Flexion, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Flexion · Nominativ Plural: Flexionen
Aussprache
WorttrennungFle-xi-on (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Flexion‹ als Erstglied: ↗Flexionsendung · ↗Flexionsmorphem · ↗flexionslos
 ·  mit ›Flexion‹ als Grundform: ↗flexivisch
eWDG, 1967

Bedeutung

Sprachwissenschaft Abwandlung, Beugung
Beispiel:
die starke, schwache Flexion der Verben, Substantive
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

flektieren · Flexion · flexibel
flektieren Vb. ‘beugen’, zusammenfassender grammatischer Terminus für deklinieren und ↗konjugieren (s. d.), im 17. Jh. entlehnt aus lat. flectere (flexum) ‘beugen, biegen, wenden, lenken’, bei den römischen Grammatikern bereits ‘abwandeln (von Substantiv und Verb)’. Daneben hält sich bis in die Gegenwart der dt. Ausdruck ↗beugen (s. d.). Flexion f. ‘Beugung, Deklination und Konjugation’ (17. Jh.), nach gleichbed. spätlat. flexio (Genitiv flexiōnis), lat. ‘Biegung, Krümmung’. flexibel Adj. ‘biegsam, elastisch, flektierbar’ (17. Jh.), lat. flexibilis, frz. flexible.

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Beugung  ●  ↗Biegung  ugs., österr. · Flexion  fachspr., wissenschaftlich
Unterbegriffe
  • Beugung (Nomen/Adjektive) · ↗Deklination · Flexion (Nomen/Adjektive)
  • Beugung der Verben  ●  Flexion der Verben  fachspr., wissenschaftlich · ↗Konjugation  fachspr., wissenschaftlich · Verbflexion  fachspr., wissenschaftlich
Assoziationen
Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Beugung (Nomen/Adjektive) · ↗Deklination · Flexion (Nomen/Adjektive)
Oberbegriffe
  • Beugung  ●  ↗Biegung  ugs., österr. · Flexion  fachspr., wissenschaftlich
Unterbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die schwache Flexion des Namens im Titel taucht erst 1787 als Variante auf.
Süddeutsche Zeitung, 01.07.2004
Die 8000 englischen Verse gerieten dem Übersetzer, in jahrelanger Bemühung, zu weit über 11000 (Problem der englischen Einsilbigkeit gegenüber der deutschen Flexion).
Die Zeit, 14.03.1975, Nr. 12
Die Zeit war verpaßt, in der mein Hirn sich willig erwiesen hatte, Flexionen und Syntaxregeln in sich aufzunehmen.
Sudermann, Hermann: Das Bilderbuch meiner Jugend. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 732
Am Anfang des dritten Lebensjahres beginnt dann gewöhnlich die Flexion Fortschritte zu machen.
Schädel, E.: Das Sprechenlernen unserer Kinder, Leipzig: Brandstetter 1905, S. 95
Durch Schwächung der Endsilben und Abschleifung der Flexionen entstand das Mittelhochdeutsche.
o. A.: D. In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 25262
Zitationshilfe
„Flexion“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Flexion>, abgerufen am 15.10.2019.

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