Favoritin, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungFa-vo-ri-tin (computergeneriert)
WortzerlegungFavorit-in
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

favorisieren · Favorit · Favoritin
favorisieren Vb. ‘begünstigen, bevorzugen’, im 16. Jh. entlehnt aus gleichbed. afrz. frz. favoriser, das von afrz. favor ‘Gunst’ (lat. favor) abgeleitet ist. Favorit m. ‘Günstling, Liebling’ (17. Jh.), ‘aussichtsreichster Teilnehmer im Wettkampf’ (19. Jh.), Entlehnung aus frz. favori oder unmittelbar aus diesem zugrundeliegendem ital. favorito ‘bevorzugte Person, Günstling’, Substantivierungen von frz. favori (favorite f.), ital. favorito ‘beliebt, bevorzugt’, letzteres eigentlich Part. Perf. von ital. favorire ‘begünstigen’, zu ital. favore, lat. favor ‘Gunst’ (s. oben). Die spezifische Bedeutung in der Sportsprache erhält das Wort unter dem Einfluß von engl. favourite, das zunächst für das Rennpferd, auf das die meisten setzen, gebraucht (19. Jh.), im 20. Jh. auf den Teilnehmer im sportlichen Wettkampf mit den besten Gewinnchancen erweitert wird. Favoritin f. ‘Begünstigte, Geliebte einer hochstehenden Persönlichkeit’ (18. Jh., vgl. frz. favorite, ital. favorita), ‘aussichtsreichste Wettkampfteilnehmerin’ (20. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Berlin-Marathon Bürde Europameisterin Freistil Gestüt Goldmedaille Match Mehrkampf Ministeramt Nachfolge Olympiasieg Olympiasiegerin Parteivorsitz Schwedin Siegerin Stichwahl Stute Sultan Super-G Titelverteidigerin Turniersieg Weltmeisterin Weltranglistenerste bezwingen erklärt geschlagen haushoch heiß klar patzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Favoritin‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei den Frauen machten die kanadischen Favoritinnen den Sieg unter sich aus.
Die Zeit, 26.01.2013 (online)
In dieser Form ist sie bei der WM Favoritin auf Gold.
Bild, 24.07.1997
Sie will keine Favoritin sein, aber sie muß dazu gemacht werden.
Süddeutsche Zeitung, 25.01.1996
Sie sah wie eine Prinzessin aus, oder noch eher wie die Favoritin oder Lieblingstochter des Staatspräsidenten.
Widmer, Urs: Im Kongo, Zürich: Diogenes 1996, S. 125
Promiskuität wäre genau so gut wie Keuschheit, wenn sie nicht so leicht in eine Wirtschaft von Favoritinnen und Lieblingsfrauen ausarten würde.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 144
Zitationshilfe
„Favoritin“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Favoritin>, abgerufen am 23.02.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Favoritentöter
Favoritensterben
Favoritensieg
Favoritenschreck
Favoritenrolle
Favus
Fax
Faxanschluss
Faxe
faxen