Fideismus

WorttrennungFi-de-is-mus
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Philosophie erkenntnistheoretische Haltung, die den Glauben als einzige Erkenntnisgrundlage betrachtet u. ihn über die Vernunft setzt
2.
evangelisch-reformierte Lehre, nach der nicht der Glaubensinhalt, sondern nur der Glaube an sich entscheidend sei

Verwendungsbeispiele für ›Fideismus‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man überlasse den Fideismus der Masse, behalte den Rationalismus den Eliten vor.
Süddeutsche Zeitung, 27.12.2000
Ein Glaube, der sich nicht auf Vernunft gründet, sei bloßer "Fideismus", also eine unaufgeklärte religiöse Fantasterei.
Die Zeit, 16.03.2000, Nr. 12
Der Thomismus soll die "einzig funktionierende Philosophie" sein und dem Fideismus entgegenstehen, habe aber die "christliche Gläubigkeit und Demut zur Grundlage".
Süddeutsche Zeitung, 24.12.2003
Auch konnte die ratio besser gewürdigt werden als im Fideismus.
Aland, K.: Papsttum. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 18099
Louis Bautain (1796-1867) ist gewöhnlich nur als Vorkämpfer des Fideismus bekannt.
o. A.: Die Kirche in der Gegenwart. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1971], S. 15673
Zitationshilfe
„Fideismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fideismus>, abgerufen am 18.02.2020.

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