Flappe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Flappe · Nominativ Plural: Flappen
Worttrennung Flap-pe
eWDG, 1967

Bedeutung

mitteldeutsch, norddeutsch, salopp, abwertend (schiefes, verzerrtes) Gesicht
Beispiele:
eine Flappe ziehen
halt die, deine Flappe! (= Mund!)
Dem Kerl ... eine rein, rechts und links in seine hochmütige Flappe [A. ZweigJunge Frau110]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

flapp · Flappe · flappen · Flaps · flapsig
flapp Interjektion ‘klapp, klatsch’ in der Nachahmung entsprechender Geräusche. Die folgenden Ableitungen entwickeln in mundartnaher Umgangssprache (besonders nordd. und md.), ausgehend von lautmalenden Bildungen, eine reiche Bedeutungsvielfalt. Flappe f. ‘hängende Unterlippe; trotzig, weinerlich verzogener Mund; im Winde an den Mast schlagendes Segel; schlaff, lose hängender Lappen; Fliegenklatsche; Hosenklappe; Klaps, Ohrfeige’, auch Flabbe, rhein. Flapp, omd. Fläppe, Fläbbe, mnd. flabbe, flebbe ‘Hängemund’. Vgl. schwed. flabb ‘Maul, Klappe’, dän. flab ‘Hängemaul’, engl. flap ‘Klappe, Klaps, schlaff Hängendes’. flappen Vb. ‘lose hängen, schlottern, plump und schlurfend gehen, flattern, klatschen, schlagen, ohrfeigen’, nl. flabberen. Flaps m. ‘Laffe, unbeholfener, nachlässiger Kerl, Lümmel’ (18. Jh.). flapsig Adj. ‘unordentlich, lässig, albern, unhöflich’.
Zitationshilfe
„Flappe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Flappe>, abgerufen am 08.07.2020.

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