Feigling, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Feiglings · Nominativ Plural: Feiglinge
Aussprache
WorttrennungFeig-ling
Wortzerlegungfeige-ling
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend feiger Mensch
Beispiele:
jmd. ist ein, erweist sich als (ausgemachter) Feigling
schäm dich, du Feigling!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

feige · Feigheit · Feigling
feige Adj. ‘ängstlich, nicht mutig’, ahd. feigi ‘zum Tode bestimmt, dem Tode nahe, gottlos’ (8./9. Jh.), mhd. veige ‘zum Tode bestimmt, verwünscht, eingeschüchtert, furchtsam, biegsam, schlank’, asächs. fēgi, mnd. vēge, mnl. vēghe, veighe, nl. veeg, aengl. fǣge, anord. feigr, schwed. feg (‘mutlos’), germ. *feigja- ‘todgeweiht’ stehen in grammatischem Wechsel zu den unter ↗Fehde (s. d.) behandelten Adjektiven der Bedeutung ‘feindlich, feindselig’. Der Feind ist in der Regel ‘zum Tode bestimmt’ (noch im 16. Jh. bezeugt), daher auch ‘verzagt’ und ‘ängstlich’. Diese Bedeutung (zuerst Ende 13. Jh.) wird durch Luthers Bibelübersetzung verbreitet, muß aber 1523 im Obd. noch durch verzagt, erschrocken erklärt werden. Feigheit f. ‘Ängstlichkeit, Mutlosigkeit’, mhd. veicheit ‘Zustand des Feigseins, Unheil’. Feigling m. ‘wer Angst hat’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Duckmäuser  ●  Feigling  Hauptform · ↗(ein) Trauminet  ugs., österr. · ↗Angsthase  ugs. · ↗Bangbüx  ugs. · ↗Hasenfuß  ugs. · ↗Hosenscheißer  derb · ↗Memme  ugs. · ↗Schisser  derb · Seicherl  ugs., österr.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Achse Angsthase Ansammlung Deserteur Draufgänger Drückeberger Duckmäuser Held Heuchler Judas Lügner Memme Narr Opportunist Saboteur Schwächling Vaterlandsverräter Verräter Versager Zauderer Zwerg abstempeln aufsässig beschimpfen elend erbärmlich geliebt gesichtslos großmäulig mies

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Feigling‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Warum bin ich ein solcher Feigling und schlucke alle Probleme runter?
Bild, 05.02.2001
Sonst wird die Erde untergehen und du wirst sterben wie ein Feigling.
Süddeutsche Zeitung, 23.03.1996
Als Spieler war er schon ein Feigling, hinterlistig und versteckt.
Die Welt, 08.11.2000
Was war er doch für ein Feigling, dachte er plötzlich, wütend auf sich selbst.
Biller, Maxim: Horwitz erteilt Lubin eine Lektion. In: ders., Wenn ich einmal reich und tot bin, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1990, S. 26
Staubfinger, der Feigling, würde zurückgehen in die Höhle des Löwen.
Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 285
Zitationshilfe
„Feigling“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Feigling>, abgerufen am 22.01.2019.

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