Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Feile, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Feile · Nominativ Plural: Feilen
Aussprache 
Worttrennung Fei-le
Wortbildung  mit ›Feile‹ als Erstglied: Feilenhauer · Feilenheft  ·  mit ›Feile‹ als Letztglied: Dreikantfeile · Eisenfeile · Flachfeile · Grobfeile · Halbrundfeile · Handfeile · Nadelfeile · Nagelfeile · Rundfeile · Schlichtfeile · Schruppfeile · Vierkantfeile
 ·  mit ›Feile‹ als Grundform: feilen
eWDG

Bedeutung

spanabhebendes Werkzeug aus gehärtetem Stahl mit vielen zahnartigen Schneiden, das zum Bearbeiten, Glätten besonders von Holzflächen, Metallflächen dient
Beispiele:
eine scharfe, stumpfe, grobe Feile
die Feile ist abgebrochen
ein Werkstück mit der Feile bearbeiten
übertragen die (letzte) Feile an etw. legenetw. bis zur letzten Vollkommenheit ausfeilen, glätten
Beispiele:
die letzte Feile an ein Gedicht legen
dem Aufsatz fehlt die letzte Feile
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Feile · feilen
Feile f. ‘Werkzeug aus Stahl zur glättenden Oberflächenbearbeitung’, ahd. fīhala (um 800), mhd. mnd. mnl. vīle, asächs. fīla, nl. vijl, aengl. fīl, engl. file und (mit Wechsel zwischen f und þ) anord. þēl (?). Herkunft ungeklärt. Geht man von germ. *finh(i)lō aus und vergleicht aind. piṁśáti ‘haut aus, schneidet zurecht’, griech. pikrós (πικρός) ‘scharf, bitter’, lat. pingere ‘malen, sticken mit der Nadel’, aslaw. pьsati, russ. pisát’ (писать) ‘schreiben’, so kann auf die Wurzel ie. *peik̑- (neben *peig-) ‘kennzeichnen durch Einritzen oder Färben, buntfarbig’ (s. Feh) zurückgegangen werden. – feilen Vb. ‘mit der Feile glätten’, ahd. fīhalōn (9. Jh.), mhd. vīlen ‘feilen, ritzen’.

Typische Verbindungen zu ›Feile‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Feile‹.

Verwendungsbeispiele für ›Feile‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Letztlich, ist Woods sicher, hat sich das Feilen an der Technik ausgezahlt. [Süddeutsche Zeitung, 17.07.1998]
Der Verlag weiß es und legt deswegen eine Feile bei. [Die Zeit, 05.03.1965, Nr. 10]
Bald beginnt die Suche nach Investoren und Architekten, das Feilen am Detail. [Süddeutsche Zeitung, 15.05.1997]
Politik ist eine stumpfe Feile, sie schabt und bohrt und erreicht nur allmählich ihr Ziel. [Die Welt, 08.06.1999]
Gegen Morgen schlief der Herr, Holz und Feile und Hammer zwischen den gichtigen Fingern, ein. [Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 696]
Zitationshilfe
„Feile“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Feile>.

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