Fladen, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Fladens · Nominativ Plural: Fladen
Aussprache 
Worttrennung Fla-den
Wortbildung  mit ›Fladen‹ als Erstglied: ↗Fladenbrot  ·  mit ›Fladen‹ als Letztglied: ↗Brotfladen · ↗Eierfladen · ↗Kuhfladen · ↗Osterfladen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [landschaftlich, besonders süddeutsch, schweizerisch] flacher, breiter und dünner Kuchen
  2. 2. breitgelaufener Klecks
    1. a) einer breiigen Masse
    2. b) von (ausgetrocknetem) Rinderkot
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
landschaftlich, besonders süddeutsch, schweizerisch flacher, breiter und dünner Kuchen
Beispiele:
süßer Fladen
einen Fladen backen
nimm den Fladen noch nicht aus dem Ofen [ BrechtKaukas. Kreidekreis4]
2.
breitgelaufener Klecks
a)
einer breiigen Masse
Beispiel:
Ein breiter Fladen von aufgeweichtem Geschiebemergel ist auf den Strand heruntergeflossen [ Natur u. Heimat1960]
b)
von (ausgetrocknetem) Rinderkot
Beispiele:
in einen Fladen treten
auf den Wiesen müssen nach jedem Abweiden die Fladen verteilt werden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fladen m. ‘flacher, breiter, dünner Kuchen, flacher Kuhmist’, ahd. flado m. (10. Jh.), flada f. (Hs. 12. Jh.) ‘flacher Kuchen, dünnes Feingebäck’, mhd. vlade ‘breiter, dünner Kuchen, Honigscheibe’, in scherzhafter Übertragung vlade von der kuo (danach nhd. Kuhfladen), mnd. vlāde ‘flaches, dünnes Brot, flacher Kuchen’, mnl. vlāde, nl. vlade, vla ‘Obstkuchen’, norw. (mundartlich) flade ‘flache Wiese, flaches Feld’ führen wie die unter ↗Flunder (s. d.) genannten Formen auf eine Dentalerweiterung der Wurzel ie. *pel(ə)-, *plā- ‘breit und flach, ausbreiten, breitschlagen, breitklatschen’ (s. auch verwandtes ↗Feld).

Typische Verbindungen zu ›Fladen‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fladen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Fladen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ohne die Fladen in der Ausrüstung zogen sie angeblich nie los.
Süddeutsche Zeitung, 08.07.1997
Die gebackenen Fladen legt er auf ein sauberes, blau-weiß kariertes Tuch.
Die Zeit, 18.03.2013, Nr. 11
Für fünf Jahrtausende ist das Übergewicht des Breis und des Fladens über das Brot erwiesen.
Bommer, Sigwald u. Lotzin-Bommer, Lisa: Getreidegerichte aus vollem Korn - gesund, kräftig, billig!, Krailing bei München: Müller 1957 [1941], S. 7
Was aber das Brot anbelangt, so konnte sich Sato doch nur an einem Viertel des Fladens mästen.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 330
Das Brot, ehemals als fremd und neuartig empfunden, bürgert sich ein und verdrängt den Fladen und den Brei.
Bauer, Hans: Tisch und Tafel in alten Zeiten, Leipzig: Koehler & Amelang 1967, S. 27
Zitationshilfe
„Fladen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fladen>, abgerufen am 26.10.2020.

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