Fatum, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Fatums · Nominativ Plural: Fata
Aussprache
WorttrennungFa-tum (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben Schicksal, Geschick
Beispiele:
das eiserne, blinde Fatum
sein Fatum ereilte ihn
die Griechen setzten über die Götter das Fatum
an ein, das Fatum glauben
im Mittelpunkt der Novelle steht das Ausgeliefertsein des Menschen an ein über ihn verhängtes Fatum
sie schrieben das bedauerliche Ereignis einem bösen Fatum zu
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fatum n. ‘Götterspruch, Schicksal, Bestimmung’. Lat. fātum wird seit dem 16. Jh. bedeutungsgetreu in dt. Schriften verwendet. Der Plur. lat. fāta wird auch für ‘Erlebnisse, Abenteuer’ üblich. Für den heute ausschließlich gebrauchten Singular werden die lat. Flexionsformen erst im 19. Jh. aufgegeben. Der Begriff des Fatums steht in Diskrepanz zur Vorstellung der christlichen Vorsehung (s. ↗fatal).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bestimmung · Fatum · ↗Fügung · ↗Geschick · ↗Karma (buddh.) · ↗Kismet (islam.) · ↗Los · ↗Prädestination · ↗Schicksal · ↗Schickung · ↗Vorbestimmung · ↗Vorherbestimmung · ↗Vorsehung · ↗Zufall
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Faktum Oase See-Fahrer Seefahrer Wirklichkeit Wüste Zufall antik auftauchen blind bös entpuppen erscheinen erweisen flimmern hinnehmen leuchten schweben unabwendbar unausweichlich unentrinnbar wirken wunderlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fatum‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Niemals liefert das, was heute geschieht, uns einem Fatum aus.
Die Welt, 17.10.2001
Bonns Fatum hängt an der Koalition, nicht an dem Kanzler von morgen.
Die Zeit, 10.09.1965, Nr. 37
Das mythische Schicksal, Fatum, war eins mit dem gesprochenen Wort.
Horkheimer, Max u. Adorno, Theodor W.: Dialektik der Aufklärung, Amsterdam: Querido 1947 [1944], S. 70
Nicht ein Fatum bestimmt den Lauf der Dinge, sondern Gott, der Herr der Welt.
Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 7534
Er nahm das brutale Fatum und Faktum nicht hin, er weigerte sich, davor abzudanken.
Mann, Thomas: Der Zauberberg, Gütersloh: Bertelsmann 1998 [1924], S. 310
Zitationshilfe
„Fatum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fatum>, abgerufen am 17.02.2019.

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