Feile, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Feile · Nominativ Plural: Feilen
Aussprache
WorttrennungFei-le
Wortbildung mit ›Feile‹ als Erstglied: ↗Feilenhauer  ·  mit ›Feile‹ als Letztglied: ↗Dreikantfeile · ↗Halbrundfeile · ↗Nadelfeile · ↗Nagelfeile · ↗Rundfeile · ↗Schruppfeile · ↗Vierkantfeile
eWDG, 1967

Bedeutung

spanabhebendes Werkzeug aus gehärtetem Stahl mit vielen zahnartigen Schneiden, das zum Bearbeiten, Glätten besonders von Holzflächen, Metallflächen dient
Beispiele:
eine scharfe, stumpfe, grobe Feile
die Feile ist abgebrochen
ein Werkstück mit der Feile bearbeiten
übertragen die (letzte) Feile an etw. legenetw. bis zur letzten Vollkommenheit ausfeilen, glätten
Beispiele:
die letzte Feile an ein Gedicht legen
dem Aufsatz fehlt die letzte Feile
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Feile · feilen
Feile f. ‘Werkzeug aus Stahl zur glättenden Oberflächenbearbeitung’, ahd. fīhala (um 800), mhd. mnd. mnl. vīle, asächs. fīla, nl. vijl, aengl. fīl, engl. file und (mit Wechsel zwischen f und þ) anord. þēl (?). Herkunft ungeklärt. Geht man von germ. *finh(i)lō aus und vergleicht aind. piṁśáti ‘haut aus, schneidet zurecht’, griech. pikrós (πικρός) ‘scharf, bitter’, lat. pingere ‘malen, sticken mit der Nadel’, aslaw. pьsati, russ. pisát’ (писать) ‘schreiben’, so kann auf die Wurzel ie. *peik̑- (neben *peig-) ‘kennzeichnen durch Einritzen oder Färben, buntfarbig’ (s. ↗Feh) zurückgegangen werden. feilen Vb. ‘mit der Feile glätten’, ahd. fīhalōn (9. Jh.), mhd. vīlen ‘feilen, ritzen’.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Feiler will, dass seine Musik wehtut, und wenn es um Liebe geht, ist diese immer weit weg.
Die Zeit, 23.10.2008, Nr. 44
In weiteren thematische Führungen zeigt Jana Feiler Schülern der 1.
Der Tagesspiegel, 07.12.2004
Außerhalb dieser Zeit sieht es allerdings für Wirtin Monika Feiler nicht rosig aus.
Die Welt, 16.07.1999
Gemeinsam mit Christel Feiler vom mobilen Theater "Die Trampelmusen", haben die Kinder Szenen ausgearbeitet.
Süddeutsche Zeitung, 07.05.1999
Herta Feiler, Attila Hörbiger, Oskar Sima und Fritz Rasp spielen die Hauptrollen.
o. A.: 1939. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1983], S. 4863
Zitationshilfe
„Feile“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Feile>, abgerufen am 21.08.2019.

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