Flott, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Flott(e)s · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Flott‹ als Letztglied: ↗Entenflott
eWDG, 1967

Bedeutung

norddeutsch
1.
Haut, die sich auf gekochter Milch bildet
2.
Schwimmkörper an der Angelschnur, Floß
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

flott · Flott
flott Adj. ‘munter, flink, schick’ gehört etymologisch zu den Formen von ↗fließen, ↗Floß und ↗Flotte (s. d.) und ist ursprünglich ein Wort der nd.-nl. Seemannssprache, vgl. mnd. an vlot bringen (ein Schiff) ‘fahrtbereit machen’, nd. flot ‘fließend, schwimmend’, nl. (älter) vlot ‘schwimmfähig’. Ausgangsbedeutung ist ‘obenauf schwimmend’, daher auch flott (‘schnell’) vorangehen, nd. dat geid flot ‘fließend, leicht, glatt, schnell’. Das Adjektiv wird im 17. Jh. ins Hd. aufgenommen. Die übertragene Bedeutung ‘lebensfroh, munter’ (aus ‘obenauf schwimmend’) entwickelt sich in der Studentensprache und gewinnt allgemeine Verbreitung (18. Jh.). Dazu im Sinne von ‘obenauf Schwimmendes’ die Substantivierung Flott n. ‘Milchrahm’ (18. Jh.), entsprechend nd. Flot, mnd. vlot, auch ‘Wasserlinsen, Entengrütze’ (19. Jh.), ‘Schwimmer, Pose’ (an der Angelschnur).
Zitationshilfe
„Flott“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Flott>, abgerufen am 16.12.2018.

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