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Federball, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Federball(e)s · Nominativ Plural: Federbälle
Aussprache 
Worttrennung Fe-der-ball
Wortzerlegung Feder1 Ball1
Wortbildung  mit ›Federball‹ als Erstglied: Federballschläger · Federballspiel
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
leichter, zur Stabilisierung des Fluges mit Federn oder einem entsprechenden Ersatz ausgestatteter kleiner Gummiball
2.
dem Tennis verwandtes Spiel, bei dem ein Federball von den Spielenden mit Schlägern über ein gespanntes Netz hin- und hergeschlagen wird
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Feder · federn · Federball · Federfuchser · Federlesen
Feder f. ‘aus hornartiger Substanz bestehende Körperbedeckung der Vögel, Schreibinstrument’, vielfach übertragen auf Zubehörteile in verschiedenen Funktionsbereichen mit der Eigenschaft, nach Belastung in die ursprüngliche Form zurückzuschnellen, ahd. fedara (10. Jh.), mhd. veder(e), asächs. feðera, mnd. mnl. vēder(e), nl. ve(d)er, aengl. feþer, engl. feather, anord. fjǫðr (germ. *feþrō) und aind. pátati ‘fliegt, schwebt, fällt’, pataráḥ ‘fliegend’, griech. pétesthai (πέτεσθαι) ‘fliegen’, ptḗsis (πτῆσις) ‘Flug’, ptṓsis (πτῶσις) ‘Fall’, pterón (πτερόν), lat. penna (aus *petnā) ‘Flügel, Feder’ führen auf eine Wurzel ie. *pet(ə)- ‘auf etw. los-, niederstürzen, fliegen, fallen’. Als Bezeichnung für den zum Schreiben angeschnittenen Federkiel (vgl. ahd. skrībfedara, mhd. schrībveder) geht Feder auch auf das später (um 1800) aus Metall hergestellte Schreibwerkzeug über. Ebenso dürfte die Elastizität der Vogelfeder als Anregung für die Übertragung der Bezeichnung auf die elastischen Vorrichtungen im technischen Bereich gedient haben (17. Jh.). – federn Vb. ‘sich elastisch auf und ab (hin und her) bewegen’ (Anfang 19. Jh.). Federball m. ‘mit einem Federkranz umgebener kleiner Spielball’ (18. Jh.; dazu s. auch Badminton). Federfuchser m. ‘pedantische Schreibernatur, Buchstabenkrämer’ (18. Jh.; wohl zu fucken ‘unruhig hin und her fahren’, s. fuchsen). Federlesen n. heute in der Wendung nicht viel Federlesen(s) machen ‘keine großen Umstände, wenig Aufhebens machen’, spätmhd. vederlesen ‘Schmeichelei, übermäßiger Diensteifer’, eigentlich übereifriges Absammeln von Federn (Fusseln) vom Gewand eines Höhergestellten.

Thesaurus

Sport
Synonymgruppe
Badminton · Federball · Federballspiel
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Federball‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Federball‹.

Verwendungsbeispiele für ›Federball‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich wünschte mir, daß ich sie dazu kriegen könnte, am Abend mit mir Federball zu spielen. [Brussig, Thomas: Wasserfarben, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1991], S. 178]
In der Balz verwandelt er sich in einen schneeweißen Federball. [Dathe, Heinrich: Wegweiser durch den Tierpark, Berlin: OV 1976, S. 26]
Dann spielt er seinen Studenten das Wort wie einen sommerlichen Federball zu. [Die Zeit, 11.03.1994, Nr. 11]
Ich möchte wieder für ihn kochen und mit ihm Federball spielen. [Die Zeit, 30.03.2009, Nr. 13]
Noch nie vorher war das Mädchen im Zoo, noch nie hat sie sich ein Buch in der Bibliothek ausgeliehen oder Federball gespielt. [Die Zeit, 03.07.2007 (online)]
Zitationshilfe
„Federball“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Federball>.

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