Feuerwehr, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungFeu-er-wehr (computergeneriert)
WortzerlegungFeuerWehr1
Wortbildung mit ›Feuerwehr‹ als Erstglied: ↗Feuerwehrauto · ↗Feuerwehraxt · ↗Feuerwehrball · ↗Feuerwehrbeil · ↗Feuerwehrfrau · ↗Feuerwehrglocke · ↗Feuerwehrhauptmann · ↗Feuerwehrhelm · ↗Feuerwehrleiter · ↗Feuerwehrleute · ↗Feuerwehrmann · ↗Feuerwehrspritze · ↗Feuerwehrübung
 ·  mit ›Feuerwehr‹ als Letztglied: ↗Berufsfeuerwehr · ↗Betriebsfeuerwehr · ↗Hilfsfeuerwehr · ↗Jugendfeuerwehr · ↗Pflichtfeuerwehr · ↗Werkfeuerwehr · ↗Werksfeuerwehr
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
meist im Singular
Einrichtungen und Mannschaften zur Verhütung und Bekämpfung von Bränden und zum Katastropheneinsatz
Beispiele:
die freiwillige Feuerwehr
die Mannschaften, Einheiten der Feuerwehr
mein Mann ist bei der Feuerwehr
die Feuerwehr alarmieren
2.
umgangssprachlich Feuerwehrauto
Beispiele:
die Feuerwehren kamen von allen Seiten zur Brandstätte
Die junge Frau rast wie die Feuerwehr (= sehr eilig) den Bahnsteig entlang [KästnerLottchen52]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Feuer · feuern · Feuerung · feurig · Feuerprobe · Feuerstein · Feuerwehr · Feuerwerk · Feuerzeug
Feuer n. ‘Brand, Flammenbildung’, ahd. fiur (8. Jh.), mhd. viur, viwer, viuwer, asächs. fiur, mnd. vǖr, mnl. vuur, vier, nl. vuur, aengl. fȳr, engl. fire, anord. fūrr, fȳrr. Verwandt sind griech. pȳ́r (πῦρ), umbr. pir, tschech. (älter) pýř, die auf einen ursprünglich heteroklitischen r-/n-Stamm ie. *peu̯ōr, *pū̌r, Genitiv *punés zurückgehen; den n-Stamm bewahren got. fōn, vielleicht auch anord. funi ‘Feuer’ und (mit k-Suffix) ↗Funke (s. d.). Die etymologische Entwicklung der genannten Formen ist im einzelnen undurchsichtig; sie dürfte von morphologischen Einflüssen bestimmt worden sein. Vgl. Bammesberger Die Morphologie des urgerm. Nomens (1990) 205. feuern Vb. ‘Feuer machen’, ahd. fiurēn ‘glühen, Flammen, Feuer speien’ (um 800), fiuren ‘glühend machen’ (10. Jh.), mhd. viuren; im Sinne von ‘schießen’ seit dem 17. Jh. Feuerung f. ‘das Heizen, Brennstoff’, älter ‘Feuer, Brand’ (Ende 15. Jh.). feurig Adj. ‘brennend, glühend, temperamentvoll’, mhd. viurec, viuric. Feuerprobe f. ‘Metallprüfung durch Feuereinwirkung’ (17. Jh.), erst spät auch Bezeichnung für das mittelalterliche Gottesurteil (18. Jh.). Feuerstein m. knollenförmiger, dunkler Kieselsäurestein zum Feuerschlagen, ahd. fiurstein (Hs. 12. Jh.), mhd. viurstein. Feuerwehr f. ‘zur Brandbekämpfung ausgebildete Mannschaft und ihre Gerätschaften’ (1841). Feuerwerk n. ‘Erzeugung farbiger Lichteffekte’ (16. Jh.), beim Aufkommen der Feuerwaffen auch im Sinne von ‘Munition’; vgl. spätmhd. viurwerc ‘Brennmaterial’. Feuerzeug n. ‘Gerät zum Erzeugen von Feuer’ (d. i. Stahl, Stein, Zunder, schließlich mit Hilfe von Benzin oder Gas), spätmhd. viurziuc.

Thesaurus

Synonymgruppe
Feuerwehr [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Drehleiter Einsatzkraft Einsatzleiter Eintreffen Freiwilliger Großeinsatz Helfer Hilfswerk Leitstelle Löschzug Notarzt Polizei Rettungnskraft Rettungsdienst Rettungswagen Taucher alarmieren alarmiert anrücken ausrücken befreien bergen eintreffen evakuieren freiwillig löschen retten riefen rufen örtlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Feuerwehr‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Brand sei am frühen Morgen gegen 3.30 Uhr ausgebrochen, teilte die Feuerwehr mit.
Die Zeit, 25.11.2007, Nr. 48
Das Gebäude hat noch nicht gebrannt, aber die Feuerwehr war schon da.
o. A.: Einhundertsechzehnter Tag. Montag, 29. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 19250
So wie vor unsern Fenstern alle paar Tage Feuerwehr gespielt wird.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1944. In: Nowojski, Walter (Hg.), Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1944], S. 71
Auf dem Wege dahin rasten die Wagen der Feuerwehr an ihr vorüber.
Dohm, Hedwig: Christa Ruland. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 10083
Am nächsten Tag, man sah noch die Spuren der Feuerwehr im Schnee vor dem Block, brachte ich eine Mülltüte runter.
Franck, Julia: Lagerfeuer, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2003, S. 258
Zitationshilfe
„Feuerwehr“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Feuerwehr>, abgerufen am 20.08.2019.

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