Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Feuerzeug, das

Grammatik Substantiv (Neutrum)
Aussprache 
Worttrennung Feu-er-zeug
Wortzerlegung Feuer Zeug
Wortbildung  mit ›Feuerzeug‹ als Erstglied: Feuerzeugbenzin · Feuerzeugdocht  ·  mit ›Feuerzeug‹ als Letztglied: Gasfeuerzeug · Taschenfeuerzeug
eWDG

Bedeutung

handliches Gerät zum Erzeugen von Feuer, bei dem mit Hilfe eines Feuersteins ein Funken erzeugt wird, der den (im Docht aufsteigenden) Brennstoff entzündet
Beispiel:
das Feuerzeug funktioniert nicht
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Feuer · feuern · Feuerung · feurig · Feuerprobe · Feuerstein · Feuerwehr · Feuerwerk · Feuerzeug
Feuer n. ‘Brand, Flammenbildung’, ahd. fiur (8. Jh.), mhd. viur, viwer, viuwer, asächs. fiur, mnd. vǖr, mnl. vuur, vier, nl. vuur, aengl. fȳr, engl. fire, anord. fūrr, fȳrr. Verwandt sind griech. pȳ́r (πῦρ), umbr. pir, tschech. (älter) pýř, die auf einen ursprünglich heteroklitischen r-/n-Stamm ie. *peu̯ōr, *pū̌r, Genitiv *punés zurückgehen; den n-Stamm bewahren got. fōn, vielleicht auch anord. funi ‘Feuer’ und (mit k-Suffix) Funke (s. d.). Die etymologische Entwicklung der genannten Formen ist im einzelnen undurchsichtig; sie dürfte von morphologischen Einflüssen bestimmt worden sein. Vgl. Bammesberger Die Morphologie des urgerm. Nomens (1990) 205. feuern Vb. ‘Feuer machen’, ahd. fiurēn ‘glühen, Flammen, Feuer speien’ (um 800), fiuren ‘glühend machen’ (10. Jh.), mhd. viuren; im Sinne von ‘schießen’ seit dem 17. Jh. Feuerung f. ‘das Heizen, Brennstoff’, älter ‘Feuer, Brand’ (Ende 15. Jh.). feurig Adj. ‘brennend, glühend, temperamentvoll’, mhd. viurec, viuric. Feuerprobe f. ‘Metallprüfung durch Feuereinwirkung’ (17. Jh.), erst spät auch Bezeichnung für das mittelalterliche Gottesurteil (18. Jh.). Feuerstein m. knollenförmiger, dunkler Kieselsäurestein zum Feuerschlagen, ahd. fiurstein (Hs. 12. Jh.), mhd. viurstein. Feuerwehr f. ‘zur Brandbekämpfung ausgebildete Mannschaft und ihre Gerätschaften’ (1841). Feuerwerk n. ‘Erzeugung farbiger Lichteffekte’ (16. Jh.), beim Aufkommen der Feuerwaffen auch im Sinne von ‘Munition’; vgl. spätmhd. viurwerc ‘Brennmaterial’. Feuerzeug n. ‘Gerät zum Erzeugen von Feuer’ (d. i. Stahl, Stein, Zunder, schließlich mit Hilfe von Benzin oder Gas), spätmhd. viurziuc.

Thesaurus

Technik
Synonymgruppe
Feuerzeug [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Assoziationen
  • (sich) eine Zigarette anstecken · rauchen · schmauchen  ●  (sich) eine anstecken  ugs. · (sich) eine rauchen gehen  ugs. · eine (Zigarette) durchziehen  ugs. · paffen  ugs. · qualmen  ugs. · quarzen  ugs. · schmöken  ugs., norddeutsch

Typische Verbindungen zu ›Feuerzeug‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Feuerzeug‹.

Verwendungsbeispiele für ›Feuerzeug‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Braucht sie nicht ein Feuerzeug, um das Pulver erhitzen zu können? [Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 378]
Hinter ihm, in der Küche, hörte ich das Feuerzeug meiner Mutter klicken. [Rothmann, Ralf: Stier, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1991 [1991], S. 103]
Ein paar Gäste summen mit und halten bewegt die Feuerzeuge in die Höhe. [Die Zeit, 13.05.2008, Nr. 20]
Wenn es nicht so gießen würde, könnte man Feuerzeuge anmachen. [Die Zeit, 13.11.2002, Nr. 46]
Politiker werden darauf getrimmt, mit dem Mund zu zündeln, wir benutzen wenigstens noch Feuerzeuge. [Süddeutsche Zeitung, 27.06.2002]
Zitationshilfe
„Feuerzeug“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Feuerzeug>.

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