Folklore, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Folklore · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungFol-klo-re · Folk-lo-re (computergeneriert)
HerkunftEnglisch
Wortbildung mit ›Folklore‹ als Erstglied: ↗Folkloreabend · ↗Folkloretanz  ·  mit ›Folklore‹ als Grundform: ↗Folklorist · ↗folkloristisch
eWDG, 1967

Bedeutungen

a)
Volksdichtung, die Volkslied, Märchen, Sage, Sprichwort umfasst
Beispiel:
die deutsche Folklore
b)
Volksdichtung, Volksmusik, Volkskunst, Sitte und Brauch umfassend
Beispiel:
die Musik von Glinka knüpft an die russische Folklore an
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Folklore f. ‘Zeugnisse der Volkskunst’. Im 19. Jh. erfolgt die Übernahme von engl. folklore ins Dt., einem von W. J. Thomas 1846 geprägten Kompositum aus engl. folk ‘Volk’ und lore ‘Wissen, Kunde’ (s. ↗Lehre). Anfangs gleichbed. mit Volkskunde, heute überwiegend in der oben genannten engeren Bedeutung.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bauchtanz Blues Brauchtum Chanson Flamenco Jazz Kitsch Klassik Kunstmusik Mix Rock Tango Tanz Volkskunst Weltmusik alpenländisch andalusisch bajuwarisch bretonisch imaginär irisch jiddisch keltisch lateinamerikanisch mexikanisch orientalisch osteuropäisch slawisch südamerikanisch urban

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Folklore‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im schlimmsten Fall wird es zur Folklore, wie hier vor der Pause.
Süddeutsche Zeitung, 18.04.2002
Die Folklore der Welt ist tief gesättigt mit den Erfahrungen der Generationen.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 204
Damals schien das Datum endgültig zur bundesrepublikanischen Folklore zu werden.
Der Tagesspiegel, 12.01.2001
Besonders verdient machte er sich um die Erhaltung und schöpferische Verarbeitung der sorbischen Folklore.
Baumgartner, Gabriele u. Hebig, Dieter (Hg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR - N. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 19042
Merkwürdigerweise hat sich in der Folklore der Name vom Schöpfer auf das Geschöpf übertragen, so wie vom Vater auf den Sohn.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 247
Zitationshilfe
„Folklore“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Folklore>, abgerufen am 24.10.2019.

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