Folterbank, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungFol-ter-bank (computergeneriert)
WortzerlegungFolterBank1
eWDG, 1967

Bedeutung

historisch Bank, auf der die Folterung vollzogen wurde
Beispiele:
jmdn. auf die Folterbank legen
Auch die Unschuld bekennt sich auf der Folterbank zu Freveln, die sie nie beging [SchillerKabaleV 2]

Thesaurus

Synonymgruppe
Folterbank · ↗Streckbank
Oberbegriffe
Assoziationen
  • hochnotpeinliche Befragung · peinliche Befragung · scharfe Frage

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es dauert nicht lange, und sein Krankenbett wird zur Folterbank.
Süddeutsche Zeitung, 15.05.1999
Ein gewissenhafter und genauer Künstler, dessen Selbstzweifel durchaus ernsthaft sind, peitscht sich selbst immer wieder an die Folterbank des Gestaltens heran.
Die Zeit, 31.03.1955, Nr. 13
Zwischen Limousinen und Folterbänken vegetierte das stumme Gesindel schwarz dahin.
Andersch, Alfred: Sansibar oder der letzte Grund, Olten: Walter 1957 [1957], S. 199
Manchmal hörte es sich an, als würde ein Sänger auf seiner Folterbank versuchen, zum Takt eines unmusikalischen Kerkermeisters zu singen, unmanierlich, ohne Kenntnis der Tonleiter.
Hilsenrath, Edgar: Das Märchen vom letzten Gedanken, München: Piper 1989, S. 408
Als er allerdings die nackten Schönen auf Folterbänken sich räkeln oder von Schäferhunden beschnuppern ließ, rief das die Feministinnen auf den Plan.
Der Tagesspiegel, 02.06.2004
Zitationshilfe
„Folterbank“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Folterbank>, abgerufen am 22.09.2019.

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