Feuerung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Feuerung · Nominativ Plural: Feuerungen
Aussprache
WorttrennungFeu-erung · Feue-rung
Wortbildung mit ›Feuerung‹ als Letztglied: ↗Gasfeuerung · ↗Holzfeuerung · ↗Kohlenfeuerung · ↗Kohlenstaubfeuerung · ↗Ölfeuerung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Brennmaterial
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
die Feuerung ist knapp
Feuerung für den Winter besorgen, heranschaffen
die Feuerung aus dem Keller holen
2.
Teil von Öfen, Kesseln, in dem die Verbrennung erfolgt
Beispiele:
es kommt zu viel Luft in die Feuerung
den Rost der Feuerung reinigen
eine Anlage mit modernster Feuerung
3.
das Feuern, Heizen
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
bei geschickter, langsamer Feuerung kann man Kohle einsparen
Um elf Uhr nachts übernahm ich die Wache samt der Feuerung [DodererLederbeutelchen102]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Feuer · feuern · Feuerung · feurig · Feuerprobe · Feuerstein · Feuerwehr · Feuerwerk · Feuerzeug
Feuer n. ‘Brand, Flammenbildung’, ahd. fiur (8. Jh.), mhd. viur, viwer, viuwer, asächs. fiur, mnd. vǖr, mnl. vuur, vier, nl. vuur, aengl. fȳr, engl. fire, anord. fūrr, fȳrr. Verwandt sind griech. pȳ́r (πῦρ), umbr. pir, tschech. (älter) pýř, die auf einen ursprünglich heteroklitischen r-/n-Stamm ie. *peu̯ōr, *pū̌r, Genitiv *punés zurückgehen; den n-Stamm bewahren got. fōn, vielleicht auch anord. funi ‘Feuer’ und (mit k-Suffix) ↗Funke (s. d.). Die etymologische Entwicklung der genannten Formen ist im einzelnen undurchsichtig; sie dürfte von morphologischen Einflüssen bestimmt worden sein. Vgl. Bammesberger Die Morphologie des urgerm. Nomens (1990) 205. feuern Vb. ‘Feuer machen’, ahd. fiurēn ‘glühen, Flammen, Feuer speien’ (um 800), fiuren ‘glühend machen’ (10. Jh.), mhd. viuren; im Sinne von ‘schießen’ seit dem 17. Jh. Feuerung f. ‘das Heizen, Brennstoff’, älter ‘Feuer, Brand’ (Ende 15. Jh.). feurig Adj. ‘brennend, glühend, temperamentvoll’, mhd. viurec, viuric. Feuerprobe f. ‘Metallprüfung durch Feuereinwirkung’ (17. Jh.), erst spät auch Bezeichnung für das mittelalterliche Gottesurteil (18. Jh.). Feuerstein m. knollenförmiger, dunkler Kieselsäurestein zum Feuerschlagen, ahd. fiurstein (Hs. 12. Jh.), mhd. viurstein. Feuerwehr f. ‘zur Brandbekämpfung ausgebildete Mannschaft und ihre Gerätschaften’ (1841). Feuerwerk n. ‘Erzeugung farbiger Lichteffekte’ (16. Jh.), beim Aufkommen der Feuerwaffen auch im Sinne von ‘Munition’; vgl. spätmhd. viurwerc ‘Brennmaterial’. Feuerzeug n. ‘Gerät zum Erzeugen von Feuer’ (d. i. Stahl, Stein, Zunder, schließlich mit Hilfe von Benzin oder Gas), spätmhd. viurziuc.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kraftwerk Winter sparen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Feuerung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alles war teuer, besonders die Feuerung, und alles mußte für den baren Groschen gekauft werden.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
In einem Betrieb hätten Kontrolleure auch Kunststoffreste unter dem für die Feuerung vorgesehenen Holz entdeckt.
Süddeutsche Zeitung, 27.10.1999
Es gibt keinen Strom und keine andere Feuerung als getrockneten Mist.
Die Zeit, 23.12.1977, Nr. 52
Ewig jedoch steht der Heizer an der Feuerung und schiebt dem nimmersatten Raubtier neues und neues Futter zu.
Kisch, Egon Erwin: Der rasende Reporter, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1925], S. 147
Die Störung ereignete sich, als die Feuerung der Lichterfelder Anlagen auf schwefelarmes Heizöl umgestellt werden sollte.
Der Tagesspiegel, 09.01.2004
Zitationshilfe
„Feuerung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Feuerung>, abgerufen am 16.11.2019.

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