Finne, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Finne · Nominativ Plural: Finnen
Aussprache
WorttrennungFin-ne
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Biologie blasenartige Larve des Bandwurmes, die in einem Wirbeltier lebt
2.
kleine knötchenartige Entzündung auf der Haut, Pickel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Finne1 f. ‘Spitzflosse, Rückenflosse’ (der Haie und Wale, vgl. Finnwal), ein aus dem Küstenbereich stammendes und von da in die Allgemeinsprache eingegangenes Wort. Mnd. finne ‘Feder, Flosse’, mnl. vinne, nl. vin, aengl. fin(n), engl. fin, schwed. fena verbinden sich wohl als s-lose Formen mit lat. spīna ‘Dorn, Stachel, Rückgrat’ und lett. spina ‘Gerte, Rute’. Dazu könnte als urverwandt auch russ. spiná (спина) ‘Rücken’ gehören (falls dies nicht im 16. oder 17. Jh. über poln. spina ‘Rückgrat’ aus lat. spīna entlehnt ist). Alle Formen lassen sich (wie auch ↗Finne) mit Nasalsuffix zur Wurzel ie. *(s)p(h)ē̌i-, *(s)p(h)ī̌- ‘spitz, spitzes Holzstück’ (s. ↗spitz) stellen.

Finne2 · finnig
Finne2 f. ‘Blatter, Pustel, Mitesser’, auch blasenähnliche Larve (Jugendstand) des Bandwurms im Fleisch von Wirbeltieren. Den verwandten Formen frühnhd. vinne ‘Blatter, Pustel’, mnd. vinne, mnl. vinne, nl. vin ist die Bedeutung ‘spitz’ (‘spitzer Hautauswuchs’) gemeinsam, so daß für das Wort die gleiche Herkunft wie für ↗Finne (s. d.) anzusetzen ist. Im Fleisch geschlachteter Tiere werden die blasenförmigen Bandwurmlarven zunächst ebenfalls als ‘Knötchen’, als ‘spitze Auswüchse’ angesehen und Finnen genannt (15. Jh.). Nach der Erkenntnis der Entwicklung des Bandwurms wird der Name für die Larve beibehalten. finnig Adj. ‘mit Pickel versehen, von Bandwurmlarven durchsetzt’, mhd. vinnec (vom Fleisch, Schwein), mnd. vinnich ‘mit Finnenknötchen behaftet, verdorben, ranzig, stinkend’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Belgier Däne Este Finnin Franzose Ire Isländer Italiener Japaner Kanadier Libanesin Malaysier Niederländer Norweger Philippiner Portugiese Russe Ruß Rückstand Schwede Silberpfeil Slowene Spanier Südafrikaner Tscheche Vorsprung fliegend schweigsam siegen Österreicher

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Finne‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er gilt seit vielen Jahren als der bei weitem höchstbezahlte Finne.
Die Welt, 02.08.2005
Doch das Unentschieden war für die Deutschen eher ein Sieg als für die Finnen.
Der Tagesspiegel, 02.06.2001
Dank der nüchternen, unradikalen Haltung der Finnen hat sich hier die Einrichtung auch bewährt.
Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 164
Und auch die zähen und tapferen Finnen kämpfen mit uns.
Brief von Unteroffizier A. N. vom 31.08.1942. In: Ortwin Buchbender u. Reinhold Sterz (Hgg.), Das andere Gesicht des Krieges, München: Beck, 1982, S. 65
Der Finne marschierte unfrisch und mürrisch nach einem Abend mit reichlichem Getränke.
Grimm, Hans: Volk ohne Raum, München: Langen 1932 [1926], S. 354
Zitationshilfe
„Finne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Finne#1>, abgerufen am 22.09.2019.

Weitere Informationen …

Finne, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Finne · Nominativ Plural: Finnen
Aussprache
WorttrennungFin-ne
Wortbildung mit ›Finne‹ als Erstglied: ↗Finnwal  ·  mit ›Finne‹ als Letztglied: ↗Hammerfinne
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Biologie Rückenflosse bei Haien und Walen
2.
Handwerk keilförmig zugespitzte Seite des Hammers
Beispiel:
einen Ziegel mit der Finne zurechtschlagen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Finne1 f. ‘Spitzflosse, Rückenflosse’ (der Haie und Wale, vgl. Finnwal), ein aus dem Küstenbereich stammendes und von da in die Allgemeinsprache eingegangenes Wort. Mnd. finne ‘Feder, Flosse’, mnl. vinne, nl. vin, aengl. fin(n), engl. fin, schwed. fena verbinden sich wohl als s-lose Formen mit lat. spīna ‘Dorn, Stachel, Rückgrat’ und lett. spina ‘Gerte, Rute’. Dazu könnte als urverwandt auch russ. spiná (спина) ‘Rücken’ gehören (falls dies nicht im 16. oder 17. Jh. über poln. spina ‘Rückgrat’ aus lat. spīna entlehnt ist). Alle Formen lassen sich (wie auch ↗Finne) mit Nasalsuffix zur Wurzel ie. *(s)p(h)ē̌i-, *(s)p(h)ī̌- ‘spitz, spitzes Holzstück’ (s. ↗spitz) stellen.

Finne2 · finnig
Finne2 f. ‘Blatter, Pustel, Mitesser’, auch blasenähnliche Larve (Jugendstand) des Bandwurms im Fleisch von Wirbeltieren. Den verwandten Formen frühnhd. vinne ‘Blatter, Pustel’, mnd. vinne, mnl. vinne, nl. vin ist die Bedeutung ‘spitz’ (‘spitzer Hautauswuchs’) gemeinsam, so daß für das Wort die gleiche Herkunft wie für ↗Finne (s. d.) anzusetzen ist. Im Fleisch geschlachteter Tiere werden die blasenförmigen Bandwurmlarven zunächst ebenfalls als ‘Knötchen’, als ‘spitze Auswüchse’ angesehen und Finnen genannt (15. Jh.). Nach der Erkenntnis der Entwicklung des Bandwurms wird der Name für die Larve beibehalten. finnig Adj. ‘mit Pickel versehen, von Bandwurmlarven durchsetzt’, mhd. vinnec (vom Fleisch, Schwein), mnd. vinnich ‘mit Finnenknötchen behaftet, verdorben, ranzig, stinkend’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Belgier Däne Este Finnin Franzose Ire Isländer Italiener Japaner Kanadier Libanesin Malaysier Niederländer Norweger Philippiner Portugiese Russe Ruß Rückstand Schwede Silberpfeil Slowene Spanier Südafrikaner Tscheche Vorsprung fliegend schweigsam siegen Österreicher

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Finne‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er gilt seit vielen Jahren als der bei weitem höchstbezahlte Finne.
Die Welt, 02.08.2005
Doch das Unentschieden war für die Deutschen eher ein Sieg als für die Finnen.
Der Tagesspiegel, 02.06.2001
Dank der nüchternen, unradikalen Haltung der Finnen hat sich hier die Einrichtung auch bewährt.
Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 164
Und auch die zähen und tapferen Finnen kämpfen mit uns.
Brief von Unteroffizier A. N. vom 31.08.1942. In: Ortwin Buchbender u. Reinhold Sterz (Hgg.), Das andere Gesicht des Krieges, München: Beck, 1982, S. 65
Der Finne marschierte unfrisch und mürrisch nach einem Abend mit reichlichem Getränke.
Grimm, Hans: Volk ohne Raum, München: Langen 1932 [1926], S. 354
Zitationshilfe
„Finne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Finne#2>, abgerufen am 22.09.2019.

Weitere Informationen …

Finne, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungFin-ne
formal verwandt mitFinnland
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Finne1 f. ‘Spitzflosse, Rückenflosse’ (der Haie und Wale, vgl. Finnwal), ein aus dem Küstenbereich stammendes und von da in die Allgemeinsprache eingegangenes Wort. Mnd. finne ‘Feder, Flosse’, mnl. vinne, nl. vin, aengl. fin(n), engl. fin, schwed. fena verbinden sich wohl als s-lose Formen mit lat. spīna ‘Dorn, Stachel, Rückgrat’ und lett. spina ‘Gerte, Rute’. Dazu könnte als urverwandt auch russ. spiná (спина) ‘Rücken’ gehören (falls dies nicht im 16. oder 17. Jh. über poln. spina ‘Rückgrat’ aus lat. spīna entlehnt ist). Alle Formen lassen sich (wie auch ↗Finne) mit Nasalsuffix zur Wurzel ie. *(s)p(h)ē̌i-, *(s)p(h)ī̌- ‘spitz, spitzes Holzstück’ (s. ↗spitz) stellen.

Finne2 · finnig
Finne2 f. ‘Blatter, Pustel, Mitesser’, auch blasenähnliche Larve (Jugendstand) des Bandwurms im Fleisch von Wirbeltieren. Den verwandten Formen frühnhd. vinne ‘Blatter, Pustel’, mnd. vinne, mnl. vinne, nl. vin ist die Bedeutung ‘spitz’ (‘spitzer Hautauswuchs’) gemeinsam, so daß für das Wort die gleiche Herkunft wie für ↗Finne (s. d.) anzusetzen ist. Im Fleisch geschlachteter Tiere werden die blasenförmigen Bandwurmlarven zunächst ebenfalls als ‘Knötchen’, als ‘spitze Auswüchse’ angesehen und Finnen genannt (15. Jh.). Nach der Erkenntnis der Entwicklung des Bandwurms wird der Name für die Larve beibehalten. finnig Adj. ‘mit Pickel versehen, von Bandwurmlarven durchsetzt’, mhd. vinnec (vom Fleisch, Schwein), mnd. vinnich ‘mit Finnenknötchen behaftet, verdorben, ranzig, stinkend’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Belgier Däne Este Finnin Franzose Ire Isländer Italiener Japaner Kanadier Libanesin Malaysier Niederländer Norweger Philippiner Portugiese Russe Ruß Rückstand Schwede Silberpfeil Slowene Spanier Südafrikaner Tscheche Vorsprung fliegend schweigsam siegen Österreicher

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Finne‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er gilt seit vielen Jahren als der bei weitem höchstbezahlte Finne.
Die Welt, 02.08.2005
Doch das Unentschieden war für die Deutschen eher ein Sieg als für die Finnen.
Der Tagesspiegel, 02.06.2001
Dank der nüchternen, unradikalen Haltung der Finnen hat sich hier die Einrichtung auch bewährt.
Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 164
Und auch die zähen und tapferen Finnen kämpfen mit uns.
Brief von Unteroffizier A. N. vom 31.08.1942. In: Ortwin Buchbender u. Reinhold Sterz (Hgg.), Das andere Gesicht des Krieges, München: Beck, 1982, S. 65
Der Finne marschierte unfrisch und mürrisch nach einem Abend mit reichlichem Getränke.
Grimm, Hans: Volk ohne Raum, München: Langen 1932 [1926], S. 354
Zitationshilfe
„Finne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Finne#3>, abgerufen am 22.09.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Finn-Dingi
Finkenschlag
Finkennapf
Finkenkloben
Finkenherd
Finnendolch
Finnenstemme
finnig
finnisch
finnisch-ugrisch