Filiale, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Filiale · Nominativ Plural: Filialen
Aussprache
WorttrennungFi-li-ale · Fi-lia-le
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Filiale‹ als Erstglied: ↗Filialgeschäft · ↗Filialist · ↗Filialkirche · ↗Filialleiter · ↗Filialleitung · ↗Filialunternehmen
 ·  mit ›Filiale‹ als Letztglied: ↗Postfiliale
eWDG, 1967

Bedeutung

Zweigstelle
Beispiele:
eine Filiale eröffnen, gründen, leiten, unterhalten, schließen
die Filiale eines Betriebes, Geschäftes
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Filiale f. ‘Zweigstelle, Nebenstelle’. Auf kirchenlat. fīliālis ‘kindlich, im Abhängigkeitsverhältnis eines Sohnes, einer Tochter stehend’ (zu lat. fīlius ‘Sohn’, fīlia ‘Tochter’; vgl. mlat. filiae Plur. ‘von einem großen Kloster abhängige kleine Klöster’) beruht das substantivierte Neutr. nlat. filiale ‘Tochterkirche’, frühnhd. Filial (16. Jh.), wozu die Zusammensetzung Filialkirche (um 1600). Nach diesem Muster entstehen in der 1. Hälfte des 19. Jhs. Filialhandlung, Filialbank, während daraus rückgebildetes Filiale f. erst in der 2. Hälfte des 19. Jhs. begegnet.

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Außenstandort · ↗Außenstelle · ↗Dependance · Filiale · ↗Geschäftsstelle · ↗Kontor · ↗Nebenstelle · ↗Niederlassung · ↗Repräsentanz · ↗Standort · ↗Tochterunternehmen · ↗Vertretung · ↗Zweigbetrieb · ↗Zweiggeschäft · ↗Zweigniederlassung · ↗Zweigstelle  ●  Comptoir  geh., franz., veraltet
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bank Discounter Eröffnung Filiale Großbank Handelskette Kette Landeszentralbank Mitarbeiter Niederlassung Raiffeisenbank Schließung Sparkasse Stadtsparkasse Supermarktkette Volksbank Zentrale aufmachen beliefern betreiben eröffnen eröffnet schließen stürmen unrentabel unterhalten zusammenlegen Überfall öffnen überfallen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Filiale‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Öffnung der Filialen rund um die Uhr werde es aber nicht gehen.
Die Zeit, 18.08.2006 (online)
In den Filialen vor Ort ist das Bild aber sehr unterschiedlich.
Der Tagesspiegel, 12.01.2005
Es ging, wie er sagte, um die Gründung einer hiesigen Filiale.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1963], S. 157
Und schon bei der nächsten Tour liefert er vier Filialen ungewarnt der Inspektion ans Messer.
Walser, Martin: Halbzeit, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1960], S. 302
Ich wollte ein Geschäft aufmachen, selber schalten und walten, später Filialen eröffnen.
Späth, Gerold: Commedia, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1980 [1980], S. 238
Zitationshilfe
„Filiale“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Filiale>, abgerufen am 24.03.2019.

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