch Kaffee [Bergengr.Rittmeisterin294]
zählte auch die Namen der entlegenen Farmen auf, deren eingeborene Viehtreiber er ... besuchen wollte [CramerKonzessionen315]
2.
Betrieb, in dem eine Tierart, besonders Hühner, Pelztiere, in großer Menge zum Zwecke der Nutzung gehalten wird
Beispiele:
eine Farm für Geflügel, Pelztiere
eine Farm für Hühner anlegen
die Farm liefert jährlich über 500 schlachtreife Hähnchen, liefert ausgezeichnete Nutriafelle
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Farm · Farmer
Farm f. ‘Landgut, bäuerlicher Großbetrieb’. Amerik.-engl. farm wird im 18. Jh. in dt. Reiseberichte und Auswandererliteratur aufgenommen, gilt zunächst nur für Landbesitz in Amerika, Australien, dann (19. Jh.) überhaupt in Übersee. Engl. farm, entlehnt aus afrz. (frz.) ferme, ursprünglich ‘Pacht, Pachtvertrag’, einer Ableitung vom Verb afrz. mfrz. fermer in dessen juristischer Verwendung ‘festsetzen’ (aus lat. firmāre ‘festmachen, befestigen, sichern’), bezeichnet wie der frz. Ausdruck zunächst die ‘feste jährliche Pachtzahlung’, dann das ‘Pachtgut’, schließlich ‘Landgut’ (ohne Rücksicht auf die Eigentumsverhältnisse) und im Amerik.-Engl. den ‘landwirtschaftlichen Großbetrieb’. Im gegenwärtigen Dt. ist das Wort mit eindeutigem Bezug auf einheimische Verhältnisse vor allem in Zusammensetzungen wie Geflügelfarm, Pelztierfarm gebräuchlich. Farmer m. ‘Grundbesitzer in Übersee’ (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Farm‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Farm‹.

Verwendungsbeispiele für ›Farm‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor kurzem hatte ein australischer Ökologe empfohlen, die äußerst seltenen Tiere wie Hühner auf Farmen zu züchten.
Süddeutsche Zeitung, 21.07.2001
Das sieht dann nicht mehr aus wie unsere kleine Farm.
Der Tagesspiegel, 07.05.2001
Auch nach der Zuteilung ist zuerst nur der eine von Ihnen auf der Farm unbedingt nötig.
Grimm, Hans: Volk ohne Raum, München: Langen 1932 [1926], S. 699
Du bekommst auf der Farm, wo jetzt während der Ernte jede Hand willkommen ist, pro Tag anderthalb Dollar.
Dominik, Hans: John Workmann der Zeitungsboy, Biberach an d. Riss: Koehler 1954 [1925], S. 150
Ich fragte ihn, wie er es anfange, eine Farm zu gründen.
Frenssen, Gustav: Peter Moors Fahrt nach Südwest, Berlin: Grote 1920 [1906], S. 107
Zitationshilfe
„Farm“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Farm>, abgerufen am 09.08.2020.

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