Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Filter, der oder das

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Filters · Nominativ Plural: Filter
Nebenform fachsprachlich Filter · Substantiv (Neutrum)
Aussprache  [ˈfɪltɐ]
Worttrennung Fil-ter
eWDG

Bedeutung

(siebartige) Vorrichtung zum Trennen, Aussondern
a)
Beispiele:
die Milch aus dem Melkeimer durch Filter in die Milchkanne gießen
ich habe den Kaffee in den Filter getan
den Filter auswechseln
eine Zigarette mit Filter
b)
Chemie poröser Stoff oder Körper zum Trennen einer Flüssigkeit von darin aufgeschwemmten, festen Stoffen
Beispiel:
Nun hat es [das Wasser] eine Reihe von Filtern zu durchlaufen [ Hesse-WarteggAnden u. Amazonas328]
c)
Technik Vorrichtung zur elektrischen Entstaubung von Gasen
d)
Optik, Fotografie gefärbte, lichtdurchlässige Glasscheibe oder Folie, die unerwünschte Strahlungsanteile nicht durchlässt
Beispiel:
mit Filter photographieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Filter · filtrieren · filtern · Filtrat · infiltrieren · Infiltration
Filter m. n. ‘Vorrichtung, die bestimmte Substanzen auffängt, zurückhält’, im 19. Jh. (in Anlehnung an älteres filtern, s. unten) aus mlat. filtrum (seit dem 16. Jh. in dt. Texten) eingedeutscht. Mlat. filtrum, eigentlich ‘Seihvorrichtung aus Filz’, ist als Latinisierung der Alchimistensprache (8. Jh.) gebildet aus einer unverschobenen germ. Form (etwa westgerm. bzw. anfrk. *filtir Plur.) von dem unter Filz (s. d.) behandelten Substantiv. filtrieren Vb. ‘durch ein Filter geben’, im 16. Jh. wohl eher aus mlat. filtrare als aus (ebenfalls seit dem 16. Jh. bezeugtem) mfrz. frz. filtrer entlehnt. filtern Vb. gleichbed. mit filtrieren, bereits im 16. Jh. zu mlat. filtrum (s. oben) gebildet. Filtrat n. ‘gefilterte Flüssigkeit’ (19. Jh.), nach dem Part. Perf. mlat. filtratum. infiltrieren Vb. ‘eindringen, einsickern, einflößen’, auch ‘politisch-ideologisch unterwandern’, gelehrte Bildung des 19. Jhs.; dazu Infiltration f.

Typische Verbindungen zu ›Filter‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Filter‹.

Verwendungsbeispiele für ›Filter‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und dafür sind auch heute die Filter wiederum nicht mehr so streng. [Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 91]
Und damit sollst Du endlich etwas von den Filtern hören. [Opfermann, Hans Carl: Die neue Schmalfilm-Schule, Harzburg: Heering 1940, S. 104]
Wer solche Quellen nicht nutzt, benötigt auch die Filter nicht. [C't, 2001, Nr. 26]
Um dann etwaige Anomalien zu erkennen, bedient man sich üblicherweise verschiedener Filter. [C't, 2001, Nr. 21]
Mit richtigem Filter jedoch geht die Freude in einen lebenslänglichen Abzug über. [Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 98]
Zitationshilfe
„Filter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Filter>.

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