Formung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Formung · Nominativ Plural: Formungen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung For-mung (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Formung‹ als Letztglied: ↗Charakterformung · ↗Geländeformung · ↗Körperformung · ↗Mitformung · ↗Neuformung · ↗Persönlichkeitsformung

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. äußere Formgestaltung
  2. 2. Bildung, Erziehung
eWDG

Bedeutungen

1.
äußere Formgestaltung
Beispiele:
eine einfache, zweckmäßige, moderne Formung
eine künstlerische, straffe Formung
die Formung eines Leichtmetallblocks
die strenge Formung eines Gedichts
die Kunst der dichterischen Formung
das Motiv der Leidenschaft findet seine literarische Formung in vielen Dramen
er [Roda Roda] hat den deutschen Witz durch prägnante Formung überhaupt erst literaturfähig gemacht [ TucholskyPanter25]
2.
Bildung, Erziehung
Beispiele:
die Formung des Charakters, Geistes
eine nachhaltige, tiefgehende Formung
Schule und Universität üben einen entscheidenden Einfluss auf die geistige Formung junger Menschen aus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Form · formen · Formung · -förmig · förmlich · formlos · Umgangsformen
Form f. ‘(innere und äußere) Gestalt, Art und Weise, Gehäuse (für plastische Gestaltung)’. Mhd. form(e) ‘Gestalt, Vorbild, Muster, Art und Weise’ wird um die Mitte des 13. Jhs. aus lat. forma ‘Gestalt, Figur, Äußeres’ (wozu lat. formāre ‘formen, gestalten’) entlehnt und anfangs nur auf die menschliche Gestalt bezogen. formen Vb. ‘gestalten, in eine bestimmte Form bringen’, mhd. formen, Ableitung vom Substantiv. Formung f. ‘Gestaltung’, mhd. formunge ‘Gestalt, Gestaltung’. -förmig ‘mit einer bestimmten Gestalt versehen, ihr entsprechend’, bereits im 14. Jh. als zweites Glied von Adjektivkomposita belegt, vgl. gotformec ‘wie Gott gestaltet’, gelīchformec ‘übereinstimmend’, nhd. gleichförmig, auch (18. Jh.) ‘eintönig’; Belege für das Simplex förmig nur selten im 16. Jh., während sich das Antonym unförmig (ebenfalls 16. Jh.) durchzusetzen vermag. förmlich Adj. ‘konventionell, steif’, als Adv. ‘nahezu, fast’, mhd. form(e)lich ‘so gestaltet wie, herkömmlich, schicklich’. formlos Adj. ‘keine feste Form besitzend, auf eine bestimmte Form verzichtend, zwanglos, ungeschliffen’, mhd. formelōs ‘gestaltlos’. Umgangsformen Plur. ‘gutes, ansprechendes Benehmen, das der Sitte und dem Herkommen entspricht’ (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Formung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Formung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Formung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er schält nicht nur die äußere Formung aus dem Holz, er fräst in die Form hinein.
Süddeutsche Zeitung, 05.11.2002
Seine Kraft zur Formung von Klängen ist nicht minder groß.
Der Tagesspiegel, 11.03.2001
Form mit fünf Sätzen wie in der oft sehr knapp gehaltenen Formung des einzelnen Satzes.
Pfannkuch, Wilhelm u. a.: Haydn (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1956], S. 8625
Aber auch die Formung von Julians Charakter fand mit dieser Entwicklung ihren Abschluß.
Baus, Karl: Die Reichskirche nach Konstantin dem Großen. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1973], S. 28293
Allerdings, wenn die Musik einmal die Aufgabe zu formen erhält, so beginnt mit dieser auch das Recht der Musik auf Formung.
Dinkler-v. Schubert, Erika: Liturgie. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 23746
Zitationshilfe
„Formung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Formung>, abgerufen am 14.04.2021.

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