Fortführung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Fortführung · Nominativ Plural: Fortführungen · Verwendung im Plural ungebräuchlich
Aussprache 
Worttrennung Fort-füh-rung
Wortzerlegung fortführen-ung
Wahrig und ZDL

Bedeutungen

1.
das Fortsetzen, Weiterführen, die Wiederaufnahme von etw., z. B. einer Tätigkeit, eines Vorhabens, Bündnisses, eines Unternehmens; das Fortgesetzt-, Weitergeführtwerden von etw.
Synonym zu Fortsetzung
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: die konsequente, logische, erfolgreiche, mögliche Fortführung [von etw.]
als Akkusativobjekt: die Fortführung [von etw.] fordern, ermöglichen, ankündigen, sichern
in Präpositionalgruppe/-objekt: sich für die Fortführung [von etw.] aussprechen, einsetzen; Interesse an der Fortführung [von etw.]; über die Fortführung [von etw.] entscheiden; sich auf die Fortführung [von etw.] einigen
mit Genitivattribut: die Fortführung eines Unternehmens, der Koalition
Beispiele:
Das Projekt, das von der Arbeiterwohlfahrt getragen wird, soll zunächst für ein Jahr laufen, dann wird über eine Fortführung entschieden. [Süddeutsche Zeitung, 16.05.2000]
Erst seit der Finanzkrise gibt es einen Zusatz in der Insolvenzordnung, der es Unternehmen erlaubt, weiterzumachen, wenn eine Fortführung des Unternehmens »überwiegend wahrscheinlich« ist. [Die Zeit, 07.09.2017, Nr. 37]
Der Ministerpräsident hat früh für eine Fortführung der schwarz‑roten Koalition geworben[…]. [Süddeutsche Zeitung, 10.03.2016]
Die Ferien sind überstanden, jene Auszeit, die, wie eine Freundin mit zwei kleinen Kindern unlängst meinte, nichts anderes sei als die Fortführung des Alltags unter verschärften Bedingungen. [Neue Zürcher Zeitung, 16.08.2009]
Enttäuschte Fans organisierten daraufhin [nach Einstellung der TV-Serie »Once and Again«] eine E‑Mail‑Kampagne und demonstrierten mit Protestplakaten vor dem TV‑Studio für eine Fortführung der Serie. [Neue Zürcher Zeitung, 31.05.2002]
[…]Nach dreimonatiger Verzögerung[…]ist nun auch eine zügige Fortführung des Wohnungsbaus im Wustrocken zu verzeichnen.[…] [Berliner Zeitung, 29.01.1997]
[Der Dirigent] Janowski setzt auf opulente Klanglichkeit, jede Faser der Musik ist bei ihm durchglüht, trotzdem lassen sich die thematischen Fortführungen genau verfolgen. [Die Welt, 12.06.2001] ungewöhnl. Pl.
2.
selten das Wegführen (von jmdm. oder etw.) an einen anderen Ort; das Weggeführtwerden
Beispiel:
So fanden sich aus allen Geschlechtern und aus der besitzlosen Bevölkerung Jerusalems und der Landstädte gewaltige Scharen zusammen zu dem neuen Zug durch die Wüste, der zum zweitenmal aus der Knechtschaft in das Land Jahwes führte; 42300 Erwachsene, darunter etwa 30000 Männer – die Zahl der Frauen, die die Rückkehr mitmachen konnten, war natürlich weit geringer, ebenso wie bei der Fortführung durch Nebukadnezar die Deportierten vielfach ihre Frauen und Kinder zurückgelassen hatten –, ferner 7337 Sklaven und Sklavinnen nennt das Verzeichnis, das bei der Ankunft aufgenommen wurde. [Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 19554]

letzte Änderung:

Thesaurus

Synonymgruppe
Fortführung · ↗Wiederaufnahme
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Erhaltung · Fortführung · ↗Fortschreibung · Weitertragen · weitere Prolongierung  ●  ↗Chronifizierung  medizinisch · ↗Perpetuierung  geh. · ↗Verstetigung  geh. · ständiges Aufwärmen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Fortführung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Fortführung‹.

Zitationshilfe
„Fortführung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Fortf%C3%BChrung>, abgerufen am 20.01.2021.

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