Flederwisch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Flederwisches · Nominativ Plural: Flederwische
Aussprache
WorttrennungFle-der-wisch
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Gänseflügel, Federwisch zum Abstauben, Abkehren
Beispiel:
mit dem Flederwisch den Staub vom Schrank abkehren
2.
salopp, scherzhaft unruhige, lebhafte Person, besonders unruhiges, lebhaftes Kind
Beispiele:
du bist ein richtiger Flederwisch!
ein Flederwisch von einem Mädchen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Flederwisch m. ‘als Staubwedel dienender Gänseflügel oder Federbusch’. Mhd. vederwisch, nhd. Federwisch (s. ↗Wisch) entwickelt in Anlehnung an das Verb mhd. vlederen, vledern ‘flattern’ die Form Flederwisch (15. Jh.), die sich im Nhd. durchsetzt; s. ↗Fledermaus.

Verwendungsbeispiele für ›Flederwisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Redensart spielt aber zugleich mit der Bezeichnung Flederwisch für flatterhafte Menschen, besonders für Mädchen und alte Jungfern.
Röhrich, Lutz: Flederwisch. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 22474
Es ist ein fürchterliches Schicksal; niemand weiß das besser als die Haushälterin, eine Art Sybille aus dem Volk mit Besen und Flederwisch.
Die Zeit, 24.08.1950, Nr. 34
Da waren ein Paar alte Pantoffeln, ein Beil, ein Hammer, ein Flügel von einer Gans, ein sogenannter Flederwisch, und ein Zigarrenkasten mit Nägeln.
Bischoff, Charitas: Bilder aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 21523
Zitationshilfe
„Flederwisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Flederwisch>, abgerufen am 26.01.2020.

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