Finne, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Finne · Nominativ Plural: Finnen
Aussprache  [ˈfɪnə]
Worttrennung Fin-ne
Wortbildung  mit ›Finne‹ als Erstglied: finnig
eWDG

Bedeutungen

1.
Biologie blasenartige Larve des Bandwurmes, die in einem Wirbeltier lebt
2.
kleine knötchenartige Entzündung auf der Haut, Pickel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Finne2 · finnig
Finne2 f. ‘Blatter, Pustel, Mitesser’, auch blasenähnliche Larve (Jugendstand) des Bandwurms im Fleisch von Wirbeltieren. Den verwandten Formen frühnhd. vinne ‘Blatter, Pustel’, mnd. vinne, mnl. vinne, nl. vin ist die Bedeutung ‘spitz’ (‘spitzer Hautauswuchs’) gemeinsam, so daß für das Wort die gleiche Herkunft wie für Finne1 (s. d.) anzusetzen ist. Im Fleisch geschlachteter Tiere werden die blasenförmigen Bandwurmlarven zunächst ebenfalls als ‘Knötchen’, als ‘spitze Auswüchse’ angesehen und Finnen genannt (15. Jh.). Nach der Erkenntnis der Entwicklung des Bandwurms wird der Name für die Larve beibehalten. finnig Adj. ‘mit Pickel versehen, von Bandwurmlarven durchsetzt’, mhd. vinnec (vom Fleisch, Schwein), mnd. vinnich ‘mit Finnenknötchen behaftet, verdorben, ranzig, stinkend’.

Typische Verbindungen zu ›Finne‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Finne‹.

Verwendungsbeispiele für ›Finne‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er gilt seit vielen Jahren als der bei weitem höchstbezahlte Finne.
Die Welt, 02.08.2005
Doch das Unentschieden war für die Deutschen eher ein Sieg als für die Finnen.
Der Tagesspiegel, 02.06.2001
Dank der nüchternen, unradikalen Haltung der Finnen hat sich hier die Einrichtung auch bewährt.
Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 164
Und auch die zähen und tapferen Finnen kämpfen mit uns.
Brief von Unteroffizier A. N. vom 31.08.1942. In: Ortwin Buchbender u. Reinhold Sterz (Hgg.), Das andere Gesicht des Krieges, München: Beck, 1982, S. 65
Der Finne marschierte unfrisch und mürrisch nach einem Abend mit reichlichem Getränke.
Grimm, Hans: Volk ohne Raum, München: Langen 1932 [1926], S. 354
Zitationshilfe
„Finne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Finne#1>, abgerufen am 19.09.2021.

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Finne, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Finne · Nominativ Plural: Finnen
Aussprache  [ˈfɪnə]
Worttrennung Fin-ne
Wortbildung  mit ›Finne‹ als Erstglied: Finnwal  ·  mit ›Finne‹ als Letztglied: Hammerfinne

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [Biologie] Rückenflosse bei Haien und Walen
  2. 2. [Handwerk] keilförmig zugespitzte Seite des Hammers
eWDG

Bedeutungen

1.
Biologie Rückenflosse bei Haien und Walen
2.
Handwerk keilförmig zugespitzte Seite des Hammers
Beispiel:
einen Ziegel mit der Finne zurechtschlagen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Finne1 f. ‘Spitzflosse, Rückenflosse’ (der Haie und Wale, vgl. Finnwal), ein aus dem Küstenbereich stammendes und von da in die Allgemeinsprache eingegangenes Wort. Mnd. finne ‘Feder, Flosse’, mnl. vinne, nl. vin, aengl. fin(n), engl. fin, schwed. fena verbinden sich wohl als s-lose Formen mit lat. spīna ‘Dorn, Stachel, Rückgrat’ und lett. spina ‘Gerte, Rute’. Dazu könnte als urverwandt auch russ. spiná (спина) ‘Rücken’ gehören (falls dies nicht im 16. oder 17. Jh. über poln. spina ‘Rückgrat’ aus lat. spīna entlehnt ist). Alle Formen lassen sich (wie auch Finne2) mit Nasalsuffix zur Wurzel ie. *(s)p(h)ē̌i-, *(s)p(h)ī̌- ‘spitz, spitzes Holzstück’ (s. spitz) stellen.

Typische Verbindungen zu ›Finne‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Finne‹.

Verwendungsbeispiele für ›Finne‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er gilt seit vielen Jahren als der bei weitem höchstbezahlte Finne.
Die Welt, 02.08.2005
Doch das Unentschieden war für die Deutschen eher ein Sieg als für die Finnen.
Der Tagesspiegel, 02.06.2001
Dank der nüchternen, unradikalen Haltung der Finnen hat sich hier die Einrichtung auch bewährt.
Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 164
Und auch die zähen und tapferen Finnen kämpfen mit uns.
Brief von Unteroffizier A. N. vom 31.08.1942. In: Ortwin Buchbender u. Reinhold Sterz (Hgg.), Das andere Gesicht des Krieges, München: Beck, 1982, S. 65
Der Finne marschierte unfrisch und mürrisch nach einem Abend mit reichlichem Getränke.
Grimm, Hans: Volk ohne Raum, München: Langen 1932 [1926], S. 354
Zitationshilfe
„Finne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Finne#2>, abgerufen am 19.09.2021.

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Finne, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Finnen · Nominativ Plural: Finnen
Aussprache  [ˈfɪnə]
Worttrennung Fin-ne
Wortbildung  mit ›Finne‹ als Erstglied: Finnendolch · Finnin · Finnland · finnisch · finnougrisch
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

Einwohner Finnlands; jmd., der die finnische Staatsbürgerschaft besitzt; jmd., der (ursprünglich) aus Finnland stammt
Kollokationen:
in Koordination: Finnen und Norweger, Schweden, Esten
Beispiele:
Laut dem finnischen Innenministerium gibt es in den Schutzräumen im ganzen Land Platz für etwa 3,6 Millionen der 5,5 Millionen Finnen. [Welt am Sonntag, 28.07.2019]
Der bärige Finne kommt einmal am Tag mit seinem Schnellboot vorbei und versorgt uns mit Kühlboxen voller Speisen, die Finnen gern essen. Heute gibt es Räucherfisch, schwarzes Gewürzbrot, Kartoffeln mit Brokkoli und Blumenkohl sowie eine Elchsalami. [Welt am Sonntag, 19.05.2019]
Weil das Leben im Norden widrig ist, geben sich die Norweger, Finnen, Schweden und Dänen besonders viel Mühe, um die langen Wintermonate ohne größere Schäden für Leib und Seele zu überstehen. [jetzt-Magazin (SZ), 15.12.2018]
Obwohl die Steuern auch in Finnland hoch sind, scheinen die Einwohner eine Grundzufriedenheit mitzubringen. Das Land ist sicher, stabil und hat eine funktionierende Regierung, die die Finnen als zufriedenstellend bewerten. In Finnland ist Korruption gering und das Land gleichzeitig sozial fortschrittlich. [Süddeutsche Zeitung, 08.12.2018]
Die Bewohner [Finnlands], meist Finnen […], (Schweden 350.000), fast durchgängig (98 Proz.) evang.‑luth., beschäftigen sich mit Viehzucht, Jagd, Fischerei, Schiffahrt, Bergbau und Holzindustrie; Ackerbau gering; Hauptstadt Helsingfors. [Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon. Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 23322]

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Typische Verbindungen zu ›Finne‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Finne‹.

Zitationshilfe
„Finne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Finne#3>, abgerufen am 19.09.2021.

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