Fastnachtspiel

Alternative SchreibungFastnachtsspiel
GrammatikSubstantiv
WorttrennungFast-nacht-spiel ● Fast-nachts-spiel (computergeneriert)
WortzerlegungFastnachtSpiel
eWDG, 1967

Bedeutung

nichtgeistliches Drama des Spätmittelalters, das, ursprünglich zur Fastnachtszeit aufgeführt, menschliche Schwächen, Vorgänge des täglichen Lebens, soziale und kirchliche Missstände derbkomisch darstellt
Beispiele:
ein Fastnachtsspiel/Fastnachtspiel von Hans Sachs
Fastnachtsspiele, die derbe Streit- und Gerichtsszenen zum Inhalt haben
die Verfasser vieler Fastnachtsspiele sind anonym

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Von Nürnberger „Fastnachtspielen“ sind, wie es heißt, an die 150 erhalten.
Die Zeit, 26.02.1973, Nr. 09
Hans Sachs ist mit 85 Fastnachtspielen maßgebend und baut 1533-60 die derbkomische Situation zu einer lebendigen, mehrgliedrigen Handlung aus.
Flemming, W.: Reformationszeit. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 585
Fastnachtspiele, die Anfänge des deutschen Lustspiels, als bürgerliche Belustigungen zur Fastnachtzeit im 15. Jahrh. entstanden, im 17. Jahrh. wieder verschwunden.
o. A.: F. In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 12647
In dems. Jh. wurden Fastnachtspiele aufgef., im 16. Jh. Schulkomödien.
Leichter, Karl: Reval. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1979], S. 39050
Zitationshilfe
„Fastnachtspiel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fastnachtspiel>, abgerufen am 18.03.2019.

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