Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Flecken, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Fleckens · Nominativ Plural: Flecken
Aussprache 
Worttrennung Fle-cken
Wortbildung  mit ›Flecken‹ als Letztglied: Grasflecken · Schneeflecken · Sonnenflecken · Teerflecken · Wasserflecken
eWDG

Bedeutungen

a)
entsprechend der Bedeutung von Fleck¹ (1 a)
Beispiele:
der Pullover hat einen Flecken, viele Flecken
der Mantel ist voller Flecken
Öl gibt Flecken
umgangssprachlichÖl macht Flecken
einen Flecken (aus der Bluse) herauswaschen
umgangssprachlichmach dir keine Flecken auf die Hose
[Herr Forster] machte […] George für jeden Flecken auf den Kleidern verantwortlich [ I. SeidelLabyrinth33]
b)
entsprechend der Bedeutung von Fleck¹ (1 b)
Beispiel:
Die Häuser […] sind fast ganz in Schneefluchten versunken, und nur wo der Rauch sich niederschlägt, gibt’s auf dem Dach einen graulichen Flecken [ Suderm.6,128]
c)
entsprechend der Bedeutung von Fleck¹ (1 c)
Beispiele:
Mergels Gewissen war schmutzig genug auch ohne diesen Flecken [ Droste-Hülsh.Judenbuche926]
ich weiß wohl, daß dies Ereignis einen Flecken in unserer Familiengeschichte bildet [ Th. MannBuddenbrooks1,238]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Flecken · Fleck · beflecken · fleckig · Marktflecken · Fleckfieber
Flecken Fleck m. ‘von der Oberfläche sich abhebende Stelle, loses Stückchen, Ortschaft’, bildlich ‘Fehler, Makel’. Die etymologische Zuordnung von ahd. flec (8. Jh.) und flecko (um 800), mhd. vlec und vlecke, die sich durch starke (germ. *flekka-) und schwache (germ. *flekkōn) Deklination unterscheiden, ferner von mnd. vlek, vlecke, mnl. vlecke, nl. vlek, anord. flekkr, schwed. fläck ist ungeklärt. Teils wird Verwandtschaft mit Fleisch (s. d.) angenommen und Anschluß an ie. *plēik̑-, *plīk̑- ‘(ab)reißen’, abgeleitet von der Wurzel ie. *plē-, *plə- ‘abspalten, abreißen’, erwogen, teils wird an die Wurzel ie. *pel- ‘bedecken, verhüllen; Haut, Fell’ angeknüpft und an Verwandtschaft mit Fell, befehlen (s. d.) gedacht. beflecken Vb. ‘verunreinigen’, mhd. bevlecken (vgl. ahd. gifleckōn ‘beschmutzen’, 10. Jh.). fleckig Adj. ‘mit (Schmutz)flecken übersät’, mhd. vleckic (vgl. älteres nhd. fleckicht, mhd. vleckeht, vlekoht, ahd. fleckohti, 8. Jh.). Marktflecken m. ‘Ort mit Marktrecht’ (15. Jh.). Fleckfieber n. Infektionskrankheit, zu deren Symptomen ein fleckiger Hautausschlag gehört (17. Jh.), auch Flecktyphus.

Typische Verbindungen zu ›Flecken‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Flecken‹.

Verwendungsbeispiele für ›Flecken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Sets, die sie auf den Tisch legen wollte, hatten teilweise Flecken. [Giesder, Gabriele: Gutes Benehmen, Düsseldorf: Econ-Taschenbuch-Verl. 1991 [1986], S. 145]
Die Flecken mit dieser Mischung beträufeln, einige Minuten einwirken lassen, kalt nachspülen. [Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 324]
Mitten in unserem immer noch reichen Land verbergen sich Flecken, die von allen Überholspuren abgeschnitten sind. [Die Zeit, 07.11.1997, Nr. 46]
Heute gehört sie zu den am stärksten verminten Flecken der Erde. [Die Zeit, 28.03.1997, Nr. 14]
Mit ein paar Flecken auf der Haut, mit einer Übelkeit begann es. [Benjamin, Walter: Berliner Kindheit um Neunzehnhundert. In: Tiedemann, Rolf u. Schweppenhäuser, Hermann (Hgg.), Gesammelte Schriften Bd. 4,1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1980 [1932-1938], S. 260]
Zitationshilfe
„Flecken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Flecken#1>.

Weitere Informationen …

Flecken, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Fleckens · Nominativ Plural: Flecken
Aussprache 
Worttrennung Fle-cken
eWDG

Bedeutung

landschaftlich Flicken
Beispiele:
einen Flecken aufsetzen
der andere aber steckte den ausgeschnittenen Flecken sorgfältig in die Westentasche [ Storm2,169]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Flecken · Fleck · beflecken · fleckig · Marktflecken · Fleckfieber
Flecken Fleck m. ‘von der Oberfläche sich abhebende Stelle, loses Stückchen, Ortschaft’, bildlich ‘Fehler, Makel’. Die etymologische Zuordnung von ahd. flec (8. Jh.) und flecko (um 800), mhd. vlec und vlecke, die sich durch starke (germ. *flekka-) und schwache (germ. *flekkōn) Deklination unterscheiden, ferner von mnd. vlek, vlecke, mnl. vlecke, nl. vlek, anord. flekkr, schwed. fläck ist ungeklärt. Teils wird Verwandtschaft mit Fleisch (s. d.) angenommen und Anschluß an ie. *plēik̑-, *plīk̑- ‘(ab)reißen’, abgeleitet von der Wurzel ie. *plē-, *plə- ‘abspalten, abreißen’, erwogen, teils wird an die Wurzel ie. *pel- ‘bedecken, verhüllen; Haut, Fell’ angeknüpft und an Verwandtschaft mit Fell, befehlen (s. d.) gedacht. beflecken Vb. ‘verunreinigen’, mhd. bevlecken (vgl. ahd. gifleckōn ‘beschmutzen’, 10. Jh.). fleckig Adj. ‘mit (Schmutz)flecken übersät’, mhd. vleckic (vgl. älteres nhd. fleckicht, mhd. vleckeht, vlekoht, ahd. fleckohti, 8. Jh.). Marktflecken m. ‘Ort mit Marktrecht’ (15. Jh.). Fleckfieber n. Infektionskrankheit, zu deren Symptomen ein fleckiger Hautausschlag gehört (17. Jh.), auch Flecktyphus.

Typische Verbindungen zu ›Flecken‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Flecken‹.

Verwendungsbeispiele für ›Flecken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Sets, die sie auf den Tisch legen wollte, hatten teilweise Flecken. [Giesder, Gabriele: Gutes Benehmen, Düsseldorf: Econ-Taschenbuch-Verl. 1991 [1986], S. 145]
Die Flecken mit dieser Mischung beträufeln, einige Minuten einwirken lassen, kalt nachspülen. [Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 324]
Mitten in unserem immer noch reichen Land verbergen sich Flecken, die von allen Überholspuren abgeschnitten sind. [Die Zeit, 07.11.1997, Nr. 46]
Heute gehört sie zu den am stärksten verminten Flecken der Erde. [Die Zeit, 28.03.1997, Nr. 14]
Mit ein paar Flecken auf der Haut, mit einer Übelkeit begann es. [Benjamin, Walter: Berliner Kindheit um Neunzehnhundert. In: Tiedemann, Rolf u. Schweppenhäuser, Hermann (Hgg.), Gesammelte Schriften Bd. 4,1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1980 [1932-1938], S. 260]
Zitationshilfe
„Flecken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Flecken#2>.

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Flecken, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Fleckens · Nominativ Plural: Flecken
Aussprache 
Worttrennung Fle-cken
Wortbildung  mit ›Flecken‹ als Letztglied: Marktflecken
eWDG

Bedeutungen

1.
kleine Ortschaft
Beispiele:
er wohnt in einem einsamen Flecken im Gebirge
die niedrigen Häuser des Fleckens
Auch jetzt … schien dieser Flecken zu träumen [ SchallückReineke59]
er … ging geradezu bis zum Marktplatz des kleinen Fleckens, der sehr belebt war [ G. Hauptm.Quint1,7]
2.
historisch größeres Dorf mit einzelnen städtischen Rechten, besonders dem Marktrecht
Beispiele:
Der Flecken Zechlin wird urkundlich zuerst 1237 … genannt [ Natur u. Heimat1961]
[Graf von Montfort] ruft Abgeordnete aus den Grafschaften, den Städten und den Flecken zur Parlamentsversammlung [ Dahlm.Engl. Revolution7]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Flecken · Fleck · beflecken · fleckig · Marktflecken · Fleckfieber
Flecken Fleck m. ‘von der Oberfläche sich abhebende Stelle, loses Stückchen, Ortschaft’, bildlich ‘Fehler, Makel’. Die etymologische Zuordnung von ahd. flec (8. Jh.) und flecko (um 800), mhd. vlec und vlecke, die sich durch starke (germ. *flekka-) und schwache (germ. *flekkōn) Deklination unterscheiden, ferner von mnd. vlek, vlecke, mnl. vlecke, nl. vlek, anord. flekkr, schwed. fläck ist ungeklärt. Teils wird Verwandtschaft mit Fleisch (s. d.) angenommen und Anschluß an ie. *plēik̑-, *plīk̑- ‘(ab)reißen’, abgeleitet von der Wurzel ie. *plē-, *plə- ‘abspalten, abreißen’, erwogen, teils wird an die Wurzel ie. *pel- ‘bedecken, verhüllen; Haut, Fell’ angeknüpft und an Verwandtschaft mit Fell, befehlen (s. d.) gedacht. beflecken Vb. ‘verunreinigen’, mhd. bevlecken (vgl. ahd. gifleckōn ‘beschmutzen’, 10. Jh.). fleckig Adj. ‘mit (Schmutz)flecken übersät’, mhd. vleckic (vgl. älteres nhd. fleckicht, mhd. vleckeht, vlekoht, ahd. fleckohti, 8. Jh.). Marktflecken m. ‘Ort mit Marktrecht’ (15. Jh.). Fleckfieber n. Infektionskrankheit, zu deren Symptomen ein fleckiger Hautausschlag gehört (17. Jh.), auch Flecktyphus.

Typische Verbindungen zu ›Flecken‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Flecken‹.

Verwendungsbeispiele für ›Flecken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Sets, die sie auf den Tisch legen wollte, hatten teilweise Flecken. [Giesder, Gabriele: Gutes Benehmen, Düsseldorf: Econ-Taschenbuch-Verl. 1991 [1986], S. 145]
Die Flecken mit dieser Mischung beträufeln, einige Minuten einwirken lassen, kalt nachspülen. [Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 324]
Mitten in unserem immer noch reichen Land verbergen sich Flecken, die von allen Überholspuren abgeschnitten sind. [Die Zeit, 07.11.1997, Nr. 46]
Heute gehört sie zu den am stärksten verminten Flecken der Erde. [Die Zeit, 28.03.1997, Nr. 14]
Mit ein paar Flecken auf der Haut, mit einer Übelkeit begann es. [Benjamin, Walter: Berliner Kindheit um Neunzehnhundert. In: Tiedemann, Rolf u. Schweppenhäuser, Hermann (Hgg.), Gesammelte Schriften Bd. 4,1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1980 [1932-1938], S. 260]
Zitationshilfe
„Flecken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Flecken#3>.

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