Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Finanzmittel, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Finanzmittels · Nominativ Plural: Finanzmittel · wird selten im Plural verwendet
Aussprache [fiˈnanʦmɪtl̩]
Worttrennung Fi-nanz-mit-tel
Wortzerlegung Finanzen Mittel
Wahrig und ZDL

Bedeutung

Finanzwesen Gesamtheit an Kapital, Vermögenswerten oder Rücklagen, die (für die Finanzierung von etw.) vorhanden ist oder benötigt wird; Gesamtheit der für die Finanzierung bestimmter öffentlicher Aufgaben oder Vorhaben (einer Kommune, eines Staats, Staatenbunds o. Ä.) benötigten Gelder
in gegensätzlicher Bedeutung zu Sachmittel
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: zusätzliche, zugewiesene, zugesagte, verfügbare, vorhandene, eigene Finanzmittel
als Akkusativobjekt: Finanzmittel bereitstellen, umschichten, aufstocken; Finanzmittel zur Verfügung stellen
in Präpositionalgruppe/-objekt: jmdn., etw. mit Finanzmitteln ausstatten, unterstützen; über Finanzmittel verfügen
hat Präpositionalgruppe/-objekt: Finanzmittel in Höhe [von fünf Milliarden]
Beispiele:
Das Unternehmen könne seine Geschäftsgrundlage nicht zuletzt wegen der neu zufließenden Finanzmittel weiter ausbauen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.09.2006]
Die zwei Millionen Euro für die Sanierung [des Alten Rathauses in Bergen], die die Stadt für die Haushaltsjahre 2020/2021 eingeplant hatte, konnten nicht abgerufen werden und die Finanzmittel mussten eine weitere Runde durch die städtischen Gremien drehen. [Frankfurter Rundschau, 11.05.2021]
Die Arbeitslosenversicherung steht angesichts der Digitalisierung der Wirtschaft vor riesigen Herausforderungen und muss über entsprechende Finanzmittel verfügen. [Die Welt, 09.02.2017]
Dafür, für Forschung und Entwicklung, müssten Bund und Länder erhebliche Finanzmittel in Milliardenhöhe zur Verfügung stellen. [Süddeutsche Zeitung, 21.05.2011]
Schwimmer kündigte nach seiner Wahl an, er werde sich bei den Mitgliedsländern des Europarats um mehr Finanzmittel für den Staatenbund einsetzen. [Berliner Zeitung, 25.06.1999]
Die Geldvermehrung ist zwar ein klassisches Finanzmittel, ist aber noch nie wirklich erfolgreich gewesen. [Die Welt, 22.10.2012] ungewöhnl. Pl.

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Finanzmittel‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Finanzmittel‹.

Aufstockung Bereitstellung Umschichtung Verteilung Verwendung aufstocken auftreiben ausreichend benötigt bereitgestellt bereitstellen beschaffen einsetzen einwerben erforderlich fehlend freigeben knapp kürzen noetigen nötig verfügen zugesagt zugewiesen zurückgehend zusaetzliche zusätzlich
Zitationshilfe
„Finanzmittel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Finanzmittel>.

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