Floß, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Floßes · Nominativ Plural: Flöße
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Floß‹ als Erstglied: ↗Floßfahrt · ↗Floßführer · ↗Floßhaken · ↗Floßholz
 ·  mit ›Floß‹ als Letztglied: ↗Rettungsfloß
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
nebeneinanderliegende, zusammengekoppelte Hölzer, besonders Baumstämme, die auf fließenden Gewässern durch die Strömung oder durch Schlepper fortbewegt werden und zur Aufnahme einer Ladung dienen oder selbst Frachtgut darstellen
Beispiele:
ein Floß bauen, zusammenstellen
das Floß besteigen, vom Ufer abstoßen
auf den sibirischen Flüssen schwimmen, treiben Flöße
auf, mit dem Floß fahren
die Gebirgsbewohner transportieren das Heu auf einem Floß ins Tal
die Schiffbrüchigen retteten sich auf ein Floß
2.
Schwimmkörper an der Angelschnur, der den Köder auf einer bestimmten Wassertiefe hält und den Biss eines Fisches anzeigt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Floß · flößen1
Floß n. ‘Wasserfahrzeug aus zusammengebundenen Baumstämmen’, ahd. flōʒ (10. Jh., vgl. flōʒskef, -skif, 9. Jh.), mhd. vlōʒ (auch m.), asächs. flōt, mnd. mnl. vlōt, nl. vlot gehört mit den unter ↗Flotte und ↗flott (s. d.) verzeichneten Formen als ablautende Bildung zu dem unter ↗fließen (s. d.) behandelten Verb und bedeutet eigentlich ‘das Fließende, das Schwimmende’. flößen1 Vb. ‘mit dem Floß, als Treibgut befördern’ (13. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Floß‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Autoreif Baumstamm Boot Cubaner Kanu Kubaner Medusa Pazifik Planke Schiffbrüchiger Schlauchboot gebastelt gebaut gezimmert hinunterfahren hinuntertreiben oberpfälzisch paddeln schippern schwimmend selbstgebastelt selbstgebaut selbstgezimmert steinern treibend verladen wackelig zimmern zusammenbinden zusammengezimmert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Floß‹.

Verwendungsbeispiele für ›Floß‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihr habt gut gearbeitet, denn euer Floß scheint wirklich unsinkbar zu sein!
Bild, 05.09.2002
Stibitzen, wie einst Tom, muss man sich das Floß nicht.
Der Tagesspiegel, 26.05.2000
Nach drei Tagen war so etwas wie ein Floß fertig.
Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 245
In der kritischen Versuchssituation lag das Tier auf einem Floß, mitten auf einem See.
Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 389
Er brauchte mich nur ein kleines Stück auf dem Floß mitzunehmen, und ich vergaß meine Heimatstadt.
Seghers, Anna: Transit, Gütersloh: Bertelsmann 1995 [1943], S. 220
Zitationshilfe
„Floß“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Flo%C3%9F>, abgerufen am 08.08.2020.

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