Fettigkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Fettigkeit · Nominativ Plural: Fettigkeiten
Aussprache
WorttrennungFet-tig-keit (computergeneriert)
Wortzerlegungfettig-keit
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
fettiger Zustand
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
die Fettigkeit des Haares
Zudem strotzte alles von Fettigkeit und Schmutz [I. SeidelLabyrinth33]
2.
umgangssprachlich Speisefette aller Art
Grammatik: meist im Plural
Beispiele:
Fettigkeiten waren knapp, rationiert
Die Bauernsöhne ... die von zu Hause Fettigkeiten geschickt erhalten [RemarqueIm Westen191]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

fett · Fett · fetten · fettig · Fettigkeit · Fettnäpfchen
fett Adj. ‘sehr beleibt, dick, fetthaltig (von Speisen)’. Das ursprünglich nur nd. Adjektiv (gegenüber hd. feist), vgl. mnd. vet, nd. fett, mnl. nl. vet, ist wie die unter ↗feist (s. d.) genannten Formen durch Kontraktion der Partizipialform germ. *faitiða- entstanden. Seit dem 14. Jh. ist fett in md. Texten nachzuweisen, seine Ausbreitung in das hd. Sprachgebiet nimmt durch Luther zu; heute allgemein üblich. Aus dem Adjektiv gebildet Fett n. ‘organisches (aus Estern des Glyzerins und Fettsäuren bestehendes, tierisches oder pflanzliches) Produkt’, mnd. vet, vette, nl. vet, im Hd. zuerst im 15. Jh. Häufig in Redensarten (ursprünglich wohl abschwächend für ‘Schläge, Prügel’) sein Fett kriegen (18. Jh.), jmdm. sein Fett geben (19. Jh.). fetten Vb. ‘mit Fett versehen’, mhd. vetten, vetzen, mnd. vetten. fettig Adj. ‘fett (von Speisen), mit Fett beschmiert’ (16. Jh.). Fettigkeit f. ‘Fettsein’, spätmhd. veticheit (14. Jh.). Fettnäpfchen n. ‘Behälter für Fett’; ins Fettnäpfchen treten, eigentlich wohl in den Napf mit Stiefelfett, dann übertragen ‘sich ungeschickt verhalten, sich unbeliebt machen’ (19. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie außerordentlich muß also die Größe und Fettigkeit der Früchte im Gottesreich sein!
Pöhlmann, Robert von: Geschichte der sozialen Frage und des Sozialismus in der antiken Welt - Zweites Buch. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 14990
Was, schließlich, ist eine Fettigkeit von Beuys schon gegen die Land-Art zur See des Öls von Exxon!
konkret, 1989
Daß man heute mit Geld allein nichts ausrichten kann, daß Vitamine, Kalorien und sonstige Fettigkeiten im Hintergrund stehen müssen, wissen wir ja alle.
Die Zeit, 03.10.1946, Nr. 33
Zitationshilfe
„Fettigkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fettigkeit>, abgerufen am 06.12.2019.

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