Flamme, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Flamme · Nominativ Plural: Flammen
Aussprache
WorttrennungFlam-me
Wortbildung mit ›Flamme‹ als Erstglied: ↗Flammenkuchen · ↗Flammenmeer · ↗Flammenschein · ↗Flammenschrift · ↗Flammenschwert · ↗Flammentod · ↗Flammenwerfer · ↗Flammenzeichen · ↗Flammkuchen · ↗Flammofen · ↗Flammpunkt · ↗Flammrohr · ↗Flämmchen · ↗flammenförmig · ↗flammfest
 ·  mit ›Flamme‹ als Letztglied: ↗Explosionsflamme · ↗Feuerflamme · ↗Gasflamme · ↗Heizflamme · ↗Liebesflamme · ↗Schweißflamme · ↗Sparflamme · ↗Stichflamme
 ·  formal verwandt mit: ↗dreiflammig · ↗zweiflammig
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
bei Verbrennungsvorgängen entstehende bläuliche oder gelbrote, helle Lichterscheinung mit Wärmeentwicklung; lodernde, flackernde, leuchtende Feuerzunge
Beispiele:
eine helle, grelle, bläuliche, gelbe, starke, große, schwache, heiße, ruhige, leckende Flamme
auf kleiner Flamme kochen
unser Gasherd hat drei Flammen (= Brennstellen)
das spärliche Flämmchen einer Kerze erhellte den Raum nur schwach
die olympische Flamme (= das olympische Feuer)
die Flammen lodern, schlagen zum Himmel, züngeln, zucken, lohen
die Flamme leuchtet, wirft Schatten, wärmt, ist erloschen
Flammen schlugen aus dem Ofen, Dachstuhl
die Flamme schüren, austreten, ersticken
gehoben die Flamme anfachen
landschaftlich die Flamme auspusten
einen Holzstoß in Flammen setzen
der Schein der Flammen war von Weitem zu sehen
die Scheune stand in (hellen) Flammen (= brannte lichterloh)
das Haus, der Wald, das Dorf ging in Flammen auf (= das Haus, der Wald, das Dorf verbrannte gänzlich)
gehoben das Haus, der Wald, das Dorf wurde ein Raub der Flammen (= das Haus, der Wald, das Dorf verbrannte gänzlich)
gehoben die Leiche wurde den Flammen übergeben (= die Leiche wurde eingeäschert)
Eine einzige gellende Flamme, die das Schiff verzehrte [JahnnHolzschiff197]
bildlich
Beispiele:
die Flammen der Begeisterung, Leidenschaft, des Hasses, Zorns
er entfachte die Flammen des Aufruhrs erneut
Die schönsten, unschuldigsten Träume unserer Vorfahren gehen schon in Flammen auf [CarossaGion167]
Da schlägt endlich die seit Jahren niedergehaltene und erstickte Flamme der Revolte in Balzac hoch [St. ZweigBalzac30]
Sein Ehrgeiz war ein mild erwärmend Feuer, / Noch nicht die Flamme, die verzehrend rast [SchillerWallenst. TodIII 3]
umgangssprachlich Feuer und Flamme für etw., jmdn. seinspontan und stark begeistert für etw., jmdn. sein
Beispiele:
er war (ganz, sofort) Feuer und Flamme für diese Idee, Pläne, den Auftrag
Der Schiffsjunge Fordan war Feuer und Flamme für Artisten [KlepperKahn52]
2.
salopp Mädchen, für das ein Mann entflammt ist, Angebetete
Beispiele:
heute war ich mit meiner Flamme im Kino
er hat seine alte Flamme wiedergesehen
Ein Pennäler hat einen Schwarm, eine Flamme [SpoerlFeuerzangenbowle73]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Flamme · flammen
Flamme f. ‘auflodernde, Licht und Wärme verbreitende Erscheinung bei der Verbrennung von Stoffen und Gasen’, ahd. flamma (10. Jh.), mhd. vlamme (auch vlam m.) ist entlehnt aus lat. flamma (aus *flagma), das zu lat. flagrāre ‘in Flammen stehen, brennen, lodern’ gebildet ist (s. ↗flagrant). Vom Substantiv abgeleitet flammen Vb. ‘hell leuchten, lodern, funkeln’, mhd. vlammen. Dazu geflammt Part.adj. ‘gezackt, lodernden Flammen ähnlich gemustert’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Herzallerliebster · ↗Herzblatt · ↗Liebste(r)  ●  ↗Darling  engl. · (du) Traum meiner schlaflosen Nächte  ugs., ironisch · ↗Augenstern  ugs. · ↗Babe  ugs., engl. · ↗Baby  ugs. · Beauty  ugs., engl. · ↗Bienchen  ugs. · ↗Biene  ugs. · ↗Bunny  ugs., engl. · ↗Bärchen  ugs. · ↗Engel  ugs. · ↗Engelchen  ugs. · Engelmaus  ugs. · Engelsschein  ugs. · Flamme  ugs. · ↗Gummibärchen  ugs. · ↗Hase  ugs. · Hasi  ugs. · Hasibär  ugs. · Hasibärchen  ugs. · Hasili  ugs. · Hasimaus  ugs. · Hasipupsi  ugs. · ↗Herzbube  ugs. · ↗Herzchen  ugs. · Honey  ugs., engl. · Hübsche  ugs. · Kleine  ugs. · Kleiner  ugs. · Kleines  ugs. · ↗Knuddelbär  ugs. · Knuddelmaus  ugs. · Knufelbär  ugs. · Knuffel  ugs. · Knuffelchen  ugs. · Knuffelschatzi  ugs. · ↗Kuschelbär  ugs. · Kuschelbärchen  ugs. · ↗Kuschelhase  ugs. · Kuschelmaus  ugs. · Kuschelmäuschen  ugs. · Kuschelschnuppe  ugs. · Kuscheltiger  ugs. · Kuschli  ugs. · ↗Kätzchen  ugs. · ↗Liebchen  ugs. · ↗Liebesgöttin  ugs. · ↗Liebesperle  ugs. · ↗Liebling  ugs., Hauptform · ↗Maus  ugs. · Mausbär  ugs. · ↗Mausi  ugs. · ↗Mäuschen  ugs. · Mäusle  ugs. · Perlchen  ugs. · Puschi  ugs. · Puschibär  ugs. · ↗Püppchen  ugs. · Püppi  ugs. · ↗Schatz  ugs. · Schatzi  ugs. · Schatzimaus  ugs. · Schatzimausi  ugs. · Schnubbi  ugs. · ↗Schnucke  ugs. · ↗Schnuckel  ugs. · ↗Schnuckelchen  ugs. · Schnuckelmausi  ugs. · Schnucki  ugs. · Schnuckiputzi  ugs. · ↗Schätzchen  ugs. · Schätzelein  ugs. · ↗Schöne  ugs. · ↗Schönheit  ugs. · ↗Sonnenschein  ugs. · ↗Spatz  ugs. · ↗Spätzchen  ugs. · ↗Süße  ugs. · Süßes  ugs. · ↗Teufelchen  ugs. · ↗Traummann  ugs. · ↗Traumprinz  ugs. · ↗Zuckerpuppe  ugs. · ↗Zuckerpüppchen  ugs. · ↗Zuckerschnecke  ugs. · ↗Zuckerschnute  ugs. · Zuckertäubchen  ugs. · ↗Zuckerwürfel  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Flamme · ↗Lohe
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Auserwählte · Bettgenossin · Dame seines Herzens · Frau seines Herzens · ↗Freundin · ↗Gespielin · ↗Hetäre · ↗Kurtisane · Lebensabschnittsgefährtin · ↗Liebhaberin · ↗Liebste · ↗Mätresse · ↗Partnerin  ●  ↗Geliebte  Hauptform · (seine) Angebetete (oft iron.)  geh. · Flamme  ugs. · ↗Herzdame  ugs. · ↗Herzensdame  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dachstuhl Feuer Raub Rauch anfachen aufgehen auflodern ausbreiten brennen entzünden erlöschen ersticken ewig flackern fressen hell kochen lodern lodernd löschen meterhoch olympisch schlagen umkommen vernichten züngeln züngelnd Übergreif Übergreifen übergreifen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Flamme‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie schlugen uns und stahlen das bisschen, was wir vor den Flammen retten konnten.
Der Spiegel, 28.05.2001
Wenn sie allerdings einen der naheliegenden Fehler machen würde, würde der Koffer in Flammen aufgehen.
Kopetzky, Steffen: Grand Tour, Frankfurt am Main: Eichborn 2002, S. 321
Bei ihnen ist das Garen auf kleiner Flamme gerade groß in Mode.
Die Zeit, 05.04.2010, Nr. 14
Denn als das Paar zu Hause ist, steht die Küche in Flammen.
Bild, 31.08.2005
Die Flamme des Spanes, der in einem eisernen Ring an der Wand flackerte, stand still.
Klabund: Bracke. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 2325
Zitationshilfe
„Flamme“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Flamme>, abgerufen am 23.01.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Flämmchen
flämisch
Flamingo
Flamengo
Flamenga
flammen
Flammen speiend
flammend
flammenförmig
Flammengarbe