Fort, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Forts · Nominativ Plural: Forts
Aussprache 
Herkunft Französisch
Wortbildung  mit ›Fort‹ als Letztglied: ↗Außenfort · ↗Panzerfort · ↗Sperrfort
eWDG, 1967

Bedeutung

stark befestigte, äußere Verteidigungsanlage
Beispiele:
ein vorgeschobenes, uneinnehmbares Fort
die gewaltigen Mauern und Panzerkuppeln des Forts
ein Ring von mächtigen Forts schützt die Stadt
das Fort sperrt alle Zugänge zum Festungsgelände
nach tapferem Widerstand fiel das letzte Fort in die Hand des Feindes
ein Fort anlegen, einnehmen
nach pausenlosem Beschuss durch schwere Artillerie wurden die feindlichen Forts fast völlig zerstört
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Fort n. ‘(Teil einer) Festungsanlage’. Der Terminus des Festungsbaus frz. fort ‘kleine Festung, Zitadelle’ (Substantivierung von frz. fort Adj. ‘stark, fest, widerstandsfähig’, hier speziell im Sinne von ‘befestigt’) wird im 16. Jh. in den dt. militärischen Wortschatz übernommen. Ende des 16. Jhs. vereinzelt bezeugtes Forte beruht auf gleichbed. ital. forte; die ältere Pluralform Forten (1. Hälfte 17. Jh.) zeigt Einfluß von nl. fort, das ebenfalls aus dem Frz. stammt. Zugrunde liegt lat. fortis Adj. ‘stark, dauerhaft, kraftvoll, tüchtig’.

Thesaurus

Militär
Synonymgruppe
Bastion · ↗Befestigung · ↗Bollwerk · ↗Festung · Fort · ↗Fortifikation · ↗Wehranlage  ●  ↗Feste  veraltet · ↗Wehr  geh., veraltet
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Festung im Oder-Warthe-Bogen · Festungsfront Oder-Warthe-Bogen  ●  Ostwall  ugs.
  • Pommern-Stellung · Pommernlinie · Pommernwall
  • Schanze · Spitzwall · Wallburg
  • Reichsschutzstellung · Südostwall
  • Große Abchasische Mauer · Kelassurier Mauer
  • Grenzbefestigung · ↗Kordon
  • Akropolis  griechisch · ↗Reduit  franz. · ↗Zitadelle  ital.
  • Verhau  ●  Verhack  veraltet
Assoziationen
Synonymgruppe
Fort · ↗Kastell
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Fort‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fort‹.

Verwendungsbeispiele für ›Fort‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber wie kommt man überhaupt auf die Idee, an der Stelle ein Fort zu errichten?
Der Tagesspiegel, 02.11.2000
Inzwischen betreibt er gegenüber dem alten Fort ein kleines Lokal.
Die Zeit, 18.11.1999, Nr. 47
Fort rollte der Wagen und bald war die ganze Gruppe ihren Augen entschwunden.
Meysenbug, Malwida von: Der Pfad der Äbtissin. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1907], S. 3422
Die Deutschen ritten in das Fort ein und saßen ab.
Grimm, Hans: Volk ohne Raum, München: Langen 1932 [1926], S. 6208
Er weinte und dankte mir bewegt in Fort D. für meine Hilfe.
Brief von Hans Forster vom 01.07.1916. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1916], S. 258
Zitationshilfe
„Fort“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fort>, abgerufen am 02.12.2020.

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