Flöte, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Flöte · Nominativ Plural: Flöten
Aussprache 
Worttrennung Flö-te
Wortbildung  mit ›Flöte‹ als Erstglied: ↗Flötenbläser · ↗Flötenfutteral · ↗Flötenkonzert · ↗Flötenkreis · ↗Flötenquartett · ↗Flötenregister · ↗Flötensolo · ↗Flötenspiel · ↗Flötenspieler · ↗Flötenstimme · ↗Flötenton · ↗Flötenuhr · ↗Flötenwerk · ↗Flötenwürger · ↗Flötist · ↗flötenartig
 ·  mit ›Flöte‹ als Letztglied: ↗Akkordflöte · ↗Altflöte · ↗Bassflöte · ↗Blockflöte · ↗C-Flöte · ↗Hirtenflöte · ↗Längsflöte · ↗Panflöte · ↗Piccoloflöte · ↗Pikkoloflöte · ↗Rohrflöte · ↗Schnabelflöte · ↗Sektflöte · ↗Sifflöte · ↗Sopranflöte · ↗Stockflöte · ↗Traversflöte · ↗Zauberflöte · ↗Zuflöte
 ·  mit ›Flöte‹ als Grundform: ↗flöten
eWDG, 1967 und ZDL, 2020

Bedeutungen

Verschiedene Flöten
Verschiedene Flöten
1.
kleineres Holzblasinstrument, dessen Röhre Tonlöcher hat, die mit Hilfe von Klappen oder der Finger zu öffnen und zu schließen sind Quelle: WDG, 1967
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine indianische, chinesische, japanische, schrille, helle, tiefe, sanfte, einfache Flöte
mit Genitivattribut: die Flöte des Rattenfängers von Hameln
als Akkusativobjekt: Flöte blasen, spielen, studieren, lernen; eine Flöte bauen
in Koordination: Flöte und Oboe, Klarinette, Harfe, Geige, Klavier, Fagott, Violine
in Präpositionalgruppe/-objekt: auf der Flöte blasen, spielen; Musik, eine Sonate, ein Konzert, Werk, Stück für Flöte [und Klavier o. Ä.]
Beispiele:
Ich habe vorher mal Instrumentenbauer gelernt, Holzblasinstrumente, heißt also: Flöte, Klarinette, Saxophon und so. [die tageszeitung, 07.03.1998]
Was aber bewirken die Töne im Gehirn der Kinder, das noch nicht ausgereift ist und zudem enormem Stress ausgesetzt? Das haben Forscher der Universität Genf zum ersten Mal systematisch untersucht. Sie haben dabei unter anderem ein Instrument namens Punji eingesetzt. Es handelt sich um eine Flöte aus Indien, die auch Schlangenbeschwörer spielen. [Welt am Sonntag, 02.06.2019, Nr. 22]
Doch egal, wie viel ihr Sohn auf der Flöte übt, am Ende des Schuljahres droht dem Drittklässler eine schlechte Note. [Die Welt, 26.04.2019]
Die Sonate für Flöte, Viola und Harfe greift die barocken Muster elegant, beredt und melodiös auf. [Süddeutsche Zeitung, 30.10.2018]
Die Kinder lernen, sich zur Musik rhythmisch zu bewegen oder exakte Gymnastikübungen auszuführen, und sie werden angehalten, selbst zu musizieren, anfangs mit einfachen Instrumenten, wie Rasseln, Klangstäbchen, Glockenspiel, Xylophon, Flöte. [Berliner Zeitung, 21.11.1971]
Sektflöte
Sektflöte
(Jon Sullivan/PDPhoto.org, CC0)
2.
bildlich kelchförmiges, längliches Glas besonders für Schaumwein
Beispiele:
Sicher werden Champagner und Sekt im Weißweinglas schneller schal als in der Flöte. [Die Zeit, 11.08.2010, Nr. 31]
Wir haben zu lange an der Vorstellung festgehalten, dass Champagner ein Getränk der Feste ist, das man zu kalt aus einer Flöte trinkt. [Welt am Sonntag, 25.10.2015, Nr. 43]
Wer sich mehr für den Champagner interessiert als für Kate Moss, wird heute selbstverständlich zur Flöte, viel eher noch zur Tulpe greifen. [Süddeutsche Zeitung, 27.12.2014]
Ich habe mir die Haare ausgerissen, wenn der Chef ein feines Gericht zubereitete, und der Champagner wurde in einer Flöte serviert. [Welt am Sonntag, 23.11.2014, Nr. 47]
Es sind schmale, hohe Tulpen oder schlanke Flöten, die sich nach oben weiten, kurz unter dem Rand aber wieder etwas verjüngen und so einen Raum bilden, in dem die Perlen auf der Oberfläche des Sektes tanzen können und darüber sich das Bukett, der Duftstrauß, entfalten kann. [Frankfurter Rundschau, 30.11.1999]

Zum Originalartikel des WDG gelangen Sie hier.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Flöte · flöten · Flötist
Flöte f. Blasinstrument aus Holz oder Silberlegierung mit einem oder mehreren nebeneinanderliegenden Rohren. Mhd. vloite, floit, flöute ist ebenso wie mnl. flūte, fleute, floite, nl. fluit aus afrz. flaüte (frz. flûte) entlehnt. Dieses geht vielleicht auf aprov. flaüt, flauta zurück. Die Bezeichnung des Instruments ist wahrscheinlich onomatopoetischen Ursprungs, doch bleibt wegen der anlautenden Konsonantenverbindung auch ein Zusammenhang mit der Wortgruppe von lat. flāre ‘blasen’ zu erwägen. flöten Vb. ‘auf der Flöte blasen’, mhd. floiten, älter floitieren, nach afrz. flaüter. Flötist m. ‘Flötenspieler’ (19. Jh.), zuvor Flötenist (18. Jh.) mit dem roman., aus lat. -ista stammenden Suffix für Personenbezeichnungen (vgl. ital. flautista) gegenüber Flöter (16. Jh.), mhd. vloitære.

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Flöte · ↗Pfeife
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Flöte‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Flöte‹.

Zitationshilfe
„Flöte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fl%C3%B6te#1>, abgerufen am 29.10.2020.

Weitere Informationen …

Flöte, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Flöte · Nominativ Plural: Flöten
Aussprache 
Worttrennung Flö-te
Wortbildung  mit ›Flöte‹ als Letztglied: ↗Grünflöte · ↗Karoflöte · ↗Kreuzflöte
eWDG, 1967 und ZDL, 2020

Bedeutung

Skat, umgangssprachlich
Phrasem:
die ganze Flöte (= alle Karten einer Farbe)
Beispiele:
bei dem Grand hatte er zwei Buben und die ganze Flöte (von) Karo
Eine schöne (die ganze) Flöte auf der Hand haben: scherzhaft beim Kartenspiel für eine zusammenhängende Folge von Spielkarten einer Farbe, die man gleichsam wie eine Tonleiter herunterspielen kann; in demselben Sinne: die (ganze) Flöte auf den Tisch legen. [Röhrich, Lutz: Flöte, flöten. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000, S. 1840. Zitiert nach: Röhrich, Lutz: Flöte, flöten. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, Freiburg u. a.: Herder 1994 [1973].]Quelle: ZDL, 2019
Flöte – Eine lange Folge von Skat[-]Karten einer Farbe in der Handkarte. [Sunnygames GmbH, 11.08.2012, aufgerufen am 16.09.2018]Quelle: ZDL, 2019

Zum Originalartikel des WDG gelangen Sie hier.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Flöte · flöten · Flötist
Flöte f. Blasinstrument aus Holz oder Silberlegierung mit einem oder mehreren nebeneinanderliegenden Rohren. Mhd. vloite, floit, flöute ist ebenso wie mnl. flūte, fleute, floite, nl. fluit aus afrz. flaüte (frz. flûte) entlehnt. Dieses geht vielleicht auf aprov. flaüt, flauta zurück. Die Bezeichnung des Instruments ist wahrscheinlich onomatopoetischen Ursprungs, doch bleibt wegen der anlautenden Konsonantenverbindung auch ein Zusammenhang mit der Wortgruppe von lat. flāre ‘blasen’ zu erwägen. flöten Vb. ‘auf der Flöte blasen’, mhd. floiten, älter floitieren, nach afrz. flaüter. Flötist m. ‘Flötenspieler’ (19. Jh.), zuvor Flötenist (18. Jh.) mit dem roman., aus lat. -ista stammenden Suffix für Personenbezeichnungen (vgl. ital. flautista) gegenüber Flöter (16. Jh.), mhd. vloitære.

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Flöte · ↗Pfeife
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Flöte‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Flöte‹.

Zitationshilfe
„Flöte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fl%C3%B6te#2>, abgerufen am 29.10.2020.

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