Feige, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Feige · Nominativ Plural: Feigen
Aussprache
WorttrennungFei-ge
Wortbildung mit ›Feige‹ als Erstglied: ↗Feigenbaum · ↗Feigenblatt · ↗Feigenkaffee
 ·  mit ›Feige‹ als Letztglied: ↗Trockenfeige
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Botanik in sehr vielen Arten überwiegend in den Tropen vorkommende, als Baum, Strauch oder Schlingpflanze wachsende, meist Milchsaft enthaltende (auch als Ziergewächs kultivierte) Pflanze mit immergrünen Blättern; Ficus
2.
Feigenbaum
3.
Frucht des Feigenbaums
4.
a)
derb Vulva
b)
derb, abwertend Hure
5.
Jägersprache
a)
Brunft-, Brunstfeige
b)
Feigenblatt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Feige · Feigenblatt
Feige f. Frucht des Feigenbaumes, ahd. (9. Jh.), asächs. fīga, mhd. mnd. vīge sind über das Galloroman. (vgl. aprov. figa, fia, afrz. fie, dann unter aprov. Einfluß figue) oder obital. Formen (mit inlautendem g) aus spätlat. fīca, lat. fīcus entlehnt. Lat. fīcus ‘Feigenbaum, Feige’ stammt aus einer Mittelmeer- oder kleinasiat. Sprache. Feigenblatt n. Blatt des Feigenbaumes, spätmhd. vīgenblat (Mitte 14. Jh.) wird durch Luthers Bibelübersetzung zum Inbegriff schamhafter Verhüllung (1. Mos. 3, 7: folia ficus, feigenbletter); s. auch ↗Ohrfeige.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ananas Apfelsine Aprikose Dattel Granatapfel Haselnuß Kiwi Mandel Mango Maulbeerbaum Maulbeere Melone Nuß Oleander Olive Orange Pfirsich Pflaume Pistazie Portwein Quitte Rosine Tapfere Traube Vanilleeis Weintraube Ziegenkäse Zitrone getrocknet mariniert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Feige‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Darauf legt man die Feigen, die man zuvor geviertelt hat.
Die Zeit, 30.09.2012, Nr. 40
Köstliche reife Feigen hängen an dem Baum, unter welchem er geschlafen hat.
Süddeutsche Zeitung, 27.12.1995
Sowohl das Milchserum wie auch die Feige ist reich an leicht aufnehmbarem Kalk.
Buchinger, Otto: Das Heilfasten und seine Hilfsmethoden als biologischer Weg, Stuttgart: Hippokrates-Verl. 1982 [1935], S. 63
Man kaufte Feigen, Trauben, Orangen und trank im Stehen ein Glas.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das Gestirn des Paracelsus, München: J.F. Lehmanns 1964 [1921], S. 349
Kamele trotten, schwer beladen mit Datteln und Feigen, durch meinen dämmernden Blick.
Klabund: Kunterbuntergang des Abendlandes. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1922], S. 10449
Zitationshilfe
„Feige“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Feige>, abgerufen am 18.07.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
feig
Feiertagsstimmung
Feiertagsstille
Feiertagsruhe
Feiertagsgewand
Feigenbaum
Feigenblatt
Feigenkaffee
Feigenkaktus
Feigheit