Flicken, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Flickens · Nominativ Plural: Flicken
WorttrennungFli-cken (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Flicken‹ als Erstglied: ↗Flickendecke · ↗Flickenkiste · ↗Flickenteppich
 ·  mit ›Flicken‹ als Letztglied: ↗Gummiflicken · ↗Lederflicken · ↗Stofflicken
eWDG, 1967

Bedeutung

ein Stück Stoff, Leder, Gummi zum Ausbessern
Beispiele:
einen Flicken aufsetzen, aufnähen, einsetzen
ein aus vielen, bunten Flicken zusammengenähtes Kissen
die alte Hose war reichlich mit Flicken besetzt
Marthe hatte häßliche Flicken auf die Außenseiten der Ärmel setzen müssen [I. SeidelLennacker110]
ich ... sah, daß sie [die Unterhosen] überall gestopft waren und daß dort, wo die Knie waren, große Flicken saßen [H. W. RichterSpuren155]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

flicken · Flicken · Flickwerk
flicken Vb. ‘ausbessern’, mhd. vlicken ‘einen Fleck auf-, ansetzen, ausbessern’, Verbalableitung von ↗Fleck (s. d.), mhd. vlec ‘Stück, Zeug, Lappen’ (wie spicken von Speck); ursprünglich nicht obd., wo bletzen (zu obd. Bletz m. ‘Fleck, Lappen’) gilt. Dazu Flicken m. ‘Stoff-, Lederstück zum Ausbessern’ (18. Jh.), nd. Flicke, älteres Fleck in dieser Bedeutung verdrängend. Flickwerk n. ‘zusammengestückelte, schlechte Arbeit’ (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(aufgesetzter) Flicken · ↗Flickwerk · ↗Patch
Synonymgruppe
Fetzen · Flicken · ↗Fragment · Schnippel · ↗Schnipsel
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fetzen Hose Loch Netz Schlagloch Schlauch Stopfen bunt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Flicken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihre Felder kleben wie grüne Flicken an den staubfarbenen Hängen.
Die Zeit, 23.09.1994, Nr. 39
Wenn die schadhafte Stelle zum Stopfen zu groß ist, muß man ans Flicken denken.
Bundesverband d.dt. Standesbeamten e.V. (Hg.), Hausbuch für die deutsche Familie, Frankfurt a. M.: Verl. f. Standesamtwesen 1956, S. 122
Flicken konnte man sie nicht, weil das Rot schon etwas verschossen war.
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1930], S. 626
Die Ärmel sind von Hand umgeheftet, und irgendwo auf dem Rücken sitzt sogar ein kleiner, sorgfältig aufgenähter Flicken.
Der Tagesspiegel, 20.09.2000
Auf dem Rücken und an den Ärmeln sind große dunkle Flicken eingesetzt.
Remarque, Erich Maria: Im Westen nichts Neues, Berlin: Propyläen 1929, S. 169
Zitationshilfe
„Flicken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Flicken>, abgerufen am 19.08.2018.

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