Fes, der

Alternative Schreibung Fez
Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Fes/Feses · Nominativ Plural: Fes/Fese
Aussprache  [feːs]
Herkunft aus gleichbedeutend festürk < Fes, Name einer Stadt in Marokko
eWDG

Bedeutung

steife, randlose Kopfbedeckung aus rotem Filz mit Quaste, die besonders im Orient und in Nordafrika getragen wird
Beispiel:
Nebelung […] eine Art Fes auf dem Kopfe, patrouillierte das Trottoir auf und ab [ FontanePoggenpuhlsI 4,116]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fez1 · Fes
Fez1 Fes m. ‘rote Filzkappe’, Kopfbedeckung für Männer in arabischen Ländern, türk. fes, nach der marokkanischen Stadt Fes, dem ursprünglichen Herstellungsort dieser Kopfbedeckung, benannt; die Bezeichnung gelangt im 19. Jh. über Reisebeschreibungen ins Dt.

Typische Verbindungen zu ›Fes‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bieten die DWDS-Wortprofile zu ›Fes‹ und ›Fez‹.

Verwendungsbeispiele für ›Fes‹, ›Fez‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So tafelt er, unter einem weißen Fes, mit einem farblosen Manne, und er redet leise, vornehm, doch lebhaft. [Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 01.03.1916]
Manchmal kann ich ihn nur noch an seinem roten Fes ausmachen. [Die Zeit, 20.12.2010, Nr. 51]
Er begleitete die Tochter, seinen Fes auf dem Kopf, in die französische Schule. [Die Zeit, 07.12.2009, Nr. 49]
Ober in weiten Hosen und mit rotem Fes auf dem Kopf servieren marokkanischen Kaffee. [Die Welt, 11.05.2004]
Unsere Begegnung in Fes 1979 war ein entscheidender Beginn für die Durchführung dieses Vorhabens. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1989]]
Zitationshilfe
„Fes“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fes#1>.

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Fez, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Fezes · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Herkunft wohl aus fêtesfrz (Plural) ‘Feste, Feiern’ (Fete)
eWDG

Bedeutung

salopp Spaß
Beispiele:
das war ein, gab einen Fez!
Ich bin nett zu allen, mache jeden Fez mit und petze nie [ SpoerlFeuerzangenbowle99]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fez2 m. ‘Spaß, Vergnügen’, wohl aus frz. fêtes, Plur. zu fête (s. Fete), in der Umgangssprache eingedeutscht, verbreitet sich im 19. Jh. von Berlin aus.

Typische Verbindungen zu ›Fez‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fez‹.

Verwendungsbeispiele für ›Fez‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was sie bei dir machen, siehst du das nicht – den Fez um dich herum? [Tucholsky, Kurt: An Frau von Oheimb. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1930], S. 7702]
Bei uns gab es ja noch keine Discos, wir hatten aber in der Schule immer viel Fez. [Der Tagesspiegel, 24.08.2001]
Die anderen Herren sind in Zivil und haben nur den roten Fez auf dem Kopf. [Hilsenrath, Edgar: Das Märchen vom letzten Gedanken, München: Piper 1989, S. 23]
Ich bin nett zu allen, mache jeden Fez mit und petze nie. [Spoerl, Heinrich: Die Feuerzangenbowle, München: Piper o.J. [1933], S. 130]
Er rückt den Fez ein wenig aus der feuchten Stirn. [Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 8]
Zitationshilfe
„Fez“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fez#2>.

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