Feuchtigkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Feuchtigkeit · Nominativ Plural: Feuchtigkeiten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungFeuch-tig-keit
Wortzerlegungfeucht-igkeit
Wortbildung mit ›Feuchtigkeit‹ als Erstglied: ↗Feuchtigkeitsanzeiger · ↗Feuchtigkeitsaufnahme · ↗Feuchtigkeitscreme · ↗Feuchtigkeitscrème · ↗Feuchtigkeitsgehalt · ↗Feuchtigkeitsgrad · ↗Feuchtigkeitsmesser · ↗Feuchtigkeitsniederschlag · ↗feuchtigkeitsbeständig
 ·  mit ›Feuchtigkeit‹ als Letztglied: ↗Baufeuchtigkeit · ↗Bodenfeuchtigkeit · ↗Luftfeuchtigkeit
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
geringe Nässe
Beispiele:
das Löschblatt, Tuch saugt die Feuchtigkeit auf
Naturbims enthält sehr feine ... Poren, die leicht Wasser ansaugen, aber nur langsam die Feuchtigkeit wieder abgeben [Wissenschaft und Fortschritt1956]
2.
Gehalt an 1
Beispiel:
die Feuchtigkeit des Bodens, Holzes
Meteorologie Wasserdampfgehalt der Luft, Luftfeuchtigkeit
Beispiele:
die absolute, relative Feuchtigkeit
die Feuchtigkeit messen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

feucht · Feuchte · Feuchtigkeit · feuchten
feucht Adj. ‘etwas naß’, ahd. fūht, fūhti ‘naß, bewässert’ (8. Jh.), mhd. viuhte, mnd. vucht, vüchte, mnl. vocht, vucht, nl. vocht, aengl. fūht gehören zur schwundstufigen Form der unter ↗Fenn (s. d.) behandelten Wurzel ie. *pen- ‘Schlamm, Sumpf, Wasser, feucht’. Ausfall des Nasals (germ. *funhti-?) führt zur Dehnung des Vokals. Feuchte f. ‘leichte Nässe’, ahd. fūhtī ‘Flüssigkeit, Feuchtigkeit, Naß’ (8. Jh.), mhd. viuhte, im Nhd. weitgehend abgelöst durch Feuchtigkeit f. mhd. viuhtecheit, Ableitung von mhd. viuhtec, viuhtic Adj. ‘feucht’. feuchten Vb. ‘naß werden, machen’, ahd. fūhten ‘benetzen, naß sein, befeuchten’ (um 800), mhd. viuhten, nhd. meist in Präfixverben wie an-, befeuchten (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Feuchtigkeit · ↗Nass · ↗Nässe
Assoziationen
  • Kieselgel · Kieselsäuregel · Silicagel · Silikagel
  • Staunässeboden · Stauwasserboden

Typische Verbindungen zu ›Feuchtigkeit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eindringen Frost Hitze Kälte Kühle Luftdruck Mauerwerk Nährstoff Schimmelbildung Schmutz Staub Temperatur Temperaturschwankungen Trockenheit Wärme aufquellen aufsaugen aufsteigend durchlassen eindringen eindringend entweichen gefrieren kondensieren saugen speichern verdampfen verdunsten wegtransportieren überschüssig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Feuchtigkeit‹.

Verwendungsbeispiele für ›Feuchtigkeit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es roch nach Regen, nach aus der Erde aufsteigender Feuchtigkeit.
Düffel, John von: Houwelandt, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2004, S. 117
Die Kühle der verschwimmenden Nacht und die spärliche Feuchtigkeit des Morgentaus hielten sich nicht lange.
Düffel, John von: Vom Wasser, München: dtv 2006, S. 233
Bei guter Feuchtigkeit steckten die Pflanzen vorschriftsmäßig die Köpfe ihrer zarten Blätter empor.
Hahn, Christian Diederich: Bauernweisheit unterm Mikroskop, Oldenburg i.O.: Stalling 1943 [1939], S. 176
Nahe aber tropfte die mütterliche Feuchtigkeit aus den geöffneten Äderchen des Berges.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das Gestirn des Paracelsus, München: J.F. Lehmanns 1964 [1921], S. 339
Unten im Wohnzimmer dunsteten die frisch gefegten Dielen noch von Feuchtigkeit.
Wassermann, Jakob: Caspar Hauser, Berlin: Aufbau-Verl. 1987 [1908], S. 237
Zitationshilfe
„Feuchtigkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Feuchtigkeit>, abgerufen am 19.01.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
feuchtheiß
Feuchtgebiet
feuchtfröhlich
feuchten
Feuchte
Feuchtigkeitsabschlag
Feuchtigkeitsanzeiger
Feuchtigkeitsaufnahme
feuchtigkeitsbeständig
Feuchtigkeitscrème