Fee, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Fee · Nominativ Plural: Feen
Aussprache
Wortbildung mit ›Fee‹ als Erstglied: ↗Feenkönigin · ↗Feenmärchen · ↗Feenpalast · ↗Feenreich · ↗Feenreigen · ↗feenhaft
 ·  mit ›Fee‹ als Letztglied: ↗Meerfee · ↗Märchenfee · ↗Puppenfee · ↗Putzfee · ↗Waldfee · ↗Wasserfee
eWDG, 1967

Bedeutung

schöne, meist gutgesinnte und hilfreiche weibliche Märchengestalt, Sagengestalt, die mit Zauberkräften begabt ist
Beispiele:
eine gütige, freundliche, böse, unsichtbare Fee
die Fee erfüllte alle Wünsche
Irgendeine Fee scheint Ordnung gemacht zu haben [FrischStiller475]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fee · feenhaft
Fee f. mit Schönheit und Wunderkraft begabtes weibliches Märchenwesen. Entsprechend der unterschiedlichen Vorliebe für Märchengestalten in bestimmten literarischen Epochen wird Fee, für das es im Dt. keine adäquate Entsprechung gibt, zweimal ins Dt. entlehnt. Zuerst gelangt das auf spätlat. Fāta ‘Schicksalsgöttin’ (s. ↗Fata Morgana) beruhende afrz. fee, wohl über eine landschaftliche Nebenform mit unorganischem -i- (vgl. féye, faye, fâie u. ä. in modernen ostfrz. Mundarten), als mhd. feie, fei (auch feine) in die höfische Dichtung. Das Wort hält sich im Dt. bis etwa ins 16. Jh., in der Zusammensetzung Meerfei, Meerfein(e) noch darüber hinaus (s. ↗feien). Neue Aktualität erlangen Feen im 18. Jh. unter dem Einfluß engl. und frz. Literatur. Einige Autoren bemühen sich bewußt um eine Wiederbelebung von Fei; als überlegen erweist sich jedoch im Laufe des 19. Jhs. das im 18. Jh. aus frz. fée entlehnte Fee. Eine Reihe von Komposita des 18./19. Jhs. dokumentiert die literarische Beliebtheit, vgl. Feenland, Feenpalast, Feenreich, Feenkönigin, auch Feerie (Feerei). Größere Verbreitung erlangt feenhaft Adj. ‘feengleich, anmutig, wunderbar’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(gute) Fee · Albe · ↗Elb · ↗Elbe (Tolkien) · ↗Elfe · ↗Luftgeist · ↗Sylphe
Oberbegriffe
Assoziationen
Antonyme
  • (gute) Fee

Typische Verbindungen
computergeneriert

Drache Druide Einhörner Elfe Fabelwesen Faun Fee Gnome Hexe Kobold Kuß Liebesverbot Märchen Nixe Nymphe Riese Ritter Seeräuber Troll Wiege Zauberer Zwerg blond bös böse dreizehnt gütig tanzend unwissend verzaubern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fee‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gleich drei Feen schliefen da oben, er hatte sich immer schon gefragt, wie sie in den Bäumen schlafen konnten, ohne herunterzufallen.
Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 930
Wie eine Fee schwebtest du mit mir durch die Straßen Kölns.
Bild, 05.09.2001
Die Fee fährt jeden Morgen so gegen 9 Uhr zur Arbeit.
Der Tagesspiegel, 14.11.2000
Der artigen Kindern gegenüber zeigt sie sich als gute Fee.
o. A. [dd]: Befana. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1982]
Sie lägen vorbereitet vor ihm, langer Hand hingehängt von seiner guten Fee.
Jacques, Norbert: Dr. Mabuse, der Spieler, Gütersloh: Bertelsmann 1961 [1920], S. 18
Zitationshilfe
„Fee“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fee>, abgerufen am 17.09.2019.

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