Flecken, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Fleckens · Nominativ Plural: Flecken
Aussprache
WorttrennungFle-cken (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Flecken‹ als Letztglied: ↗Grasflecken · ↗Schneeflecken · ↗Sonnenflecken · ↗Teerflecken · ↗Wasserflecken
eWDG, 1967

Bedeutung

landschaftlich
entsprechend der Bedeutung von Fleck1 (Lesart 1 a–c)
entsprechend der Bedeutung von Fleck1 (Lesart 1 a)
Beispiele:
der Pullover hat einen Flecken, viele Flecken
der Mantel ist voller Flecken
Öl gibt Flecken
umgangssprachlich Öl macht Flecken
einen Flecken (aus der Bluse) herauswaschen
umgangssprachlich mach dir keine Flecken auf die Hose
[Herr Forster] machte ... George für jeden Flecken auf den Kleidern verantwortlich [I. SeidelLabyrinth33]
entsprechend der Bedeutung von Fleck1 (Lesart 1 b)
Beispiel:
Die Häuser ... sind fast ganz in Schneefluchten versunken, und nur wo der Rauch sich niederschlägt, gibt's auf dem Dach einen graulichen Flecken [Suderm.6,128]
entsprechend der Bedeutung von Fleck1 (Lesart 1 c)
Beispiele:
Mergels Gewissen war schmutzig genug auch ohne diesen Flecken [Droste-Hülsh.Judenbuche926]
ich weiß wohl, daß dies Ereignis einen Flecken in unserer Familiengeschichte bildet [Th. MannBuddenbrooks1,238]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Flecken · Fleck · beflecken · fleckig · Marktflecken · Fleckfieber
Flecken Fleck m. ‘von der Oberfläche sich abhebende Stelle, loses Stückchen, Ortschaft’, bildlich ‘Fehler, Makel’. Die etymologische Zuordnung von ahd. flec (8. Jh.) und flecko (um 800), mhd. vlec und vlecke, die sich durch starke (germ. *flekka-) und schwache (germ. *flekkōn) Deklination unterscheiden, ferner von mnd. vlek, vlecke, mnl. vlecke, nl. vlek, anord. flekkr, schwed. fläck ist ungeklärt. Teils wird Verwandtschaft mit ↗Fleisch (s. d.) angenommen und Anschluß an ie. *plēik̑-, *plīk̑- ‘(ab)reißen’, abgeleitet von der Wurzel ie. *plē-, *plə- ‘abspalten, abreißen’, erwogen, teils wird an die Wurzel ie. *pel- ‘bedecken, verhüllen; Haut, Fell’ angeknüpft und an Verwandtschaft mit ↗Fell, ↗befehlen (s. d.) gedacht. beflecken Vb. ‘verunreinigen’, mhd. bevlecken (vgl. ahd. gifleckōn ‘beschmutzen’, 10. Jh.). fleckig Adj. ‘mit (Schmutz)flecken übersät’, mhd. vleckic (vgl. älteres nhd. fleckicht, mhd. vleckeht, vlekoht, ahd. fleckohti, 8. Jh.). Marktflecken m. ‘Ort mit Marktrecht’ (15. Jh.). Fleckfieber n. Infektionskrankheit, zu deren Symptomen ein fleckiger Hautausschlag gehört (17. Jh.), auch Flecktyphus.

Thesaurus

Synonymgruppe
Dorf · Flecken · ↗Markt · ↗Marktflecken · ↗Ortschaft · Städtchen  ●  ↗Kuhdorf  ugs., abwertend
Unterbegriffe
  • Kreisau  ●  Creisau (bis 1930)  veraltet
  • Silbersfeld · Strzibrnitz
  • Czalositz · Tschalositz
  • Mezzolombardo · Welsch-Metz
  • Giethoorn  ●  Venedig des Nordens  ugs.
  • Deutsch Tscherbeney · Tscherbeney  ●  Grenzeck  veraltet
  • Krieblowitz  ●  Blüchersruh (1937-1945)  veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beule Erde Haut Kratzer Landkarte Wange Weltkarte Weste blau blind braun bräunlich davontragen dunkel entlegen feucht gelb hartnäckig hektisch hell hinterlassen häßlich idyllisch rot rötlich schwarz tilgen weiß winzig übersäen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Flecken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor anderthalb Jahren fielen ihm die blauen Flecken zum ersten Mal auf.
Der Tagesspiegel, 21.03.2001
Blaue Flecken holt sich der Regisseur dabei fast immer, aber das ist es ihm wert.
Süddeutsche Zeitung, 22.02.2000
Die Flecken verschwinden langsam wieder nach drei bis vier Tagen.
o. A. [dpa]: Masern. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1993]
Die Sets, die sie auf den Tisch legen wollte, hatten teilweise Flecken.
Giesder, Gabriele: Gutes Benehmen, Düsseldorf: Econ-Taschenbuch-Verl. 1991 [1986], S. 145
Die Farbe des Tiers ist olivgrün mit kleinen hellen Flecken.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 11
Zitationshilfe
„Flecken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Flecken#1>, abgerufen am 22.10.2019.

Weitere Informationen …

Flecken, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Fleckens · Nominativ Plural: Flecken
Aussprache
WorttrennungFle-cken (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

landschaftlich Flicken
Beispiele:
einen Flecken aufsetzen
der andere aber steckte den ausgeschnittenen Flecken sorgfältig in die Westentasche [Storm2,169]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Flecken · Fleck · beflecken · fleckig · Marktflecken · Fleckfieber
Flecken Fleck m. ‘von der Oberfläche sich abhebende Stelle, loses Stückchen, Ortschaft’, bildlich ‘Fehler, Makel’. Die etymologische Zuordnung von ahd. flec (8. Jh.) und flecko (um 800), mhd. vlec und vlecke, die sich durch starke (germ. *flekka-) und schwache (germ. *flekkōn) Deklination unterscheiden, ferner von mnd. vlek, vlecke, mnl. vlecke, nl. vlek, anord. flekkr, schwed. fläck ist ungeklärt. Teils wird Verwandtschaft mit ↗Fleisch (s. d.) angenommen und Anschluß an ie. *plēik̑-, *plīk̑- ‘(ab)reißen’, abgeleitet von der Wurzel ie. *plē-, *plə- ‘abspalten, abreißen’, erwogen, teils wird an die Wurzel ie. *pel- ‘bedecken, verhüllen; Haut, Fell’ angeknüpft und an Verwandtschaft mit ↗Fell, ↗befehlen (s. d.) gedacht. beflecken Vb. ‘verunreinigen’, mhd. bevlecken (vgl. ahd. gifleckōn ‘beschmutzen’, 10. Jh.). fleckig Adj. ‘mit (Schmutz)flecken übersät’, mhd. vleckic (vgl. älteres nhd. fleckicht, mhd. vleckeht, vlekoht, ahd. fleckohti, 8. Jh.). Marktflecken m. ‘Ort mit Marktrecht’ (15. Jh.). Fleckfieber n. Infektionskrankheit, zu deren Symptomen ein fleckiger Hautausschlag gehört (17. Jh.), auch Flecktyphus.

Thesaurus

Synonymgruppe
Dorf · Flecken · ↗Markt · ↗Marktflecken · ↗Ortschaft · Städtchen  ●  ↗Kuhdorf  ugs., abwertend
Unterbegriffe
  • Kreisau  ●  Creisau (bis 1930)  veraltet
  • Silbersfeld · Strzibrnitz
  • Czalositz · Tschalositz
  • Mezzolombardo · Welsch-Metz
  • Giethoorn  ●  Venedig des Nordens  ugs.
  • Deutsch Tscherbeney · Tscherbeney  ●  Grenzeck  veraltet
  • Krieblowitz  ●  Blüchersruh (1937-1945)  veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beule Erde Haut Kratzer Landkarte Wange Weltkarte Weste blau blind braun bräunlich davontragen dunkel entlegen feucht gelb hartnäckig hektisch hell hinterlassen häßlich idyllisch rot rötlich schwarz tilgen weiß winzig übersäen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Flecken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor anderthalb Jahren fielen ihm die blauen Flecken zum ersten Mal auf.
Der Tagesspiegel, 21.03.2001
Blaue Flecken holt sich der Regisseur dabei fast immer, aber das ist es ihm wert.
Süddeutsche Zeitung, 22.02.2000
Die Flecken verschwinden langsam wieder nach drei bis vier Tagen.
o. A. [dpa]: Masern. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1993]
Die Sets, die sie auf den Tisch legen wollte, hatten teilweise Flecken.
Giesder, Gabriele: Gutes Benehmen, Düsseldorf: Econ-Taschenbuch-Verl. 1991 [1986], S. 145
Die Farbe des Tiers ist olivgrün mit kleinen hellen Flecken.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 11
Zitationshilfe
„Flecken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Flecken#2>, abgerufen am 22.10.2019.

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Flecken, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Fleckens · Nominativ Plural: Flecken
Aussprache
WorttrennungFle-cken (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Flecken‹ als Letztglied: ↗Marktflecken
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
kleine Ortschaft
Beispiele:
er wohnt in einem einsamen Flecken im Gebirge
die niedrigen Häuser des Fleckens
Auch jetzt ... schien dieser Flecken zu träumen [SchallückReineke59]
er ... ging geradezu bis zum Marktplatz des kleinen Fleckens, der sehr belebt war [G. Hauptm.Quint1,7]
2.
historisch größeres Dorf mit einzelnen städtischen Rechten, besonders dem Marktrecht
Beispiele:
Der Flecken Zechlin wird urkundlich zuerst 1237 ... genannt [Natur u. Heimat1961]
[Graf von Montfort] ruft Abgeordnete aus den Grafschaften, den Städten und den Flecken zur Parlamentsversammlung [Dahlm.Engl. Revolution7]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Flecken · Fleck · beflecken · fleckig · Marktflecken · Fleckfieber
Flecken Fleck m. ‘von der Oberfläche sich abhebende Stelle, loses Stückchen, Ortschaft’, bildlich ‘Fehler, Makel’. Die etymologische Zuordnung von ahd. flec (8. Jh.) und flecko (um 800), mhd. vlec und vlecke, die sich durch starke (germ. *flekka-) und schwache (germ. *flekkōn) Deklination unterscheiden, ferner von mnd. vlek, vlecke, mnl. vlecke, nl. vlek, anord. flekkr, schwed. fläck ist ungeklärt. Teils wird Verwandtschaft mit ↗Fleisch (s. d.) angenommen und Anschluß an ie. *plēik̑-, *plīk̑- ‘(ab)reißen’, abgeleitet von der Wurzel ie. *plē-, *plə- ‘abspalten, abreißen’, erwogen, teils wird an die Wurzel ie. *pel- ‘bedecken, verhüllen; Haut, Fell’ angeknüpft und an Verwandtschaft mit ↗Fell, ↗befehlen (s. d.) gedacht. beflecken Vb. ‘verunreinigen’, mhd. bevlecken (vgl. ahd. gifleckōn ‘beschmutzen’, 10. Jh.). fleckig Adj. ‘mit (Schmutz)flecken übersät’, mhd. vleckic (vgl. älteres nhd. fleckicht, mhd. vleckeht, vlekoht, ahd. fleckohti, 8. Jh.). Marktflecken m. ‘Ort mit Marktrecht’ (15. Jh.). Fleckfieber n. Infektionskrankheit, zu deren Symptomen ein fleckiger Hautausschlag gehört (17. Jh.), auch Flecktyphus.

Thesaurus

Synonymgruppe
Dorf · Flecken · ↗Markt · ↗Marktflecken · ↗Ortschaft · Städtchen  ●  ↗Kuhdorf  ugs., abwertend
Unterbegriffe
  • Kreisau  ●  Creisau (bis 1930)  veraltet
  • Silbersfeld · Strzibrnitz
  • Czalositz · Tschalositz
  • Mezzolombardo · Welsch-Metz
  • Giethoorn  ●  Venedig des Nordens  ugs.
  • Deutsch Tscherbeney · Tscherbeney  ●  Grenzeck  veraltet
  • Krieblowitz  ●  Blüchersruh (1937-1945)  veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beule Erde Haut Kratzer Landkarte Wange Weltkarte Weste blau blind braun bräunlich davontragen dunkel entlegen feucht gelb hartnäckig hektisch hell hinterlassen häßlich idyllisch rot rötlich schwarz tilgen weiß winzig übersäen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Flecken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor anderthalb Jahren fielen ihm die blauen Flecken zum ersten Mal auf.
Der Tagesspiegel, 21.03.2001
Blaue Flecken holt sich der Regisseur dabei fast immer, aber das ist es ihm wert.
Süddeutsche Zeitung, 22.02.2000
Die Flecken verschwinden langsam wieder nach drei bis vier Tagen.
o. A. [dpa]: Masern. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1993]
Die Sets, die sie auf den Tisch legen wollte, hatten teilweise Flecken.
Giesder, Gabriele: Gutes Benehmen, Düsseldorf: Econ-Taschenbuch-Verl. 1991 [1986], S. 145
Die Farbe des Tiers ist olivgrün mit kleinen hellen Flecken.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 11
Zitationshilfe
„Flecken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Flecken#3>, abgerufen am 22.10.2019.

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