Feuerzeug, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungFeu-er-zeug (computergeneriert)
WortzerlegungFeuerZeug
Wortbildung mit ›Feuerzeug‹ als Erstglied: ↗Feuerzeugbenzin  ·  mit ›Feuerzeug‹ als Letztglied: ↗Gasfeuerzeug · ↗Taschenfeuerzeug
eWDG, 1967

Bedeutung

handliches Gerät zum Erzeugen von Feuer, bei dem mit Hilfe eines Feuersteins ein Funken erzeugt wird, der den (im Docht aufsteigenden) Brennstoff entzündet
Beispiel:
das Feuerzeug funktioniert nicht
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Feuer · feuern · Feuerung · feurig · Feuerprobe · Feuerstein · Feuerwehr · Feuerwerk · Feuerzeug
Feuer n. ‘Brand, Flammenbildung’, ahd. fiur (8. Jh.), mhd. viur, viwer, viuwer, asächs. fiur, mnd. vǖr, mnl. vuur, vier, nl. vuur, aengl. fȳr, engl. fire, anord. fūrr, fȳrr. Verwandt sind griech. pȳ́r (πῦρ), umbr. pir, tschech. (älter) pýř, die auf einen ursprünglich heteroklitischen r-/n-Stamm ie. *peu̯ōr, *pū̌r, Genitiv *punés zurückgehen; den n-Stamm bewahren got. fōn, vielleicht auch anord. funi ‘Feuer’ und (mit k-Suffix) ↗Funke (s. d.). Die etymologische Entwicklung der genannten Formen ist im einzelnen undurchsichtig; sie dürfte von morphologischen Einflüssen bestimmt worden sein. Vgl. Bammesberger Die Morphologie des urgerm. Nomens (1990) 205. feuern Vb. ‘Feuer machen’, ahd. fiurēn ‘glühen, Flammen, Feuer speien’ (um 800), fiuren ‘glühend machen’ (10. Jh.), mhd. viuren; im Sinne von ‘schießen’ seit dem 17. Jh. Feuerung f. ‘das Heizen, Brennstoff’, älter ‘Feuer, Brand’ (Ende 15. Jh.). feurig Adj. ‘brennend, glühend, temperamentvoll’, mhd. viurec, viuric. Feuerprobe f. ‘Metallprüfung durch Feuereinwirkung’ (17. Jh.), erst spät auch Bezeichnung für das mittelalterliche Gottesurteil (18. Jh.). Feuerstein m. knollenförmiger, dunkler Kieselsäurestein zum Feuerschlagen, ahd. fiurstein (Hs. 12. Jh.), mhd. viurstein. Feuerwehr f. ‘zur Brandbekämpfung ausgebildete Mannschaft und ihre Gerätschaften’ (1841). Feuerwerk n. ‘Erzeugung farbiger Lichteffekte’ (16. Jh.), beim Aufkommen der Feuerwaffen auch im Sinne von ‘Munition’; vgl. spätmhd. viurwerc ‘Brennmaterial’. Feuerzeug n. ‘Gerät zum Erzeugen von Feuer’ (d. i. Stahl, Stein, Zunder, schließlich mit Hilfe von Benzin oder Gas), spätmhd. viurziuc.

Thesaurus

Synonymgruppe
Feuerzeug [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Unterbegriffe
  • Feuerpumpe · Kompressionsfeuerzeug · Luftfeuerzeug · pneumatisches Feuerzeug
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aschenbecher Benzinkanister Bierbecher Flaschenöffner Geldstücke Kasper Klicken Kugelschreiber Münze Pistolenform Plastikflasche Rasierklinge Schlüsselanhänger Streichholz Taschenmesser Wunderkerze Zigarette Zigarettenschachtel Zündholz anknipsen anzünden aufflammen bewerfen brennend entzünden hantieren kokeln schwenken zücken zündeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Feuerzeug‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein paar Gäste summen mit und halten bewegt die Feuerzeuge in die Höhe.
Die Zeit, 13.05.2008, Nr. 20
Braucht sie nicht ein Feuerzeug, um das Pulver erhitzen zu können?
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 378
Dann ging er zurück zur Party - mit einem Feuerzeug in der Hand.
Bild, 03.06.1997
Hinter ihm, in der Küche, hörte ich das Feuerzeug meiner Mutter klicken.
Rothmann, Ralf: Stier, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1991 [1991], S. 103
Er hielt ein Feuerzeug an eine Ecke des Briefes und ließ die Flammen über das Blatt züngeln.
Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 30
Zitationshilfe
„Feuerzeug“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Feuerzeug>, abgerufen am 16.10.2019.

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