Flussspat, der

Alternative SchreibungFluss-Spat
GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungFluss-spat · Fluss-Spat
WortzerlegungFlussSpat
Ungültige SchreibungFlußspat
Rechtschreibregeln§ 2, § 25 (E1), § 45 (4)
eWDG, 1967

Bedeutung

Geologie farbloses oder verschieden gefärbtes, gesteinsbildendes, meist auf Erzgängen vorkommendes Mineral von geringer Härte
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fluß · flüssig · Flüssigkeit · Flußspat
Fluß m. ‘größeres fließendes Gewässer, größerer natürlicher Wasserlauf’, ahd. fluʒ ‘Fluß, Strömung, Flüssigkeit’ (8. Jh.), mhd. vluʒ, asächs. fluti, mnd. vlōt ist schwundstufiges Abstraktum (i-Stamm, daher Plural Flüsse mit Umlaut) zu dem unter ↗fließen (s. d.) behandelten Verb, ursprünglich ‘das Fließen, Strömung’ (in alter Zeit häufig von Blut und anderen Körpersäften). Erst im 16. Jh. wird Fluß (als Synonym neben Strom) zur allgemein üblichen Bezeichnung für ‘fließendes Gewässer’ (dafür zuvor ahd. aha, mhd. ahe, s. ↗Aue), bis im 18. Jh. zwischen Fluß ‘größerer natürlicher Wasserlauf’ und Strom ‘großer, breiter Fluß’ unterschieden wird. flüssig Adj. ‘so beschaffen, daß es fließen kann, wässerig’, auch ‘ohne Stocken, zügig, glatt’ (von der Rede), ahd. fluʒʒīg ‘fließend, wogend, schmelzbar’ (11. Jh.), mhd. vlüʒʒec, vlüʒʒic. Flüssigkeit f. ‘wässerige Substanz’, spätmhd. vlüʒʒecheit (14. Jh.). Flußspat m. Mineral, Kalziumfluorid (16. Jh.), eigentlich ‘fließendes Mineral’, das als Flußmittel dem Schmelzprozeß zugesetzt wird (s. ↗Spat).

Thesaurus

Synonymgruppe
Fluorit · ↗Fluorkalzium · Flussspat  ●  Calciumfluorid  fachspr. · Kalziumfluorid  fachspr.
Zitationshilfe
„Flussspat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Flussspat>, abgerufen am 22.01.2020.

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