Flankierung, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Flan-kie-rung
Wortzerlegung flankieren-ung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Flanke · flanken · flankieren · Flankierung
Flanke f. ‘Seite’, zunächst (2. Hälfte 16. Jh.) vereinzelt für ‘Weiche des Pferdes’ vom frühen 17. Jh. an militärisches Fachwort in Anwendung auf Festungsbau (‘Seitenfront einer Bastion, Seitendeckung’) und Truppenformation (‘Seite der Gefechts-, Marschordnung’) ist entlehnt aus afrz. frz. flanc ‘Weiche, Seite’ (terminologisch seit dem Mfrz.), wobei feminines Genus im Dt. wohl erst (nach dem Muster von ↗Seite, ↗Weiche1?, s. d.) aus dem häufig verwendeten Plur. Flanquen, Flanken entsteht. Das Mask. afrz. frz. flanc seinerseits beruht wahrscheinlich auf galloroman. Neubildung zu einem nur noch schwach belegten, aber in Mundarten weiterlebenden Fem. afrz. mfrz. flanche, nordafrz. flanke ‘Seite eines Tieres’, das auf eine westgerm. (anfrk.?) Form zurückgeht, die ahd. (h)lanka, mhd. lanke ‘Hüfte, Lende’ (s. ↗Gelenk und ↗lenken) entspricht. Im 20. Jh. gewinnt Flanke im Sport neue Geläufigkeit (beim Geräteturnen ‘Sprung mit nach einer Seite gestreckten Beinen’, vgl. engl. flank vault, bei Ballspielen ‘Wurf, Schuß von der Seite zur Spielfeldmitte’); dazu flanken Vb. ‘eine Flanke ausführen’ (20. Jh.). flankieren Vb. ‘sich an den Seiten befinden, seitlich begrenzen, von der Seite her schützen, decken oder angreifen’ (17. Jh.), aus gleichbed. mfrz. frz. flanquer; dazu Flankierung f. (17. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Flankierung‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Flankierung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Flankierung‹

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Die kommunale Flankierung würde vermutlich der schwierigste Part einer wohnungspolitischen Reform.
Die Zeit, 13.01.2000, Nr. 3
Die Delegationen dienten eher der politischen Flankierung der katarischen Reform.
Süddeutsche Zeitung, 18.03.1999
Die soziale und regionale Flankierung sei daher unabhängig von der Frage des Quotensystems notwendig.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1987]
Den Mangel an Zahl durch Schnelligkeit ersetzen, die Verluste durch Geschicklichkeit der Geländeausnutzung auf Null halten, die überlegenen Massen durch dauernde Flankierungen ausgleichen!
Dwinger, Edwin Erich: Die letzten Reiter, Jena: Eugen Diederichs 1935, S. 54
So mußte die Taktik von der Flankierung wieder zurückkehren zum Frontalangriff, zum Durchbruch, von der Überlegenheit der Offensive zur Überlegenheit der Defensive.
Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Erster Teil: Das Altertum, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1920], S. 6336
Zitationshilfe
„Flankierung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Flankierung>, abgerufen am 11.07.2020.

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