Finanzspritze, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Finanzspritze · Nominativ Plural: Finanzspritzen
Aussprache  [fiˈnanʦʃpʀɪʦə]
Worttrennung Fi-nanz-sprit-ze
Wortzerlegung  Finanzen Spritze
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutung

umgangssprachlich finanzielle Hilfe, besonders für ein Unternehmen, ein Land o. Ä., das sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine staatliche, öffentliche Finanzspritze; eine kräftige, milliardenschwere, große, großzügige, massive Finanzspritze; eine mögliche, weitere, zusätzliche, neue, neuerliche, kurzfristige Finanzspritze; die nächste, geplante Finanzspritze; die benötigte, notwendige Finanzspritze
als Akkusativobjekt: eine Finanzspritze brauchen, benötigen, fordern, erwarten, erhalten, bekommen; eine Finanzspritze gewähren, genehmigen, bewilligen, vorsehen, ankündigen, versprechen, geben; eine Finanzspritze ablehnen, verweigern; jmdm. bzw. etw. eine Finanzspritze zusagen, verpassen
in Präpositionalgruppe/-objekt: mit einer Finanzspritze helfen, retten, unterstützen; mit einer Finanzspritze rechnen; jmdm. bzw. etw. mit einer Finanzspritze [unter die Arme] greifen; auf eine Finanzspritze hoffen; um eine Finanzspritze bitten; durch eine Finanzspritze gerettet werden; auf eine Finanzspritze angewiesen sein; ohne Finanzspritze auskommen; über eine Finanzspritze verhandeln; sich auf eine Finanzspritze [in Höhe von 100 Millionen Euro] einigen; die Voraussetzungen, Bedingungen für eine Finanzspritze
mit Genitivattribut: die Finanzspritze des Bundes, des Landes, des Staates, des Senats, der Regierung; die Finanzspritze des Währungsfonds, der Bank, des Großaktionärs
mit Prädikativ: die Finanzspritze ist nötig, notwendig
als Aktivsubjekt: die Finanzspritze hilft, rettet, sichert; die Finanzspritze reicht (nicht) aus; die Finanzspritze bleibt aus; die Finanzspritze stammt [aus dem Fond]
hat Präpositionalgruppe/-objekt: eine Finanzspritze von, über [100] Millionen, Milliarden [Euro]; eine Finanzspritze in Höhe von [30.000 Euro], in Milliardenhöhe; eine Finanzspritze vom Staat, vom Bund, von Investoren; Finanzspritzen für Banken, Unternehmen, Krankenkassen, Kommunen; Finanzspritzen aus dem Ausland
als Genitivattribut: die Höhe der Finanzspritze; die Zusage einer Finanzspritze
Beispiele:
Wer rasch eine Finanzspritze braucht, findet im Internet viele Anbieter für Onlinekredite. [Münchner Merkur, 16.11.2016]
Mit einer Finanzspritze von 450 Milliarden Rubel (rund 10,6 Milliarden Euro) will Russland die legendäre Transsibirische Eisenbahn in einer ersten Phase auf Vordermann bringen. [Südkurier, 27.07.2013]
Das Stadtparlament hat eine Finanzspritze von zwei Millionen Franken an die maroden Betreiberfirmen des Fussballstadions am Dienstagabend abgelehnt. [Basler Zeitung, 27.10.2010]
Die Euro‑Staaten wollen einen Bankrott Griechenlands um jeden Preis vermeiden – notfalls mit Finanzspritzen. [Rhein-Zeitung, 12.02.2010]
Rußland bekommt eine dringend nötige neue Finanzspritze, um die Wirtschaftskrise zu bewältigen und die Reformen fortzusetzen: Der Internationale Währungsfonds (IWF) bewilligte jetzt endgültig einen Kredit über 10,2 Milliarden Dollar (rund 15 Milliarden Mark). [Frankfurter Rundschau, 28.03.1996]

letzte Änderung:

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Beihilfe · Finanzspritze · Fördermittel · Förderung · Gönnerschaft · Subvention · Unterstützung · Unterstützungszahlung · Zuschuss  ●  Zustupf  schweiz.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Finanzspritze‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Finanzspritze‹.

Zitationshilfe
„Finanzspritze“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Finanzspritze>, abgerufen am 23.01.2022.

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