Farn, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Farn(e)s · Nominativ Plural: Farne
Aussprache
Wortbildung mit ›Farn‹ als Erstglied: ↗Farnblatt · ↗Farnkraut · ↗Farnpflanze · ↗Farnwedel · ↗farnartig
 ·  mit ›Farn‹ als Letztglied: ↗Adlerfarn · ↗Baumfarn · ↗Buchenfarn · ↗Frauenfarn · ↗Frauenhaarfarn · ↗Geweihfarn · ↗Hautfarn · ↗Kleefarn · ↗Königsfarn · ↗Lanzenfarn · ↗Palmfarn · ↗Rainfarn · ↗Schildfarn · ↗Schriftfarn · ↗Straußenfarn · ↗Straußfarn · ↗Streifenfarn · ↗Sumpffarn · ↗Tüpfelfarn · ↗Waldfarn · ↗Wasserfarn · ↗Wurmfarn · ↗Zimmerfarn
eWDG, 1967

Bedeutung

staudenartige, in den Tropen auch baumartige Sporenpflanze mit reich gefiederten Wedeln, die anfangs an der Spitze eingerollt sind
Beispiele:
der Waldboden war von Farn überwuchert
die Farne wachsen an schattigen Felsen, auf feuchtem Boden
Farne pflanzen sich durch Generationswechsel fort
(manns)hohe, tropische Farne
fossile Farne des Karbon
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Farn · Farnkraut
Farn m. blütenlose Pflanze mit federähnlich geformten Blattwedeln, ahd. farn, farm (9. Jh.), mhd. varn, varm, asächs. farn, mnd. vārn(e), mnl. vāren, nl. varen, aengl. fearn, engl. fern weisen das gleiche Nasalsuffix auf wie aind. parṇám ‘Flügel, Feder, Blatt’ und (mit abweichendem Anlaut) lit. spar̃nas ‘Flügel, Fittich’, lassen also einen Ansatz ie. *porno- ‘Feder’ zu und führen mit aslaw. pero ‘Schreibfeder, Federkiel’, russ. peró (перо) ‘Feder’ auf die Wurzel ie. *per(ə)- ‘hinüberführen, -kommen, fliegen’ (s. ↗fahren). Die Benennung der Pflanze knüpft an die charakteristische federähnliche Blattform an. Farnkraut n. (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Farn · ↗Farnkraut
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alge Azalee Bananenstaude Birke Blütenpflanze Bärlapp Efeu Flechte Gestrüpp Gras Heidekraut Kaktus Konifere Liane Lilie Maiglöckchen Moos Orchidee Palme Schachtelhalm Schlingpflanze Staude Strauch Unterholz hüfthoch mannshoch meterhoch sprießen wuchern überwuchern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Farn‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Inzwischen siedelte sich auch ein Farn an, die Ecke war ja nicht leer.
Der Tagesspiegel, 08.09.2002
Blickt man von oben auf das Meer herab, wirken die Hänge grün, unterbrochen nur von Flecken rostroten Farns.
Süddeutsche Zeitung, 19.03.2002
Der Algenstamm ließ in der Folge einerseits die Moose und andererseits die Farne hervorgehen.
Reinhardt, Ludwig: Vom Nebelfleck zum Menschen, München: Reinhardt 1909, S. 31
Er ging steil nach unten und war von Farnen und Ginsterbüschen überwuchert.
Held, Kurt: Die rote Zora und ihre Bande, Aarau: Sauerländer 1989 [1941], S. 132
Bunte Nesseln leuchteten neben den Farnen und eilten von hier den Sträuchern zu.
Meisel-Hess, Grete: Die Intellektuellen. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 10964
Zitationshilfe
„Farn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Farn>, abgerufen am 10.12.2019.

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