Franse, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Franse · Nominativ Plural: Fransen · wird meist im Plural verwendet
Aussprache
WorttrennungFran-se (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Franse‹ als Letztglied: ↗Gardinenfranse · ↗Goldfranse · ↗Silberfranse · ↗Stirnfranse · ↗Zimpelfranse
eWDG, 1967

Bedeutung

Fransenaus vielen, in regelmäßiger Anordnung herabhängenden Fäden oder Fadenbündeln bestehender Randbesatz an Geweben
Beispiele:
ein mit Fransen besetztes, eingefasstes, verziertes Tuch
Gardinen, ein Lampenschirm, Vorhang mit Fransen
die Fransen der Decke hingen bis zum Boden herab
dann hat sie sich die ganze Zeit die Fransen von der Tischdecke um die Finger gewickelt [Borchert302]
Würden Sie bitte von dem Perser gehen, ich muß die Fransen auskämmen [FalladaWolf1,452]
lose und einzeln herabhängender Gewebefaden
Beispiel:
Die Gemeinderäte ... zupften am zerfransten Tischlinoleum, daß es noch mehr Fransen gab [FedererBerge543]
bildlich
Beispiel:
salopp kämm dir mal deine Fransen (= Haare) aus der Stirn
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Franse · fransen · ausfransen
Franse f. ‘herunterhängender Faden’, meist im Plur. ‘Fadenbüschel’ (als Saumschmuck an Decken, Tüchern, Teppichen). Mhd. *franse (bis ins 13. Jh. gesprochen fransche), belegt in spätmhd. franze, franse, ist Entlehnung von afrz. frenge, frz. frange, das sich wohl über eine durch r-Metathese entstandene Zwischenstufe vlat. *frimbia aus lat. fimbria ‘Faden, Troddel, Zierfaden am Gewandsaum’ herleitet. fransen Vb. ‘sich in Fäden auflösen, mit Fransen verzieren’, mhd. franzen ‘mit Fransen besetzen’. ausfransen Vb. ‘sich in Fäden auflösen’ (17. Jh.), modern häufiger als fransen.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Offenbar kann es für Designer gar nicht genug Fransen geben.
Die Zeit, 17.10.2011, Nr. 42
Unter den Fransen blickte sie starr auf die beiden Mütter.
Bieler, Manfred: Der Bär, Hamburg: Hoffmann und Campe 1983, S. 134
Als er jetzt Fransen bildete, mussten die Ärzte schnellstens handeln.
Bild, 30.11.2002
Das Bild unten in der Mitte zeigt Fransen in einer anderen Technik.
Frost, Margarete: Aus bunten Fäden, Leipzig: Verl. für die Frau 1986, S. 3
Ich hatte vor, unter ihm wegzutauchen und die hinteren Fransen seines Teppichs zu ergreifen.
Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 1045
Zitationshilfe
„Franse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Franse>, abgerufen am 23.10.2019.

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