Fledermaus, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Fledermaus · Nominativ Plural: Fledermäuse
Aussprache
WorttrennungFle-der-maus (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Fledermaus‹ als Letztglied: ↗Zwergfledermaus
eWDG, 1967

Bedeutung

kleines, fliegendes Säugetier mit einer Flughaut zwischen Rumpf und Gliedmaßen, das vorwiegend Insekten frisst, am Tage schläft und sich beim Ruhen oder während des Winterschlafes mit den Krallen der Hinterbeine festhält und kopfüber nach unten hängt
Beispiele:
die Fledermäuse gehen nachts auf Nahrungssuche
Im Glockenturm der Kirche rauschten die Fledermäuse [J. RothRadetzkymarsch379]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fledermaus f. geflügeltes, mausähnliches Nachtsäugetier, ahd. fledarmūs f. (9. Jh.) und die Weiterbildungen fledarmūstra f., -stro m. (9. Jh.), mhd. vledermūs, eigentlich ‘Flattermaus’, sind Zusammensetzungen mit dem erst spät belegten Verb mhd. vlederen, vledern ‘flattern’ (doch vgl. ahd. fledirōnti Part.adj. ‘in ein locker, lose fallendes Gewand gekleidet’, Hs. 12. Jh.), das wohl mit ↗flattern (s. d.) im Ablautverhältnis steht und nur noch als Kompositionsglied in ↗Fledermaus, ↗Flederwisch und ↗zerfledern (s. d.) weiterlebt.

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Fledermaus [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Blutsauger · ↗Vampir  ●  Dracula  literarisch · Nosferatu  literarisch
  • Flughaut  ●  Patagium  fachspr.
  • Fledermausbestäubung · Fledermausblütigkeit  ●  Chiropterophilie  griechisch · Chiropterogamie  fachspr., griechisch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Buntschatten Echoortung Eidechse Eule Flughund Frosch Insektenfresser Kröte Mauersegler Ratte Rosalinde Schleiereule Schwalbe Spinne Turmfalke Ultraschall Urpferd Vampir Vogel Vogelart Winterquartier Zigeunerbaron bestäuben blutsaugend flattern flugunfähig nisten schlafend tollwütig überwintern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fledermaus‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Unter den vorspringenden Sparren und Balken hingen reihenweise die grauen Leiber zahlloser Fledermäuse.
Braun, Lily: Lebenssucher. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1915], S. 2400
Vom Boden können die Fledermäuse nur unbeholfen und schwer auffliegen.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 92
Bemerkt man nach dem Schlafengehen, daß sich eine Fledermaus im Zimmer gefangen sieht, so öffnet man alle Fenster und wartet, bis sie wieder herausgeflogen ist.
Stettenheim, Julius: Der moderne Knigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1902], S. 9939
Von den Fledermäusen kommen bei uns die gemeine Ohren-Fledermaus sowie die große und kleine Hufeisennase vor.
Welt und Wissen, 1927, Nr. 2, Bd. 16
Und doch ordnen wir Wale und Fledermäuse in eine Klasse ein, und zwar weder in die Klasse der Vögel noch in die der Fische.
Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 897
Zitationshilfe
„Fledermaus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fledermaus>, abgerufen am 15.12.2019.

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